Zürich

32 Millionen für das neue Heim der Zürcher Elefanten

Bis 2012 soll im Zürcher Zoo ein grosszügiges Elefantengehege für rund 32 Millionen Franken entstehen. Zudem geht der Zoo eine Zusammenarbeit mit einem thailändischen Nationalpark ein.

1/7 4_Innen_kl.jpg
Das geplante Elefantengehege von innen.
Bild: Visualisierung Markus Schietsch Architekten GmbH

   

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

In einem Wettbewerb wurde das Projekt Antoni der Zürcher Architekten Eugster und Schietsch als das überzeugendste zur Weiterbearbeitung ausgewählt, wie Zoo-Direktor Alex Rübel am Mittwoch vor den Medien ausführte. Gestaltet wird die Anlage als ausgetrocknetes Flussbett am Rande des Dschungels, wo es aber auch schattige und windgeschützte Plätze gibt. Herzstück ist ein grosses Wasserbecken, in dem die Elefanten beim Schwimmen beobachtet werden können.

Die Besucherinnen und Besucher werden so geführt, dass sie den Eindruck erhalten, mitten in der Elefantenlandschaft zu stehen. Zudem werden ihnen Natur und Kultur Asiens nähergebracht.

Sammelaktion für den Elefantenpark geplant

Für den Elefantenpark hat der Zoo ein Budget von 32 Millionen Franken. Noch ist bei weitem nicht alles zusammen. Für kommendes Jahr plane man eine grosse Sammelaktion, sagte Zoodirektor Rübel. Er hofft, bis Ende 2009 die Baubewilligung zu erhalten. Die Bauarbeiten würden dann umgehend an die Hand genommen. Läuft alles nach Plan, wird die Anlage 2012 eröffnet.

Heute leben im Zoo Zürich der etwa 39-jährige Bulle Maxi, die Kühe Druk (41-jährig), Ceyla (33) und Indi (22) sowie die Jungtiere Chandra (6), Farha und Fahim (beide dreijährig). Die Anlage soll ein bis zwei Bullen, vier Kühen und deren drei bis fünf Jungtieren Platz bieten, aber um ein Mehrfaches grösser sein als die heutige.

Engagement für Erhaltung der bedrohten Tiere

Wie schon bei der Masoala-Halle verbindet der Zoo die Tierhaltung in der Schweiz mit einem Engagement für die Erhaltung der Tiere in der Natur. Man werde eine enge Zusammenarbeit eingehen mit einem Nationalpark in Thailand, sagte Rübel.

In der Natur sind die asiatischen Elefanten stark bedroht. Wurde ihr Bestand vor hundert Jahren noch auf rund 100 000 Tiere geschätzt, so ist ihre Zahl bis heute auf rund 30 000 zusammengeschrumpft. Ein wichtiger Grund dafür ist die Umwandlung von immer mehr Wildnis zu Kulturland, der Lebensraum für die grossen Tiere wird damit immer knapper. (los/sda/)

Erstellt: 17.12.2008, 14:54 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

8 Kommentare

Heinz Weber

22.05.2009, 16:32 Uhr
Melden

@ silvio bernardi. Alex rübel baut mit fremden geld, dies ist keine Kunst. da ist mir der herr fry vom uetliberg eigentlich sympathischer, der nimmt wenigstens sein eigenes geld und nicht das der stadt, welche eigentlich gar kein geld hat. nun, beide verbauen die natur und machen LAS VEGAS. Mir hat der alte Zoo, vor 50 Jahren noch mit dem Restaurant Säntisblick (abgebrochen) besser gefallen. Antworten


Silvio Bernardi

17.12.2008, 23:39 Uhr
Melden

alex rübel ist ein glücksfall für den zoo zürich. hier werden nicht nur ein paar elefanten tiergerechter gehalten, sondern tausende von besuchern werden mitten in zürich etwas erleben können, was sie nachhaltig beeindrucken wird. andere tolle visionen wurden in den letzten jahren schon umgesetzt und begeistern mich und andere immer wieder. vielen dank! Antworten


andi matata

17.12.2008, 21:58 Uhr
Melden

@Toni Müller, Hund zu sein hat den einzigen Vorteil, das - er die Steuern nicht selbst bezahlen muss ;o))<¦ Antworten


andi matata

17.12.2008, 21:54 Uhr
Melden

Gratulation an Alex Rübel,unsere Nachkommen werden es Ihnen Danken.Sie haben bis jetzt,trotz der Land Probleme,grossartiges für den Zürcher Zoo geleistet.Die Möglichkeit,Wild Tiere in einer lebensnahen Umgebung zu erleben,zeigt das Sie der richtige Mann am richtigen Ort sind.Mein Traum, es noch zu erleben,die Eröffnung der Afrikanische Savanne,wenn Giraffen,Zebras und div.Antilopen zusammen leben. Antworten


Toni Müller

17.12.2008, 17:55 Uhr
Melden

Ich möchte, ich wäre mein Hund oder (noch besser) ein Elefant im Zürcher Zoo. Antworten


A. Fiechter

17.12.2008, 17:43 Uhr
Melden

32 Millionen! Eine solche Unterkunft moechten wohl viele. Ein Elefant muesste man sein! Antworten


Max Sauter

17.12.2008, 16:08 Uhr
Melden

Da waren die Architekten ja nicht besonders innovativ. Offensichtlich haben sie sich vom pekinger Vogelnest von Herzog&de Meuron inspirieren lassen. Deshalb schlage ich als Namen "Elefantennest" vor. Neben dem faden Plagiats-Beigeschmak bleibt denoch zu sagen, dass die Anlage einen soliden Eindruck macht. Antworten


Giancarlo Della Betta

17.12.2008, 16:05 Uhr
Melden

Kann nur gratulieren, weiter so. Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Lokale Suche

Marktplatz