47 Prozent sagen: Schluss mit den Geschäften mit UBS und CS
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 22.06.2010
«Die Leute haben genug davon, dass die Banken immer ungeschoren davonkommen»: Gemeinderätin Linda Bär (SP).
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Es war ihr erster Vorstoss als Erstunterzeichnerin im Gemeinderat – und damit traf die 24-jährige Jungsozialistin einen empfindlichen Nerv. Linda Bär fordert, dass die Stadt die Geschäftsbeziehungen zu UBS und CS abbricht, solange sich diese nicht zu einer bedingungslosen Weissgeldstrategie im In- und Ausland bekennen und ihre Lohnpolitik in einem vernünftigen Rahmen halten. Tagesanzeiger.ch fragte seine Leser, ob sie die Studentin und Anwaltssekretärin bei ihrem Vorstoss unterstützen würden. 47 Prozent der über 1200 Leser befürworten, dass die Stadt mit den Grossbanken vorerst keine Geschäfte mehr macht.
Obwohl Bär die Mehrheit knapp verpasst, äussert sie sich zufrieden mit dem Resultat. «Es zeigt, dass die Bevölkerung genug hat von der Geschäftemacherei von UBS und CS. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat die UBS zum dritten Mal gerettet, ohne dass sie irgendwelche Auflagen wie eine Boni-Steuer befürwortet. Die Leute haben genug davon, dass die Banken immer ungeschoren davonkommen.» Angesichts des Resultats der Umfrage will Bär nun nachdoppeln: «Sofern die Fraktion einverstanden ist, werde ich nun noch ein Postulat mit dieser Forderung einreichen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.06.2010, 11:25 Uhr



