Zürich

«Aktenzeichen XY…ungelöst» sucht Tankstellenmörder von Seebach

Aktualisiert am 26.01.2009 5 Kommentare

Wie von Sinnen hat der Täter im Sommer 2008 auf die junge Angestellte eingestochen. Danach verliess er den Tankstellenshop – ohne etwas zu klauen. Die Polizei tappt im Dunkeln. Die Sendung «Aktenzeichen XY…ungelöst» will das ändern.

Die Betroffenheit im Quartier war gross: Vor der Tankstelle wurden Blumen für die Tote niedergelegt.

Die Betroffenheit im Quartier war gross: Vor der Tankstelle wurden Blumen für die Tote niedergelegt. (Bild: Thomas Burla)

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Belohnung

Für Hinweise, die Aufklärung der Tat und zur Festnahme des Täters führen, ist eine Belohnung von 20'000 Franken ausgesetzt.

Zuständig: Kantonspolizei Zürich, Telefon (0041) 44 247 22 11

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Es war Mitternacht am 21. August 2008, als die 28-jährige Tankstellenangestellte den Shop schliessen wollte. An der Türe wurde sie von einer unbekannten Täterschaft überfallen und mit mehreren Messerstichen getötet. Die Tatwaffe, ein 20,5 Zentimeter langes Küchenmesser, wurde 50 Meter vom Tatort gefunden. Im Laden wurde nichts gestohlen.

Trotz allen bisherigen Ermittlungen blieben Täter und Tatmotiv unbekannt. Die Kantonspolizei setzte vergeblich eine Belohnung von 20'000 Franken aus. Da der Schlüssel zur Tat möglicherweise in Deutschland liegt, hat man nun die Fahndungssendung «Aktenzeichen XY ...ungelöst» um Hilfe gebeten. Der bis ins kleinste Detail rekonstruierte Tathergang wurde am Mittwochabend in einem Beitrag ausgestrahlt. Nun hofft die Kantonspolizei auf entscheidende Hinweise.

Die 28-jährige gebürtige Türkin war in Deutschland aufgewachsen und Krankenschwester geworden. Seit mehreren Jahren lebte sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Schweiz. Sie half ihrem Mann in dessen Tankstellenshop an der Schaffhauserstrasse 459 in Seebach, einem Aussenquartier im Norden Zürichs.

Täterbeschreibung

Die Kapo Zürich vermutet, dass der Täter 18 bis 35 Jahre alt ist und etwa 1,70 bis 1,75 Meter gross. Er war dunkel gekleidet, mit dunkler Baseballkappe und Handschuhen. Vermutlich trug er helle Schuhe und ein helles Tuch als Maskierung.

Ermittlungsfragen

Da der Täter nicht nach Geld suchte, hält es die Kapo Zürich für denkbar, dass das Motiv für die Tat in Yasemine Yelocagis persönlichem Umfeld zu suchen ist. Wer kann Angaben dazu machen? Auch frühere Kontakte könnten für die Polizei wichtig sein.

Frage nach früheren Kontakten

Yasemine Yelocagi, geb. Basibüyük, war in Deutschland in der Nähe von Ulm aufgewachsen. Nach ihrer Schulzeit in Jettingen und Burgau hatte sie in Günzburg eine Ausbildung zur Krankenschwester absolviert. Später zog sie mit ihrer Familie nach Bad Kreuznach in der Nähe von Mainz, bevor sie 2003 heiratete und zu ihrem Mann in die Schweiz ging. Wer kannte sie und weiss etwas über Kontakte, die sie in Deutschland hatte? (bru)

Erstellt: 26.01.2009, 11:46 Uhr

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5 Kommentare

Urs Würgler

15.01.2009, 10:50 Uhr
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Finde es dem Opfer gegenüber respektlos, hier das Thema Parkbussen zu erwähnen. Wir leben zum Glück ohne flächendeckende Überwachung, was das Aufklären von Verbrechen im Einzelfall schwierig machen kann. Schuld hat nicht die Polizei, sondern einzig der Täter, der einen Menschen kaltblütig umgebracht hat. Antworten


Bruno Gualtieri

14.01.2009, 22:17 Uhr
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Hier hat man es wieder. Die Zürcher Polizei ist fähig, Parkbussen zu verteilen und 10 km zu schnell fahrende Automobilisten zu blitzen. Wenn es aber um Mordaufklärung geht, tappt sie auch nach 6 Monaten noch im Dunkeln, da sie zu wenig multikulturell ausgebildet ist und Tatmotive von ausländischen Tätern nicht abschätzen kann. Wie wäre es, mal in Richtung Ehrenmord usw. zu ermitteln? Antworten



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