380'000 Franken für ein «Scheissding»
Aktualisiert am 21.12.2011 445 Kommentare
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- «Wie der Hafenkran»
- «Die Frage ist, ob wir gestaltete Plätze oder trostlose Flächen wollen»
- Todgeweihte leben länger
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Der Zürcher Gemeinderat hat sich heute Mittwoch eine einstündige Auseinandersetzung über den umstrittenen Hafenkran geliefert. Am Ende bewilligte er das Projekt und hiess mit 67 zu 51 Stimmen bei drei Enthaltungen einen Beitrag von rund 380'000 Franken gut. Als «Scheissding, das keiner will» und «Verschandelung des Limmatquai» bezeichneten die einen die Kunstinstallation «zürich- maritim» – kurz Hafenkran. Ein «spezielles Erlebnis» oder «Anregung zum Denken» nannten es die anderen.
Der Budgetantrag sei eine Zwängerei, weil der Gemeinderat das Projekt doch schon einmal abgelehnt habe, sagten die Gegner von bürgerlicher Seite, also SVP, FDP, EVP, CVP und SD. Die Befürworter von SP, Grünen, Grünliberalen und AL riefen in Erinnerung, dass die Verträge aber schon unterschrieben seien.
Das Kunstprojekt sieht vor, am Limmatquai für neun Monate einen original Hafenkran aufzustellen. Die Installation umfasst zudem einen Poller und eine Schiffssirene. Ein Künstlerteam habe mit der Installation einen städtischen Wettbewerb gewonnen, sagte Stadträtin Ruth Genner. 2009 sei ein entsprechender Werkvertrag abgeschlossen worden. Das Projekt werde gewiss spannende Diskussionen auslösen.
(ami/sda)
Erstellt: 21.12.2011, 18:18 Uhr
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445 Kommentare
Ich wähle ja links und grün, aber das hier kann ich jetzt wirklich nicht verstehen. Verschleuderung von Steuergeldern für ein Unding, welches ein paar elitäre Künstler cool finden. Für mich ist es Umweltverschmutzung und -verschandelung ersten Grades. Nur schon die arrogante Haltung der Künstler stösst mir sauer auf. Zeit für spannende Diskussionen sollten wir lieber für richtige Probleme finden. Antworten
Dank den wendehalsigen Grünliberalen wirft Zürich mehr als CHF 600'000 für einen riesigen, lärmenden Hafenkran in der Altstadt heraus, der künstlerisch unverständlich, finanzpolitisch unverantwortlich, ökologisch fragwürdig und städtebaulich unakzeptabel ist. Denken Sie freudig daran, wenn Sie Ihre Steuerrechnung bezahlen. Und auch, wenn Sie Ihren nächsten Wahlzettel ausfüllen. Marc Bourgeois, FDP Antworten

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