3800 Unterschriften gegen das ZSC-Stadion
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 19.02.2010 14 Kommentare
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Die Lage scheint aussichtslos für die rund 120 Hobbygärtner, deren Parzellen dem neuen Stadion der ZSC Lions weichen sollen. Das Familiengartenareal Vulkan gehört der Stadt, und diese will den Platz für eine Eishockey-Arena nutzen. Kampflos gehen wollen die Schrebergärtner jedoch nicht: Seit neustem wendet sich ein Protest-Schild an die vorbeifahrenden Zugpassagiere. Und Susi Gut, die für das Stadtpräsidium kandidiert, hat sich vor den Karren der Gärtner spannen lassen.
Seit zwölf Tagen sammeln die Schrebergärtner für eine Petition – und das mit Erfolg. «Bereits sind 3800 Unterschriften zusammengekommen», freut sich Walter Zbinden, Arealchef des Familiengartens Vulkan. «Wir bekommen viel Unterstützung.» Seine Mitstreiter hätten auf öffentlichen Plätzen gesammelt, aber auch von den anderen Hobbygärtnern auf anderen Arealen aus der ganzen Stadt kämen viele Unterschriften.
«Gartenarbeit ist gesünder als Sport»
Die Petition verlangt, dass das Stadion an einem anderen Ort gebaut wird und die Gärten erhalten bleiben. Diese seien eine Oase der Erholung und ein «wichtiges Schlüsselelement für die Lebensqualität» der Nutzer. Die Pächter pflegten ein enges soziales Netz, das vor allem auch für Ältere, Arbeitslose oder Kranke absolut nötig sei.
Selbst das Argument der Volksgesundheit, das von den Stadion-Befürwortern ins Feld geführt wird, fechten die Schrebergärtner an: «Die Gartenarbeit ist gesünder als Sport». Beim Gärtnern werde gesamtheitlicher Körpereinsatz benötigt, und Obst und Gemüse sei wichtig für die gesunde Ernährung.
Laut Zbinden sollen die Petitionsbogen erst nach den Stadtratswahlen vom 7. März eingereicht werden. «Wir wollen nicht, dass das in irgendeiner Schublade verschwindet.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.02.2010, 15:22 Uhr
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14 Kommentare
Ich finde es bedenklich, dass in dieser Stadt jeder das Gefühl hat, seine eigenen Bedürfnisse stünden über denen der Allgemeinheit. Langsam sollte ein Umdenken stattfinden, denn Gartenfläche und Einfamilienhäuser mit Sonne bis 19.00 Uhr werden aufgrund des knapper werdenden Bodens nicht mehr lange Platz finden in Zürich und das ist auch richtig so! Antworten



