Zürichs gestohlene Millionen-Kunstwerke
Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 01.09.2010
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Drei maskierte und bewaffnete Männer überfielen am 10. Februar 2008 die Bührle-Sammlung im Seefeld. Sie sorgten für den spektakulärsten Kunstraub Zürichs und stahlen vier Bilder im Gesamtwert von 180 Millionen Franken. Zwei der Kunstwerke, «Blühende Kastanienzweige» von Vincent Van Gogh und «Mohnfeld bei Vétheuil» von Claude Monet, wurden unter anderem dank Hinweisen aus der Bevölkerung wieder gefunden. Das wertvollste Bild, Cézannes «Knabe mit der roten Weste», sowie Degas’ «Lucovic Lepic und sein Töchter», bleiben verschollen: «Die Ermttlungen sind nach wie vor im Gang», so Cornelia Schuoler, Mediensprecherin bei der Kantonspolizei Zürich.
Dass die Bilder wieder auftauchen, ist eher unwahrscheinlich. Jedes Jahr verschwindet wertvolle Kunst aus Zürcher Galerien oder Privathäusern. Die Fahndungsliste der Kantonspolizei Zürich wird immer länger: «Teure Kunst wird lange gebunkert. Anders als bei Beschaffungskriminellen, die das schnelle Geld suchen, behalten Kunsträuber die gestohlenen Objekte unter Verschluss», so Schuoler weiter.
Auf der Suche nach den gestohlenen Kunstgegenständen ist die Kantonspolizei Zürich auch auf internationaler Ebene tätig. So besteht eine Zusammenarbeit zum Art-Loss-Register (ALR), der weltweit grössten Datenbank verlorener und gestohlener Kunstwerke. Trotzdem bleiben Fahndungserfolge selten: «Die Kriminellen, die es auf teure Kunst abgesehen haben, verfügen oft über ein geheimes Beziehungsnetz. Das macht die Fahndung und die Ermittlungen für die Polizei schwierig.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.09.2010, 10:46 Uhr


































