Alte Navigationssysteme lotsen Brummis durch die Stadt
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 30.06.2009
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Beschilderung ausgewechselt
Aufgrund zahlreicher Reklamationen hat das Bundesamt für Strassen (ASTRA) die Beschilderung auf der Zürcher Westumfahrung geändert. Inwiefern die Beschilderungsänderung einen Einfluss auf den Verkehrsfluss habe, könne jedoch nicht beziffert werden, sagte Anselm Schwyn vom Zürcher Amt für Verkehr am Dienstag auf Anfrage.
Tagesschwankungen im Verkehr aufgrund von Ferien würde man viel stärker spüren, da ein Grossteil der Verkehrsteilnehmer aus der Region und nicht aus dem Ausland stamme. Auf den Wegweisern war zur Eröffnung des Westumfahrung zunächst lediglich das Fernziel Basel angegeben.
Verschiedentlich wurde deshalb der Vorwurf laut, Verkehrsteilnehmer mit geringen Kenntnissen der Schweizer Geografie seien versucht, in Richtung Ostschweiz oder Mittelland weiterhin durch die Stadt Zürich zu fahren. Das ASTRA entschied daraufhin, die Fernziele Bern und St. Gallen auf den Schildern ebenfalls aufzuführen. Um die Verkehrteilnehmer nicht zu stark von der Strasse abzulenken, wurde zudem der Schriftzug Flughafen durch das internationale Flughafen-Piktogramm - einem Flugzeug - ersetzt.
Entgegen den vom ASTRA Anfang Juni kommunizierten Plänen, die Bezeichnungen Westring-Zürich und Nordring-Zürich aus selbigem Grund zu entfernen, sind diese Bezeichnungen auf Wunsch der Kantonspolizei Zürich beibehalten worden. Wie es hiess, weil diese Begriffe bei Verkehrsmeldungen im Radio häufige Verwendung finden. (sda)
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Obwohl die meisten Fernfahrer die Stadt Zürich gerne meiden würden, wählen viele Lastwagen- und Autolenker den alten Weg über die West- oder Seebahnstrasse. Grund sind Karten, welche nicht die aktuellen Verhältnisse, sondern die Situation vor der Eröffnung der Westumfahrung darstellen.
Während bei den grossen Routenplaner im Internet wie Map 24 oder Via Michelin die schnellsten Wege um Zürich herum automatisch und kostenlos angezeigt werden, sind viele Navigationsgeräte nicht auf dem neusten Stand. Denn aktuelles Kartenmaterial kostet viel Geld.
Westumfahrung existiert online nicht
So schlagen Standart-Updates der weit verbreiteten Tomtom-Modelle mit fast hundert Franken zu Buche. Einzig Neugeräte können während einem Monat ab Kauf ohne Aufpreis aktualisiert werden, wie Mediensprecherin Sarah Schweiger auf Anfrage sagt. Die Westumfahrung sei jedenfalls seit mehreren Wochen in den neusten Karten berücksichtigt.
Anders auf der Tomtom-Webseite. Dort gibt der Routenplaner nach wie vor die Westtangente durch die Stadt Zürich an. «Das werden wir ändern», sagt Schweiger.
Dem Bund sind die Hände gebunden
Über die veralteten Navigationsgeräte klagen nicht nur die lärmgeplagten Anwohner der ehemaligen Westtangente, denen die Lastwagen noch immer an den Häusern vorbeifahren (siehe Link). Auch das Bundesamt für Strassen (Astra) ärgert sich über die lückenhafte Aktualisierung. «Wir setzen alles daran, die Informationen frühzeitig weiterzugeben», sagt Astra-Sprecherin Karin Ammann. Doch auf Art und Weise der Verwendung habe der Bund keinen Einfluss. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 30.06.2009, 15:40 Uhr



