Alte Weihnachtsbeleuchtung verkauft

Nur vier Jahre lang hingen die 275 kühlen LED-Röhren jeweils an Weihnachten in der Zürcher Bahnhofstrasse. Als Ganzes wollte die Beleuchtung niemand übernehmen. Dennoch hat sie nun Käufer gefunden.

Der grösste Teil der LED-Röhren ging an eine Immobilienfirma: 
«The World's Largest Timepiece» 2005 in der Zürcher Bahnhofstrasse.

Der grösste Teil der LED-Röhren ging an eine Immobilienfirma: «The World's Largest Timepiece» 2005 in der Zürcher Bahnhofstrasse. Bild: Reuters

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Einzelteile der umstrittenen Zürcher Weihnachtsbeleuchtung «The World's Largest Timepiece» haben neue Besitzer. Sämtliche der 275 LED-Röhren konnten verkauft werden. Über 200 hat eine Immobilienfirma übernommen, 28 gingen an Privatpersonen, einige ans Elektrizitätswerk der Stadt Zürich.

«The World's Largest Timepiece» hing von 2005 bis 2009 über der Zürcher Bahnhofstrasse. Es hatte 2,5 Millionen Franken gekostet. Beim Publikum hatte das «Timepiece»-Lichtspiel aus sieben Meter langen und 30 Kilogramm schweren Röhren unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Eine Mehrheit sehnte sich nach etwas Traditionellerem.

Käufer gefunden

Die Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse, welche die Beleuchtung bezahlt, kam dem Wunsch nach. 2010 wurde der konventionelle Sternenhimmel «Lucy» installiert.

Seither suchte die Vereinigung Käufer für die «Timepiece»-Stäbe. Nun wurden sie gefunden, wie Markus Hünig, Präsident der Vereinigung, verschiedene Medienberichte bestätigte.

«28 Stäbe wurden zum Preis von 1000 Franken verkauft», sagte Hünig gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Besitzer hätten sich auch noch die Programmierung für das Lichtmuster wünschen können.

Eine Schweizer Immobilienfirma hat den Grossteil der Röhren übernommen. Über den Preis und den Namen der Firma wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen gedenkt, die Reste der ehemaligen Weihnachtsbeleuchtung in ihre Bauprojekte zu integrieren, etwa als «Kunst am Bau».

Anfänglich versuchte die Vereinigung noch, die gesamte Beleuchtung für 1,2 Millionen Franken zu verkaufen. Als das nicht klappte, wurden die Röhren einzeln angeboten. Insgesamt hat laut Hünig bei der Verwertungsaktion noch ein kleiner Gewinn herausgeschaut. (mw/sda)

(Erstellt: 14.11.2012, 23:04 Uhr)

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