Zürich

Ausschreitungen an der Uni Zürich gegen Nato-Generalsekretär

Aktualisiert am 23.11.2012

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen trat am Donnerstagabend in der Uni Zürich ans Rednerpult. Ein Demonstrantenzug zerstörte vor dem Anlass Scheiben und zündete Petarden.

1/9 Der Generalsekretär der North Atlantic Treaty Organization (Nato), Anders Fogh Rasmussen, trat am Donnerstagabend an der Uni Zürich ans Rednerpult.
Bild: Johannes Dietschi, newspictures

   

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Am Donnerstagabend demonstrierten Autonome in Zürich gegen den Auftritt von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Er trat an der Universität Zürich als Redner der Special Churchill Lecture auf. Mehr als 50 teilweise vermummte Personen marschierten vor der Hochschule auf. Laut der Pendlerzeitung «20 Minuten» zündeten sie Petarden und zertrümmerten eine Fensterscheibe beim Eingang der Uni-Kantine, wo vor dem Anlass ein Umtrunk stattfand.

Vor den Ausschreitungen hatten die Demonstranten, die Uni durch den Haupteingang betreten und durch den Hintereingang verlassen. Zur Protestkundgebung aufgerufen hatte die Organisation Uni von Unten. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot ausgerückt, hielt sich aber im Hintergrund. Bereits vor drei Tagen hatten Unbekannte das Hauptgebäude der Zürcher Universität verschmiert und dabei einen Sachschaden von mehr als 10'000 Franken angerichtet.

Treffen mit zwei Bundesräten

Rasmussen hatte vor seinem Auftritt an der Uni Zürich in Kehrsatz bei Bern den VBS-Chef Ueli Maurer (SVP) und den Aussenminister Didier Burkhalter (FDP) getroffen. Thema dieses Arbeitsbesuchs war unter anderem die Zusammenarbeit der Nato mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Vorsitz die Schweiz 2014 innehaben wird.

Die Schweiz ist zwar kein Mitglied der Nato. Seit 1996 nimmt sie aber an der Partnerschaft für den Frieden teil, einem Instrument für die Zusammenarbeit zwischen der Nato und ihren Partnerstaaten.

(pia)

Erstellt: 23.11.2012, 08:27 Uhr

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