Zürich

Attacke an der Neptunstrasse: Täter geständig

Von Stefan Hohler. Aktualisiert am 22.12.2011 3 Kommentare

Das Opfer einer Schlägerei unter Randständigen in Hottingen ist nach über einem Monat immer noch nicht einvernahmefähig.

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Der schwer verletzte Mann konnte bisher nicht einvernommen werden, wie der zuständige Staatsanwalt Rolf von Allmen sagt. Er hatte eine Hirnblutung erlitten und befindet sich derzeit in der Rehabilitation. Weshalb es zum Streit unter den Männern gekommen war, konnte von Allmen nicht sagen. Die beiden 23-jährigen Schweizer Secondos hätten Notwehr geltend gemacht. Laut der Augenzeugin rannte das spätere Opfer auf den Merkurplatz, verfolgt von den zwei 23-Jährigen.

Beide Parteien baten die Frau, die Polizei anzurufen. Noch während sie telefonierte, fingen die beiden jungen Männer an, auf den 43-Jährigen einzuprügeln. Die Beschuldigten wohnten nicht an der Neptunstrasse. Das Opfer dagegen war Mieter im Haus.

Falsche Verdächtigte verhaftet

Laut von Allmen konnte man die beiden Männer mithilfe von DNA-Spuren überführen. Das bedeutet, dass sie bereits wegen anderer Delikte in der DNA-Datenbank gespeichert sind. Sie sind geständig und sitzen in Untersuchungshaft. Das Verfahren läuft unter dem Titel versuchte Tötung.

Zuvor hatte die Polizei zwei falsche Verdächtigte verhaftet. Der Grund: Einer von ihnen war ebenfalls Mieter im Begleiteten Wohnen und hielt sich zum Zeitpunkt der Tat dort auf. Sie hätten mit dem Fall aber nichts zu tun gehabt, sagt von Allmen.

Gegenstände auf Täter geworfen

Im Haus weiss man, warum es zur Schlägerei kam. Laut einem Nachbarn des Opfers wollten die beiden Männer einen Bewohner im Haus besuchen. Dieser war aber nicht anwesend. Das spätere Opfer, das im dritten Stock wohnte, habe offenbar Gegenstände auf die Männer auf der Strasse geworfen. Der 43-Jährige soll psychisch angeschlagen sein. Die beiden Männer klingelten darauf beim Nachbarn und gelangten so ins Haus.

Dieser hatte gemeint, ein Kollege würde läuten und öffnete per Türöffner die verriegelte Haustür. Die beiden stürmten zum Zimmer des 43-jährigen Schweizers. Es kam zu einem verbalen Disput zwischen den dreien. Dabei, so der Nachbar, sei es aber nicht zu Gewalttätigkeiten gekommen und das Ganze habe nur ein, zwei Minuten gedauert. Der Streit verlagerte sich in der Folge auf die Strasse, wo es zur verhängnisvollen Attacke kam.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.12.2011, 07:39 Uhr

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3 Kommentare

Ulrich Baumberger

22.12.2011, 09:41 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Surprise surprise: bei den beiden Schlägern, die - streng nach Drehbuch - aufgrund einer offenbar kleinen Provokation ihr Opfer fast totprügeln, handelt es sich natürlich wieder mal um Secondos. Sorry, das soll nun wirklich nicht ausländerfeindlich sein, aber wenn man so eine Meldung liest, handelt es sich einfach praktisch IMMER um Ausländer bzw. Secondos. Bedenklich? Antworten


Andy Egger

29.04.2012, 17:24 Uhr
Melden

@ Frau Johanson: Secondos sind Gäste und so sollten sie sich auch verhalten. Ihr Name lässt auf das selbige schließen und deshalb schlage ich ihnen vor anstatt die Schweiz und ihre Medien zu kritisieren ihren Beitrag zu einem besseren Bild der Secondos zu leisten. Antworten



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