7309 Unterschriften für den öffentlichen Verkehr

Mit einem Vielfachen der nötigen Unterschriften kam die Initiative für einen starken öffentlichen Verkehr zustande. Heute wurde sie den Behörden übergeben.

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Für kurze Zeit war heute Nachmittag der Verkehr am Stadthausquai blockiert. Über einen Fussgängerstreifen aus Rasenteppich liefen und fuhren Kinder, die in einem Leiterwagen die gebündelten Unterschriftenbögen der Initiative für einen starken Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr hinter sich her zogen. Seit der Lancierung im April sammelten die Aktivisten 7309 Unterschriften – 3000 wären notwendig gewesen.

«Alternativen zum Autoverkehr sind dringend nötig»

Thomas Stahel, Geschäftsleiter von Umverkehr, sieht darin ein Zeichen der Bevölkerung, dass Alternativen zum Autoverkehr dringend nötig sind. Durch eine zukunftsfähige Mobilität würde die Stadt Zürich weiter an Lebensqualität gewinnen. «Davon wird vor allem die nächste Generation profitieren, weshalb diese die Unterschriften überbringen durfte.» Von der Stadtkanzlei nahm Beat Gähwiler, Leiter Abstimmungen und Wahlen, die Bögen in Empfang.

Die Initiative fordert, dass die Städte den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr fördern und eine Kapazitätserhöhung der Haupt- und Hochleistungsstrassen unterbinden. Der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs soll innerhalb der nächsten zehn Jahre um 10 Prozentpunkte zunehmen.

70 Ideen für neue Verkehrskonzepte

Schon während der Unterschriftensammlung kamen bei Umverkehr rund 70 Ideen zusammen, wie der nicht-motorisierte Verkehr gestärkt werden könnte. An einem Workshop im Januar werden diese ausgewertet und in die politische Diskussion eingebracht. «Das Anliegen des umweltverträglichen Verkehrs wird so bereits vor der Abstimmung gestärkt», sagt Stahel. Mit einer Abstimmung rechnet er frühestens im Jahr 2010.

Neben Zürich laufen die Initiativen auch in den Städten Basel, Luzern, St. Gallen und Winterthur. In Luzern konnten die Initianten innerhalb von zwei Wochen die nötigen Unterschriften sammeln. Etwas zögerlicher läuft die Aktion in Basel, obwohl dort die Initiative Ende November eingereicht wird. Stahel zeigt sich allerdings zuversichtlich, dass auch dort die nötigen Unterschriften noch zusammenkommen. In Genf soll 2009 ebenfalls eine Initiative zustande kommen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.10.2008, 15:19 Uhr

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