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Zürichs gestohlene Millionen-Kunstwerke

Im Kanton Zürich verschwinden jährlich Bilder in Millionenhöhe. Kunsträuber sind hoch professionell und hinterlassen selten Spuren. Fahndungserfolge sind so rar wie die Kunstwerke selber.

1/9 «Der Knabe mit der roten Weste» von Paul Cézanne: Das wertvollste Bild beim 180-Millionen- Raub in der Bührle-Sammlung im Februar 2008. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

   

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Drei maskierte und bewaffnete Männer überfielen am 10. Februar 2008 die Bührle-Sammlung im Seefeld. Sie sorgten für den spektakulärsten Kunstraub Zürichs und stahlen vier Bilder im Gesamtwert von 180 Millionen Franken. Zwei der Kunstwerke, «Blühende Kastanienzweige» von Vincent Van Gogh und «Mohnfeld bei Vétheuil» von Claude Monet, wurden unter anderem dank Hinweisen aus der Bevölkerung wieder gefunden. Das wertvollste Bild, Cézannes «Knabe mit der roten Weste», sowie Degas’ «Lucovic Lepic und sein Töchter», bleiben verschollen: «Die Ermttlungen sind nach wie vor im Gang», so Cornelia Schuoler, Mediensprecherin bei der Kantonspolizei Zürich.

Dass die Bilder wieder auftauchen, ist eher unwahrscheinlich. Jedes Jahr verschwindet wertvolle Kunst aus Zürcher Galerien oder Privathäusern. Die Fahndungsliste der Kantonspolizei Zürich wird immer länger: «Teure Kunst wird lange gebunkert. Anders als bei Beschaffungskriminellen, die das schnelle Geld suchen, behalten Kunsträuber die gestohlenen Objekte unter Verschluss», so Schuoler weiter.

Auf der Suche nach den gestohlenen Kunstgegenständen ist die Kantonspolizei Zürich auch auf internationaler Ebene tätig. So besteht eine Zusammenarbeit zum Art-Loss-Register (ALR), der weltweit grössten Datenbank verlorener und gestohlener Kunstwerke. Trotzdem bleiben Fahndungserfolge selten: «Die Kriminellen, die es auf teure Kunst abgesehen haben, verfügen oft über ein geheimes Beziehungsnetz. Das macht die Fahndung und die Ermittlungen für die Polizei schwierig.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.09.2010, 10:46 Uhr

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