Am Zürichberg gibts leere Wohnungen
Von Jürg Rohrer. Aktualisiert am 31.07.2010 6 Kommentare
Bei so einem Angebot macht Wohnungssuche Freude: «Erstklassige Wohnung mit fantastischer Aussicht», «erstklassige Attikawohnung am sonnigen und begehrten Zürichberg», «traumhafte, exklusive, edle Wohnung» oder «eine der schönsten Lagen über der Stadt». Homegate.ch oder Home.ch haben noch mehrere solcher Köstlichkeiten im Angebot. Wobei auch schon der Nachteil angetönt ist: die Kosten.
Die «Perle hoch über der Stadt» an der Germaniastrasse kostet im Monat 10'800 Franken – für 5½ Zimmer. 2½ Zimmer am Fritz-Fleiner-Weg sind für 4190 Franken zu haben, 3½ Zimmer an der Susenbergstrasse für 5175 Franken, 6½ Zimmer an der Hadlaubstrasse für 9300 Franken. Mit entsprechendem Einkommen hat man zurzeit auf der Südwestseite des Zürichbergs eine Auswahl so schön wie die Aussicht, während auf der anderen Seite in Schwamendingen fast nichts zu haben ist. 35 Wohnungen standen im Kreis 7 am 1. Juni laut Mitteilung von Statistik Stadt Zürich leer, im Kreis 12 nur gerade 3. Auch der Kreis 11 ist knapp bei freien Wohnungen: Seebach 11, Oerlikon 9 und Affoltern 5.
1000 Franken pro Zimmer
Mit 136 leeren Wohnungen und einer Lehrwohnungsziffer von 0,07 nähert sich Zürich wieder dem Mittel der letzten zehn Jahre. Vor einem Jahr gab es 109, vor zwei Jahren nur 57 leere Wohnungen. «Die Anzahl unvermieteter Wohnungen erhöhte sich ausschliesslich im Hochpreissegment, das heisst bei Wohnungen, die pro Zimmer und Monat mehr als 1000 Franken kosten. Bei den erschwinglicheren Wohnungen veränderte sich die Marktlage kaum», schreibt Statistik Stadt Zürich. Ursache dürfte die Finanzkrise sein: Es gibt weniger Leute, die 6000 Franken oder mehr für eine Wohnung zahlen können – oder wollen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 31.07.2010, 11:24 Uhr
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6 Kommentare
Leere erschwingliche Wohnungen gibt es keine, dafür stehen aber zig tausend km2 Büro- und Gewerberäume leer. Es wäre interessant zu wissen, wie unsere Stadtplaner und verantwortlichen Beamten und Politiker zu dieser fehlgeleiteten Politik Stellung nehmen. Antworten


































