Zürich
Zugbegleiter protestieren gegen ihre Abschaffung
Wird es bald nicht mehr geben: Zugbegleiter bangen um ihre Zukunft. (Bild: TA)
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Die S-Bahnen werden nach 21 Uhr nicht mehr durchgehend begleitet. Dafür müssen die Fahrgäste damit rechnen, dass bis zu acht Bahnbeamte aufs Mal auftauchen und Billette kontrollieren. Die Protestierenden übergaben ZVV-Direktor Franz Kagerbauer ein Protestschreiben, in dem sie die Beibehaltung des heutigen Systems - mit geeigneten Verbesserungen - forderten. Kagerbauer versicherte zwar, es seien keine Entlassungen zu befürchten. Die Zugbegleiter (oder Zugchefs) sind aber überzeugt, dass viele von ihnen de facto am Ende ohne Alternative dastehen.
ZVV hat die SBB «über den Tisch gezogen»
Der vorgesehene neue Schichtbetrieb sei nämlich für viele heutige Zugbegleiter - gerade mit Familienverpflichtungen - keine Alternative, sagte Martin Murmann, Teamleiter Regionalverkehr. Heute seien die Zugbegleiter ab 21 Uhr bis Fahrschluss im Einsatz.
Betroffen sind rund 300 Zugbegleiterinnen und -begleiter. Laut Murmann hat der ZVV die SBB «über den Tisch gezogen»: Noch im Frühling habe diese nämlich neue Leute rekrutiert und ausgebildet, die nun gar nicht mehr gebraucht würden.
(fsc/sda)
Erstellt: 15.09.2010, 16:02 Uhr
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