«5.50 für ein Bier ist echter Wucher»
Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 06.07.2010 81 Kommentare
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«Stinksauer» waren die Organisatoren des Züri-Fäschts anlässlich der Billig-Bier-Aktion von Coop. Der Grossverteiler hätte alle Anstrengungen, die Abfallmengen einzudämmen zunichte gemacht. Die allermeisten Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnethaben für diesen Ärger kaum Verständnis, so auch Peter Müller: «5.50 Franken für ein Bier ist Wucher.» Ähnlich sieht es Heinz Oberholzer: «Warum soll ich für ein Bier 5.50 Franken bezahlen, wenn ich es für 50 Rappen auch haben kann? Es sind nicht immer alle Leute gut bei Kasse und die sollen doch von so einem Super-Angebot auch Gebrauch machen.»
Kritik auch an Depot-System
Auch Leserin Nora Martinek sind die Preise zu hoch. Sie kritisiert zusätzlich das neu eingeführte Jeton-System: «Zum Glück gibts Coop. Wer zahlt schon 5.50 Franken für ein Bier plus 2 Franken für das Depot? Und dann nach dem Biertrinken wieder dem Depot nachrennen? Wer sich um Bierdosen Sorgen macht, soll halt kein Fest organisieren oder die Dosen selber entsorgen.»
Noch weiter geht Peter Meister, der unverblümt zugibt, sich beim Grossverteiler mit Getränken eingedeckt zu haben: «Auch ich hab meine Getränke im Coop am Stadelhofen gekauft. Ich bin doch nicht bescheuert und bezahl für eine Cola 5 bis 6 Franken, wenn ich das gleiche Getränk im Coop für 1.10 Franken kriege. Und das Jeton-Konzept ging eh nicht auf. Ab ca. 11 Uhr hatte kaum ein Stand mehr Jetons und ich hab alle weiteren Getränke ohne Depot gekriegt... tolles Konzept.»
Züri-Fäscht-Organisatoren weisen Kritik zurück
Züri-Fäscht-Geschäftsleiter Roland Stahel lässt die Kritik, die Getränkepreise seien zu hoch gewesen, nicht gelten: «Wir haben seit neun Jahren die gleichen, moderaten Preise. Es gibt sogar Wirte, die uns sagen, wir seien zu billig. Zudem ist das Fest gratis.» Dass das Depot-System nicht völlig unkompliziert sei, versteht er: «Wir müssen die Auflagen der Stadt Zürich erfüllen und uns an ein Abfallkonzept halten. Auch für uns ist es logistisch mühsam, bei jedem Getränk ein Depot zu verlangen. Die Standbetreiber müssen jede Flasche und jede Büchse zweimal in die Hand nehmen.»
Wichtiger als der Mehraufwand seien aber Sauberkeit und Ökologie. Verzichte man auf ein Depot, würden viele Leute die leeren Büchsen auf die Strasse werfen. Dank des neuen Systems habe man immerhin zehn Tonnen Wertstoffe sammeln können. Der Ärger der Organisatoren gelte übrigens nicht im Speziellen Coop, sondern all jenen Besuchern, die selbst Getränke mitgenommen hätten, deren Entsorgung aber den Festorganisatoren überlassen hätten, so Stahel weiter.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.07.2010, 17:15 Uhr
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81 Kommentare
Käser meint er ist König. Viele leben schon lange in dieser Stadt und zahlen fleissig solidarisch Steuern. Wenn nun quasi auf dem Trittbrett dieser Steuerzahler in Fest organisiert wird, dürfen diese auch davon profitieren und erst recht wie immer weiter geschäften. Hauptschuld am Lärm und Abfall vom Wochenende trägt nicht Coop sondern Käser und Co. Paradox, dass dieser wäffetl!!! Antworten
Auf dem Luzerner Stadtfest standen überall so riesige gelbe Müllsäcke rum. Ich glaub da stand Dräcksack oder so drauf. Egal, jedenfalls waren die überall und man konnte jeden Müll da rein werfen. Ich gehe davon aus, dass diese Firma anschliessend den Abfall noch trennt. 5.50 für ein Bier ist Wucher. Antworten



