Zürich soll für Spitzenmedizin mit Bern, Luzern und Nidwalden zusammenarbeiten

Das Gezerre um die Spitzenmedizin in Zürich soll ein Ende haben. Dazu wird dem Kantonsrat der Beitritt zum interkantonalen Spitzenmedizin-Konkordat beantragt.

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Der Zürcher Kantonsrat solle dem Beitritt zum interkantonalen Spitzenmedizin-Konkordat zustimmen, beantragt die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Die Vereinbarung soll das Ringen um die Spitzenmedizin beenden.

Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) stimmte der Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin im vergangenen Frühling zu. In der Vernehmlassung hatten sich die Kantone – auch der Kanton Zürich – grundsätzlich zustimmend geäussert.

Laut Konkordat werden bestimmte hochspezialisierte Eingriffe künftig «in wenigen universitären oder multidisziplinären Zentren» durchgeführt. Für den Entscheid, welche Leistung wo angeboten werden, erhalten fachliche Aspekte mehr Gewicht.

Nicht alles, aber immerhin

Freilich seien auch in der vorliegenden Vereinbarung nicht sämtliche Vorstellungen des Kantons Zürich über eine möglichst effiziente Konzentration der Spitzenmedizin verwirklicht worden, heisst es in der Mitteilung der Kommission.

Es seien aber «eindeutige Verbesserungen gegenüber dem heutigen Zustand» erreicht worden. Heute versuchten einzelne Kantone, sich «unter Einsatz enormer Mittel» möglichst stark zu konkurrenzieren. Mit dem Konkordat erhalte der Kanton Zürich eine faire Chance, mit erstklassigen Leistungen seine Position zu halten und in gewissen Bereichen auszubauen.

17 Kantone müssen beitreten

Das Konkordat soll einen Schlussstrich ziehen unter das seit Jahren andauernde Gezerre der Kantone um die Spitzenmedizin. Damit es zustande kommen kann, müssen ihm die fünf Universitätskantone Zürich, Basel-Stadt, Bern, Waadt und Genf sowie zwölf weitere Kantone beitreten.

Einen Beitritt beschlossen haben bisher die Kantone Bern, Luzern und Nidwalden. Andere Kantonsparlamente werden sich demnächst mit dem Geschäft befassen.

Heute werden die hochspezialisierten medizinischen Leistungen übers ganze Land verteilt angeboten. Ein erster Versuch für eine Vereinbarung über deren Verteilung scheiterte 2005 am Widerstand des Kantons Zürich, der eine stärkere Konzentration forderte. (ep/sda)

Erstellt: 24.09.2008, 15:28 Uhr

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