Zürich
43,5 Prozent der Wähler wollen weder Mauch noch Gut
Aktualisiert am 09.03.2010 32 Kommentare
Stimmen
Stadtkanzlei
Ganz so glänzend ist ihr Wahlresultat nicht: Corine Mauch.
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Zittern musste Corine Mauch gestern Wahlsonntag zu keinem Zeitpunkt. Die sozialdemokratische Amtsinhaberin distanzierte ihre Herausforderin Susi Gut von der Partei für Zürich in erwarteter Deutlichkeit: Am Ende des Abends hatte Mauch 39'400 Stimmen gesammelt, Gut deren 4500. Mauch war darüber bestens gelaunt und freute sich im Verwaltungszentrum Werd «riesig über die Wiederwahl». Nach erst zehn Monaten im Amt sei sie auf ihr Resultat «ein wenig gespannt» gewesen, sagte sie.
Doch ein klares Votum zugunsten der vielgeschmähten Mauch, den sich die Sozialdemokraten erhofft hatten, sieht anders aus. Obschon die Stadtpräsidentin die Wiederwahl problemlos schaffte, legten so viele Zürcher wie noch nie in den letzten Jahren ihren Stimmzettel leer ein (11'700). Noch mehr gaben ihre Stimme jemandem, der gar nicht kandidiert hat. 20'000 Wähler, was der Gesamtbevölkerung der Kreise 1 und 5 zusammen entspricht, schrieben bewusst einen anderen Namen auf den Wahlzettel.
Mauch wertet dies nicht als Misstrauensvotum gegen ihre Person. Sie betonte, die Bürgerlichen hätten «keine Kandidatur auf gleicher Ebene» lanciert, weshalb viele bürgerliche Wähler «keine echte Auswahl» gehabt hätten.
(sth/cal)
Erstellt: 08.03.2010, 14:33 Uhr
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32 Kommentare
Und einmal mehr jammern die immergleichen rum, anstatt einfach mal, wie sonst immer gefordert, das Volk und sein Verdikt ernstzunehmen. Jene die mehrheitsfaehig sind haben die Postyen geschnappt und die anderen gehen leer aus. Oder muss man heutzutage Wahlergebnisse nur ernstnehmen, wenn sie dem eigenen Gusto entsprechen und wenn dem nicht so ist dann lamentiert man rum vonwegen wenn und aber? Antworten
Als FDP-Wähler habe ich Frau Mauch gewählt, weil mir das ewige Bashing auf die Nerven gibt. Zudem, der Freisinn hat die Wahl vor 10 Monaten (Frau Martelli) verloren. Es wäre nicht opportun gewesen nun wieder mit einem Kandidaten/In anzutreten. Und an alle Mauch-Stänkerer: den künftigen fähigen Nachfolger (Urs Egger) habt ihr ja nicht mal in den Stadtrat gewählt. Ihr seid ja selber schuld... Antworten
Meine Stimme läuft unter "Vereinzelte". Es ist peinlich, dass es in Zürich keine ernstzunehmende Alternative gab zu Mauch, die bisher wahrlich nicht überzeugte. Sie hat kaum Elan und Visionen. Sowohl Ledergerber als auch Estermann spielten in einer besseren Liga. Ich bin SP-Stammwähler und bin enttäuscht von Mauch. Wir hätten echte Gegenkandidaten gebraucht. Antworten
Die SVP will nicht ins Stadtpräsidium, weil die strategie Opposition vorgibt, die FDP kann nicht, weil sie zu schwach ist und die SP musste nichts unternehmen um sich gegen die anderen zu Verteidigen. Die Würfel sind also bereits vor einem halben Jahr gefallen, als Mauch gewählt wurde. Die Opposition SVP mit ihren Gehilfen wird erst aufhören wenn Mauch zurücktritt, wie Frau Stocker. Ein Kreislauf Antworten
Frau Mauch erklärte, dass die Leerstimmen aufgrund einer fehlenden Alternative zur Ihr auszulegen seien. Ich denke, dass sie nicht derart naiv ist dies zu glauben. Es dürfte eher so sein, dass ein Grossteil der Bevölkerung ihr das Misstrauen ausdrückt bzw. sie als unfähig als Stadtpräsidentin erachtet. Zürich hat Frau Mauch NICHT verdient, da sie keine Stadtpräsidentin für jedermann ist. Antworten
Leider muss Zürich mit dieser Regierung die nächsten Jahre leben. Eine bürgerliche Regierung wird erst wieder möglich sein, wenn wieder mehr Bürgerliche Wohnsitz in der Stadt nehmen. Das weiss ja natürlich die heutige Regierung und wird dies mit ihrer Politik (Strassen, Parkplätze, Chaotenduldung...) vermiesen. Warten wir mal ab, ich habe Hoffnung für Zürich wegen dem Vormarsch der Grünliberalen! Antworten
@naef: Einen Staranwalt zu engagieren ist keine Kunst, wenn die Stadt (=Steuerzahler) die Kosten tragen! @Müller: Welche Leistung? Frau Mauch hat das Glück gehabt, zuerst gegen die ähnlich farblose K. Martelli und danach gegen die völlig chancenlose Susi Gut antreten zu müssen. Ihre bisherige Leistung besteht hauptsächlich darin, vor Jahren in die richtige Partei eingetreten zu sein. That's it! Antworten
Mauch ist gewählt und muss nun zeigen,ob sie diesen hohen Anforderungen zu genügen vermag! Jammern aus dem bürgerlichen Lager im Nachgang nützt aber nichts mehr !Denn diese Kreise haben einmal mehr jämmerlich versagt! Warum präsentierten diese nicht eine Alternative zu Mauch?Dümmer können sich die Bürgerlichen in der Stadt Zürich tatsächlich nicht mehr benehmen! Antworten
Hallo Ihr Mauch-Fans, die Graphik ist nicht verfälscht, da sie überhaupt keinen Gegner hatte. Tatsache ist, dass die Hälfte der Wähler Mauch gar nicht will und leer einlegten, da es keine Alternative gab. Das Resultat für Mauch ist gar nicht blendend und es gibt für die graue Maus, unexistente "Stadtpräsidentin" keinen Anlass zur Freude. Reine Selbstüberschätzung, dass sie sich berufen fühlt. Antworten
@racine: nur wer prozent-rechnung nicht versteht, erkennt eine verfälschte grafik. aber was will man sonst auch zu dieser wahl sagen? jedem volk die regierung, die sie verdient! ich warte nur noch auf die verlegung des steuersitzes der UBS nach opfikon - I had a dream! Antworten
Mit der Stadt Zürich geht es abwärts. Es funktioniert nicht einmal mehr die Demokratie. Wo bitte ist denn in Zürich die Opposition? Die Politiker setzen sich lieber auf die warmen Exekutivsessel, als sich im den Ideenwettbewerb zu kümmern. Es ist halt einfacher und man tritt Niemanden auf den Schilpps Antworten
Diese Aussage ist nun völlig unzutreffend und tendentiös. Richtig ist, dass Corine Mauch besser als jeweils Elmar Ledergeber abschloss. Da die Bürgerlichen ohne valablen eigenen Kandidaten nicht für Mauch, sondern leer stimmten, überrascht nun wirklich nicht und tut der Leistung von Mauch in keiner Weise einen Abbruch.. Antworten
Corine Mauch scheint sich darüber nicht zu sorgen. Ihr Hauptziel für 2010 war ja Stadtpräsidentin zu bleiben. Bitte lest den Stöhlker-Blog zum Thema. Sie will Kultur und lässt Kulturelle am Sihlufer mit übertriebenem Polizeiaufgebot verhaften. Gut geschriebener Artikel. Zürich - Quo Vadis? Antworten
Die Interpretation ist auf den ersten Blick einleuchtend. Aber nach kurzem Nachdenken muss man sie klar verwerfen. Dass Frau Gut keine glaubwürdige Alternative für die doch zahlreichen Wähler der Rechten und der Mitte war, hat sich gezeigt. Die leeren/"vereinzelten" Stimmen kommen zu einem guten Teil von Bürgerlichen, denen keine reale Gegenkandidatur geboten wurde von SVP/FDP. Da hat Mauch recht. Antworten
Die Grafik ist verzerrt. Das sieht man daran, dass Corine Mauch bei ihrem Wahlgang mehr Stimmen hatte als Elmar Ledergerber in seinen beiden, aber trotzdem einen kürzeren Balken hat. Indem man jeden Balken mit einem unterschiedlichen Faktor skaliert, kann man grafisch so ziemlich alles "beweisen" ohne lügen zu müssen, das ist ein beliebter Marketingtrick. Antworten
Die Grafik zeigt vor allem, dass je schwächer die HerausfordererIn, desto mehr leere oder vereinzelte Stimmen. Eigentlich nicht erstaunlich, weil alle, die keine Sozialdemokratin wollten, nur Susi Gut oder leer einlegen konnten. Und dass Mauch "vielgeschmäht" sei, schreibt hier eine Zeitung, die viel geschmäht hat. Das Volk hat für Mauch entschieden. Antworten
Wer die Zahlen wirklich anschaut und nicht im öden Mauchbashing, dem sich der TA anscheinend verschrieben hat verbleibt, sieht, dass Corine Mauch mehr Stimmen gemacht hat, als der ach so tolle Elmar Ledergerber jemals. Frau Mauch geniesst als eine grössere Unterstützung als der ehemalige "Sonnenkönig". Nicht schlecht nach nur 10-monatiger Amtszeit und einer ziemlich dümmlichen grauen Maus-Kampagne Antworten
In Zürich hat man ein seltsames Politverständnis, in der Tat. Offensichtlich hatte keine der andern Parteien den Mut, eine eigene Kandidatur aufzustellen. Das ist nicht Frau Mauchs Problem. Ich würde auch niemals einen SVP Vertreter wählen, aber ich würde mich dafür einsetzten, dass meine Partei einen valablen Kandidaten aufstellt. Leere Stimmen sind keine Proteststimmen. Es sind einfach Unnütze! Antworten




Stephan Lombris
@ Edith Hugentobler: Bitte stellen dem Regierungsrat einen Antrag auf eine Änderung im Wahlgesetz, dass 43,5% Werte ab sofort als "Mehrheit" gelten, damit künftig Frau Mauch und andere Kandidaten faktisch nicht mehr gewählt sind. Frau Gut , und Teile der SVP werden Ihnen sicher ihre Unterstützung zusichern, auch für allfällige Initiativ-Bemühungen. Antworten