Schachtgitter-Werfer in Haft

Die Polizei hat zwei Männer verhaftet, die einem FCZ-Fan am Samstag einen Schachtdeckel auf den Kopf geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von versuchter Tötung.

Die Rampe zum Bahnhof-Parkhaus in Winterthur - dieses befindet sich über den Gleisen. Von  hier wurde die Schachtabdeckung hinuntergeworfen.

Die Rampe zum Bahnhof-Parkhaus in Winterthur - dieses befindet sich über den Gleisen. Von hier wurde die Schachtabdeckung hinuntergeworfen. Bild: Google Maps

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Nach dem Fussballmatch FC Winterthur gegen den FC Zürich vom vergangenen Samstag ist es im Bahnhof Winterthur zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Unbekannte warfen vom Parkhaus über den Geleisen des Bahnhofs eine Gitterschachtabdeckung hinunter – auf eine Gruppe von FCZ-Fans, die sich auf dem Nachhauseweg befanden. Dabei traf das schwere Metallteil einen 27-jährigen Fan, einen Schweizer aus Zürich. Der Mann wurde am Kopf schwer verletzt und musste auf die Intensivstation des Spitals gebracht werden.

Inzwischen konnten zwei Täter ausfindig gemacht werden, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Wertvolle Hinweise von der Stadtpolizei Winterthur hätten am Mittwoch zur Verhaftung von zwei Schweizern im Alter von 19 und 21 Jahren aus dem Bezirk Winterthur geführt. Bei der Staatsanwaltschaft geht man von versuchter Tötung aus. Ob es sich bei den mutmasslichen Tätern um zwei Fans des FC Winterthur handelt, wollte die Zürcher Kantonspolizei gestern nicht kommentieren. Das Opfer konnte am Dienstag aus dem Spital entlassen werden.

«Erbärmliche Tat»

Nebst dem 27-jährigen Fan, der vom Schachtdeckel getroffen worden ist, erlitten am Fussballmatch zwei weitere Personen Verletzungen durch Böllerschüsse. Solche Taten seien «erbärmlich, hinterhältig, nicht tolerierbar», schreibt der FC Winterthur in einer Mitteilung. Der Böllerwerfer erhalte ein nationales Stadionverbot und mindestens eine Strafanzeige. Der zweite Böllerwerfer, der einen zehnjährigen FCW-Fan verletzte, habe noch nicht identifiziert werden können. In der Mitteilung distanzieren sich der Fussballclub Winterthur und die im Fanrat organisierten Fangruppen vom gewalttätigen Vorfall am Hauptbahnhof.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.05.2017, 09:03 Uhr

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