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Am Zürichberg gibts leere Wohnungen

Der Wohnungsmarkt hat sich leicht entspannt – aber nur für Reiche. Am 1. Juni standen 136 Wohnungen leer, 27 mehr als im Vorjahr.

In Zürich sind die Wohnungen knapp — nicht so am Zürichberg.

In Zürich sind die Wohnungen knapp — nicht so am Zürichberg.

Bei so einem Angebot macht Wohnungssuche Freude: «Erstklassige Wohnung mit fantastischer Aussicht», «erstklassige Attikawohnung am sonnigen und begehrten Zürichberg», «traumhafte, exklusive, edle Wohnung» oder «eine der schönsten Lagen über der Stadt». Homegate.ch oder Home.ch haben noch mehrere solcher Köstlichkeiten im Angebot. Wobei auch schon der Nachteil angetönt ist: die Kosten.

Die «Perle hoch über der Stadt» an der Germaniastrasse kostet im Monat 10'800 Franken – für 5½ Zimmer. 2½ Zimmer am Fritz-Fleiner-Weg sind für 4190 Franken zu haben, 3½ Zimmer an der Susenbergstrasse für 5175 Franken, 6½ Zimmer an der Hadlaubstrasse für 9300 Franken. Mit entsprechendem Einkommen hat man zurzeit auf der Südwestseite des Zürichbergs eine Auswahl so schön wie die Aussicht, während auf der anderen Seite in Schwamendingen fast nichts zu haben ist. 35 Wohnungen standen im Kreis 7 am 1. Juni laut Mitteilung von Statistik Stadt Zürich leer, im Kreis 12 nur gerade 3. Auch der Kreis 11 ist knapp bei freien Wohnungen: Seebach 11, Oerlikon 9 und Affoltern 5.

1000 Franken pro Zimmer

Mit 136 leeren Wohnungen und einer Lehrwohnungsziffer von 0,07 nähert sich Zürich wieder dem Mittel der letzten zehn Jahre. Vor einem Jahr gab es 109, vor zwei Jahren nur 57 leere Wohnungen. «Die Anzahl unvermieteter Wohnungen erhöhte sich ausschliesslich im Hochpreissegment, das heisst bei Wohnungen, die pro Zimmer und Monat mehr als 1000 Franken kosten. Bei den erschwinglicheren Wohnungen veränderte sich die Marktlage kaum», schreibt Statistik Stadt Zürich. Ursache dürfte die Finanzkrise sein: Es gibt weniger Leute, die 6000 Franken oder mehr für eine Wohnung zahlen können – oder wollen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 31.07.2010, 11:24 Uhr

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6 Kommentare

Paul Mettler

10.10.2011, 21:24 Uhr
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Ja so läuft doch das Piramiden-System: Es wird N U R noch für die Spitze produziert, weil es da oben mit wenig Aufwand so schön einschenkt. Selbst noch wenn es eine Weile dauert bis es ins Trockene kommt. Aber das mit den Brosamen bleibt eine Lüge. Weil die Steuerabgaben für die Spitze immer kleiner werden. Antworten


rolf emberg

07.04.2011, 07:18 Uhr
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Man hätte vor 5 Jahren für "grenzenlose Zuwanderungen" NICHT zusteimmen düfen Welche Parteien haben dafür gestimmt SP, Grüne CVP FDP Man hätte solche Folgen schon vor 5 Jahren berechnen können. Die Parteien wollen eigentlich nicht das Wohl des Volkes sie wolen nur ihren Sitz und die damit verbundene Macht. Die Schweiz verkommt langsam in dieser Misere. Antworten


Paul Thürig

02.08.2010, 20:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Fast schon zynisch zu behaupten am Züriberg gebe es noch Wohnungen zu mieten,wenn man weiss,dass dies leider für den Durchschnitts-ZürcherIN rein finanziell gar nicht verkraftbar ist! Antworten


Urs Huggentobler

02.08.2010, 06:29 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wo das noch hinführen soll, weiss niemand. Wenn man die Regeln für Hypotheken nimmt, dann soll das Wohnen maximal 1/3 des Einkommens ausmachen. Wenn nun 5- oder 6-Zimmer-Wohnungen CHF 10'000 kosten, muss ich also mindestens CHF 30'000 pro Monat verdienen. Wer verdient schon so viel? Bei CHF 6'000 sind das noch 18'000. Selbst Kadermitarbeiter verdienen in der Regel bei Weitem nicht so viel. Antworten


Bruno Bloch

01.08.2010, 10:49 Uhr
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Schaffhausen ist eine attraktive und preislich sehr interessante Alternative. Antworten


reto baumann

31.07.2010, 22:59 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Leere erschwingliche Wohnungen gibt es keine, dafür stehen aber zig tausend km2 Büro- und Gewerberäume leer. Es wäre interessant zu wissen, wie unsere Stadtplaner und verantwortlichen Beamten und Politiker zu dieser fehlgeleiteten Politik Stellung nehmen. Antworten



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