«Alle hacken immer auf den Taxis herum»
Interview: Christoph Landolt. Aktualisiert am 15.11.2010 26 Kommentare
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- Zürcher Taxis sind die teuersten der Welt
Der Weltvergleich
Kosten für eine Fahrt von 3 Kilometern, je nach Verkehrsdichte. Preise in US-Dollar. Quelle: Priceoftravel.com
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Herr Weidmann, nirgendwo auf der Welt ist Taxifahren teurer als in Zürich. Kann das sein?
Das stimmt doch hinten und vorne nicht. In Bern und Basel etwa gibt es keine festgeschriebenen Tarife mehr, und da ist das Taxi teilweise viel teurer. Alle gehen dort ans obere Limit.
Die Zürcher Taxifahrer sträuben sich gegen die Liberalisierung der Tarife. Um die Preise im Verbund mit der Stadt künstlich hoch zu halten?
Absolut nicht. Aber wir wollen keine Basar-Verhältnisse. Auch der Stadtrat will das nicht. Sonst fährt da dann einer für drei Franken und der andere für zwei Franken, und dafür wartet er sein Auto nicht richtig. Heute weiss der Kunde, wie viel es kostet, wenn er in das Taxi steigt. Für diesen Preis bekommt er einen Service. Wenn wir den nicht mehr bezahlen können, ist das schlecht.
Warum ist das Taxi hierzulande so teuer?
Sie glauben ja nicht, was wir hier alles bezahlen müssen! Zum Beispiel einen Fahrtenschreiber, wie die Lastwagenchauffeure. Die Gewerbepolizei kontrolliert damit, ob wir wie vorgeschrieben höchstens neun Stunden fahren. Dann bezahlen wir enorm viel für die Versicherung, etwa dreimal mehr als Sie für Ihr Privatauto. Und jedes Jahr müssen wir den Wagen vorführen, stellen Sie sich mal vor. Das alles gibt es in anderen Städten nicht. Im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten, die wir in dieser Stadt haben, sind Taxifahrten nicht zu teuer.
Oslo und Tokyo gelten auch nicht gerade als Tiefpreisinseln. Aber selbst dort ist das Taxi günstiger.
In anderen Städten sind auch die Hotels günstiger. Aber dort sagt niemand etwas, dafür hacken immer wieder alle auf den Taxis herum. Die Touristen stören sich am wenigsten am Preis. Die wollen von A nach B und bestellen dafür an der Reception ein Taxi. Und Rucksacktouristen, die das nicht vermögen, kommen eh mit dem Trambillet in der Hand.
Viele Chauffeure kurven mit Mercedes-Limousinen durch die Stadt, die nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Betrieb teuer sind. Das ist doch unnötiger Luxus.
Es gibt nun einmal eine Nachfrage nach solchen Fahrzeugen. Die Chauffeure bieten einen Limousinen-Service an und stellen die Taxitafel nur aufs Dach, wenn sie keinen Auftrag haben.
Die hohen Preise haben offenbar keinen positiven Einfluss auf die Qualität. Immer wieder kommt es zu Reklamationen.
Schwarze Schafe gibt es überall. Aber bei uns fallen die nicht aus dem Markt. Mehr als 200 der 1700 Zürcher Taxifahrer verdienen mit Fahren allein zu wenig und werden deshalb vom Sozialamt unterstützt. Es gibt deshalb viel zu wenig Fahrten für viel zu viele Fahrer. Sie sehen das auch an den Autos, die nicht gut gewartet werden. Jeden Monat stoppt die Polizei Taxis und nimmt ihnen gleich die Nummer ab.
Wie hoch müssten die Taxitarife nach Meinung der Fahrer sein?
Im Verhältnis zu den Kosten, die wir hier haben, sind die Tarife richtig berechnet, davon bin ich überzeugt. Es geht doch darum, dass die Leute, die hier wohnen, sich das Taxi leisten können. Und das können sie. Wir verdienen derzeit mit all den Baustellen gutes Geld. Wenn ein Geschäftsmann vom Hyatt an den Flughafen will, kostet das wegen der Schliessung der Hardbrücke 100 Franken. Der zuckt nicht mal mit der Wimper. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.11.2010, 14:42 Uhr
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Viele meiner/der Zentrale Kunden machen die Überlegung: a) ein Auto anmelden kostet in der Schweiz ein Vermögen b) ein Auto über längere Zeit legal zu parkieren ist in der Stadt faktisch nicht möglich c) ein Parksünder wird strenger verfolgt als ein Sexualstraftäter! d) man darf auch ein Cüpli / Bierchen zuviel trinken! e)Tiefgaragenplatz ist horrend teuer! Taxi: besser und billiger als deren Ruf! Antworten



