Das Alpenrock House ist in Konkurs gegangen

Der 90er-Jahre-Klassiker hat den Umzug von Kloten nach Dietikon nicht überlebt. Nach 21 Jahren wurde das Alpenrock House geschlossen.

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«Diese Räumlichkeiten sind durch das Konkursamt Dietikon versiegelt worden.» Ein Plakat mit dieser Aufschrift klebt zurzeit an der hölzernen Haupteingangstüre des Alpenrock House von Dietikon. Etwas blumigere Worte finden die Betreiber des Clubs auf ihrer Website: «Eine Ära geht zu Ende ... das Alpenrock muss seine Türen nach 21 Jahren leider schliessen», heisst es da.

Ende vergangenen Oktober feierte das Alpenrock noch mit einer grossen Party den 20. Geburtstag. Der Geschäftsführer schwärmte damals in der «Limmattaler Zeitung», man profitiere in Dietikon von der Nähe zum Aargau, wo viele Partygäste immer schon hergekommen seien, und von den vielen Firmen, die im Club Anlässe durchführen würden.

Mit Fake-Felsen gegen Techno

Der Club war erst im Jahr 2013 ins Dietiker Industriegebiet gezogen – nicht ganz freiwillig. Zuvor hatte er sich beim Flughafen Zürich befunden. Dort musste er 2011 dem Grossprojekt The Circle weichen, das zurzeit in die Höhe wächst.

Das Alpenrock ist ohnehin ein Relikt der 1990er-Jahre. Mit dem urchigen Alphütten-Interieur samt Fake-Felsen, Sensen und alten Beilen, dem bodenständigen Essen wie etwa Ghackets mit Hörnli und dem anfänglich auf Rock ausgerichteten Musikprogramm setzte man damals bewusst einen Gegenpol zu den aufkommenden Techno-Raves.

«Fehlt nur noch die echte Milchkuh»

Bei der Eröffnung im März 1996 schrieb die NZZ belustigt: «Es fehlt nur noch ein Stall mit einer echten Milchkuh, die man selber melken kann.» Beim Partyvolk kam das Ganze jedenfalls an – der Club feierte in den ersten Jahren grosse Erfolge.

Vom Alpenrock House war bislang niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

(Übernommen von 20min.ch, bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.03.2017, 09:06 Uhr

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