Ärzte torpedieren Claudia Nielsen
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 06.09.2011 23 Kommentare
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Ende Monat wird der Stadtarzt Albert Wettstein nach 28 Jahren pensioniert – seine Stelle wird nicht wieder besetzt. Bekannt gegeben hatte die Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements Claudia Nielsen diesen überraschenden Entscheid unmittelbar vor den Sommerferien. Erst jetzt, sieben Wochen später, schlägt die Nachricht hohe Wellen. In einem offenen Brief kritisiert der Ärzteverband der Bezirke Zürich und Dietikon Nielsen scharf für ihr Vorgehen.
Der Vorstand Zürimed sei «empört» darüber, dass die «sozialpolitisch wichtige Institution des Stadtarztes geschleift wird». Einerseits habe sich der stadtärztliche Dienst um Patienten gekümmert, die sonst nicht anders versorgt werden konnten. Andererseits war der Stadtarzt für die Ärzteschaft der erste Ansprechpartner für den Austausch gesundheitspolitischer Themen.
«Ein Affront»
Im Juli begründet Nielsen das Ende des Stadtarztes damit, dass kein geeigneter Ersatz gefunden werden konnte. Den Ärzteverband informierte die Stadt erst Ende August. Damals seinen «keine einleuchtenden Gründe für den Abbau» mitgeteilt worden.
In die Reorganisation des stadtärztlichen Dienstes wurde der Ärzteverband nicht miteinbezogen. Das ist für Zürimed «ein Affront», wie de Roche schreibt. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Ärzten könne nur funktionieren, wenn «die Ärzteschaft von der Stadtverwaltung als Partnerin wahrgenommen und ernst genommen wird». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 06.09.2011, 10:36 Uhr
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23 Kommentare
Stadtarzt ist ein alter Zopf. Leider gibt es wie bei allen alten Zöpfen immer Anhänger, die sich nach den alten Zeiten sehnen und zukunftsorientierte, effiziente Lösungen ablehenen. Ich kenne den Stadtarzt nur als Prediger für Grippeimpfung und Fernseharzt für Altersmedizin. In wichtigen Fällen hat er nichts unternommen, sondern eine andere Behörde. Das braucht es nicht. Antworten
Wozu soll die Stadt einen Arzt beschäftigen, bzw einen ärztlichen Dienst betreiben? Das ist ein alter Zopf, ein Relikt aus längst vergangener Zeit - heute hat es genug Ärzte und über die Grundversicherung sind seine Leistungen gedeckt. Den Stadtarzt braucht es schon lange nicht mehr, endlich hat es die Regierung gemerkt. Antworten

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