Afterwork-Bar statt fliegende Liegen

Der Bedclub La Suite en Folie ist Geschichte. Jetzt eröffnet am Turbinenplatz die Aubrey-Bar. Kaffee und Clubbing in edlem Ambiente wird es dort geben.

Oti Caushi, Martin Heyne und Artan Berisha vor dem Eingang des Aubreys. (Bild: Peter Lauth/TA)

Oti Caushi, Martin Heyne und Artan Berisha vor dem Eingang des Aubreys. (Bild: Peter Lauth/TA)

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Gerade mal ein Jahr existierte die Lounge mit den fliegenden Liegen hinter dem Schiffbau. Im Frühling groundete La Suite en Folie. «Aufwand und Ertrag standen in keinem vernünftigen Verhältnis», sagt der ehemalige Pächter Viktor Calabro, Geschäftsführer der Eventagentur La Folie Entertainment. «Vielleicht war Zürich einfach nicht reif für einen Bedclub.» In Genf, wo das Ausgehverhalten anders sei, wäre man mit dem Konzept erfolgreicher gewesen, ist Calabro überzeugt.

Er und seine Geschäftspartner wollten den Club unbedingt loswerden. Und sie fanden in Martin Heyne, Oti Caushi und Artan Berisha Interessenten, die für den Umbau der Räume in einen Gastrobetrieb und das Inventar eine Entschädigung zahlten. Caushi leitet im Kreis 5 bereits die Bar Aya. Heyne amtete die letzten beiden Jahre als Geschäftsführer im Acqua. Zuvor wirtete er 10 Jahre lang erfolgreich an der Höschgasse. Um den Handwechsel zu finanzieren, gründeten die drei Unternehmer im September die Bono Gastro AG. Martin Heyne sagt: «Wir suchten im Kreis 5 ein Lokal, La Folie hatte eins und wollte es loswerden. Es passte.»

Die Betten sind raus

Heynes Pläne mit dem Aubrey sind bodenständig, abgehoben wird an der Schiffbaustrasse 10 nicht mehr. «Die Betten sind schon raus», sagt er. Und auch sonst wird am 17. Oktober, wenn das Lokal mit einer grossen Sause für geladene Gäste eröffnet wird, nicht mehr viel an den ersten Bedclub der Schweiz erinnern. Wo früher alles in Weiss gehalten war, herrschen nun Beige- und Ockertöne vor. 24 Kronleuchter an der Decke sollen für eine gediegene Atmosphäre sorgen. Der helle Raum ist in zwei Hälften unterteilt.

An der Bar gibt es 30 Sitzplätze, im Restaurant 70. Auf der Terrasse sind nochmals 80 Sitzgelegenheiten mit Blick auf den Turbinenplatz geplant. Unter der Woche wird das Aubrey bereits ab 7 Uhr geöffnet sein. Dann sollen Geschäftsleute und Anwohner mit Kaffee und Gipfeli versorgt werden. Tagsüber werden kleine Happen zum Essen serviert: Pasta Tapas, Salate. Und nach Feierabend beginnt im Aubrey das Afterwork-Clubbing. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.10.2008, 13:11 Uhr

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