Zürich

Alkoholverbot wird gelockert

Von Benno Gasser. Aktualisiert am 16.04.2009 2 Kommentare

Bei Risikofussballspielen dürfen Gaststätten rund um das Stadion Letzigrund wieder Bier mit über 2,4 Volumenprozent sowie harten Alkohol ausschenken. Dies hat der Statthalter beschlossen.

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Bei sogenannten Risikospielen durften rund 30 Gaststätten und Läden in Stadionnähe nur Leichtbier ausschenken und verkaufen. Die beiden davon betroffenen Restaurants Markthalle und Herdern haben gegen diese Verfügung des Kommissariats Polizeibewilligungen der Stadtpolizei Zürich beim Statthalteramt erfolgreich rekurriert. Statthalter Bruno Graf bestätigt eine entsprechende Mitteilung von Radio Zürisee. Für eine solche Massnahme fehle die rechtliche Grundlage, hält Graf in seinem Urteil fest. Die polizeiliche Generalklausel, auf die sich die Polizei beruft, genüge nicht. «Die gegenüber den Gastgewerbetrieben verfügten Auflagen bezüglich Alkoholausschank und -verkauf waren mithin keine unerlässliche Voraussetzung der öffentlichen Sicherheit (...)», schreibt Graf in seiner Verfügung.

«Wir bedauern den Entscheid, können aber damit leben», sagt Robert Soòs vom Polizeidepartement der Stadt Zürich. Die Alkoholreglung habe sich bewährt und geholfen, die Gewalt einzudämmen. Die Stadt werde den Entscheid aber akzeptieren und keinen Rekurs einlegen, weil die Erfolgschancen gering seien.

Einbussen wegen Einschränkungen

Die Wirte rund um das Letzigrund-Stadion sind erfreut über den Entscheid des Statthalteramts. Sein Betrieb habe an den Spieltagen wegen der Beschränkung rund 50 Prozent weniger Getränke verkauft, sagt Emanuel Fiegl vom Restaurant ZicZac. «Bei einem Spiel mit 10'000 Zuschauern haben wir etwa 9000 Franken Umsatz verloren.» Fiegl bezweifelt, ob der eingeschränkte Alkoholausschank geholfen habe, Gewalt zu verhindern. Es habe zwar weniger Auseinandersetzungen gegeben, dies führe er aber darauf zurück, dass die Polizei die Fangruppen strikt getrennt habe. Auch im Stadion selber wird eine Lockerung des Alkoholverbots bei Risikofussballspielen geprüft. Bisher war bei Spielen mit gewaltbereiten Fans auf den Ausschank von alkoholischen Getränken verzichtet worden.

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(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.04.2009, 20:53 Uhr

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2 Kommentare

Reto Lötscher

17.04.2009, 12:46 Uhr
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Immer geht es ums Geld! Auseinandersetzungen im und ums Stadion interessiert die Wirte überhaupt nicht. Für Schaden werden sie ja nicht zur Kasse gebeten. Es ist eine Binsenwahrheit, wenn alkoholisiert, dann steigt die Bereitschaft, dass Rivalitäten zwischen den Fangruppen eskalieren! Beispiele gibt es genug, nach jedem Spiel im Fussball und Eishockey, bei uns und im übrigen Europa. Antworten


Anton Zagar

17.04.2009, 15:54 Uhr
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Endlich ist diese unsinnige Regel aufgehoben. Da man sich nicht in unmittelbarer Umgebung versorgen konnte hat mans mitgenommen und zwar lieber zuviel als zuwenig. Man hat also im Endeffekt mehr getrunken und nicht weniger. und billiger ist es auch Prix-Garantie aus der Dose. Antworten



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