70,9 Prozent sagen Ja zu «bezahlbaren Wohnungen»
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Zürcherinnen und Zürcher stimmten heute Sonntag über die Volksinitiative «Für bezahlbare Wohnungen und Gewerberäume in der Stadt Zürich» ab. Sie verlangt, dass in der Gemeindeordnung festgeschrieben wird, dass alle 9000 städtischen Wohnungen wie früher nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet werden: Erhoben werden nur die effektiven Kosten, auf Marktanpassungen wird dagegen verzichtet.
Durch eine vom Kanton verlangte Neubewertung werden nämlich rund 2600 Wohnungen in städtischen Liegenschaften seit 2007 nicht mehr gemäss Kostenmiete bewirtschaftet. Diese Neubewertung führt insbesondere bei Neuvermietungen zu teils happigen Mietaufschlägen. Betroffen sind auch gut 1000 Gewerberäume.
Die Stadt empfahl - zusammen mit den Bürgerlichen - die Initiative zur Ablehnung. Hinsichtlich Kostenmiete habe die Stadt «das rechtlich Zulässige und in der Praxis Mögliche umgesetzt». Die Stimmberechtigten sahen dies ganz und gar nicht so. 70,9 Prozent stimmten der Initiative zu und folgten der Empfehlung des Gemeinderates. (fsc/sda)
Erstellt: 13.06.2010, 16:47 Uhr



