Bastien Girod zum nervigsten Zürcher gewählt
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 08.12.2008 71 Kommentare
«Er ist ein totaler Vorzeigeschwiegersohn. Damit können Rockstar-Leute wenig anfangen»: Der Grüne Nationalrat Bastien Girod.
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Wie jedes Jahr vergibt das Szene-Magazin «Rockstar» auch heuer den traditionellen «Fuck you, you fuckin’ fuck award» – kurz FYYFFA. «Die Auszeichnung bekommen all jene, die im vergangenen Jahr besonders oft durch die Medien geschleift wurden und dabei am meisten genervt haben», erklärt Rockstar-Chefredaktor Michael Rechsteiner.
In der November Ausgabe des «Rockstars» wurden die 12 Nominierten für den diesjährigen Award von der Redaktion des Magazins aufgelistet. Die Leser konnten daraufhin ihre Stimme per SMS abgeben. Klarer Sieger im diesjährigen Voting, an dem rund 1000 Personen teilgenommen haben: der Grüne Nationalrat Bastien Girod.
«Girod sieht immer gesund aus und strahlt dauernd»
Ausgerechnet jener Zürcher also, der sich gegen Offroader und für den Schutz von landwirtschaftlichen Zonen einsetzt. Haben die Rockstarleser etwas gegen Umweltschutz? «Nein, nein. Umweltschutz ist natürlich eine gute Sache. Aber die Umweltschützer selbst gehen auf den Geist, weil sie einem immer ein schlechtes Gewissen machen», meint Rechsteiner.
Er sieht die Gründe für Girods Wahl zum Sieger des diesjährigen FYYFFA-Awards woanders: «Er ist ein totaler Vorzeigeschwiegersohn, sieht immer gesund aus und strahlt dauernd. Damit können Rockstar-Leute wenig anfangen.»
Hirschmann outete sich als Memme
Auch mit Wahrsagern und Clubbesitzern können die Rochstar-Leser offenbar wenig anfangen: Auf Platz Zwei des Ratings positionierten sie den Hellseher Mike Shiva, Platz Drei geht an den Saint Germain-Betreiber Carl Hirschmann. «Hirschmann ist bei unseren Lesern nicht so populär, weil er eine männliche Paris Hilton ist», meint Rechsteiner, «ausserdem hat er sich in der SF-Sendung 'Der Match' als totale Memme geoutet: Er mochte nie rennen, weil sein Fuss schmerzte. Aber die Nächte durchtanzen, das ist offenbar möglich.»
Bastien Girod selbst wollte auf Anfrage zur FYYFFA-Verleihung keine Stellung nehmen. Auch bei den Machern des Rockstars hat er sich noch nicht gemeldet. «Wir haben ihm vergangene Woche in einem eingeschriebenen Brief mitgeteilt, dass er den Pokal gewonnen hat und dass er ihn an unserer Weihnachtsfeier am 16. Dezember im Mascotte abholen kann. Ob er das tun wird, wissen wir bis heute noch nicht.» Die Rockstar-Redaktion versucht es daher mit sanftem Druck: Sollte Girod den Award nicht persönlich entgegen nehmen, drohen sie damit, einen Gummibaum zu töten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.12.2008, 14:58 Uhr
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71 Kommentare
Oh, Schreck! Ich lebe in einem Land von Schwerstsüchtigen und ihre Droge heisst Automobil! Macht einen Entzug, dann fühlt ihr euch auch nicht mit Kastration bedroht von einer kleinen Einschränkung des MIV. Als Erstes kommt das Eingeständnis: " Ich heisse ... und bin Autofahrer!" Antworten
Ja ist er denn jetzt ein Zürcher oder nicht.... Spielt's 'ne Rolle Leute? Eure Stadt wird eh mit internationalen und nationalen Talenten gespeist. Sonst wäre ZürICH einfach the big little city.? weiter machen ZürICH- gnüüse und Cüpli suuufe... Dann kommt wie immer alles von alleine. Antworten
Dieses "Rockstar"-Magazin und dieser Fuck-(uups Entschuldigung)Preis ist mir gänzlich unbekannt. Hingegen von Bastien Girod habe ich schon oftmals gehört und wahrscheinlich kennen ihn ja alle. Die Neider sind also die so ganz unbekannten Rockstars, die sich so bekannt machen wollen. Lamentabel so was! Antworten
Bastian nervt als Mensch mehr als mit seinen Vorstössen. Es ist wahrscheinlich seine Besserwisser Art die viele Leute angurkt. Aber ich muss ihm zugute halten, dass er es sicher auch nicht schlecht mit uns meint. Nur hat der Jüngling etwas noch nicht begriffen. Wir brauchen keine Diktate, weder von Grün noch von Links. Es sollte reichen, dass wir für sie die Schrauben (Geld) locker machen. Antworten
Voll daneben. Girod ist der einzige Lichtblick in der Politik. Warum die ihm diesen Negativ-Preis verliehen haben? Weil die Macher dieses Magazins mit ihren (was anzunehmen ist) süffigen Luxuswagen in der Garage ein schlechtes Gewissen haben. Im Prinzip sagt der Preis nur eins: Wir Magazin-Macher sind schuldig. Girod hat Durchblick und Mumm, darum verleihe ich ihm den Preis Schweizer des Jahres! Antworten
Bastien Girod ist einer der wenigen Politiker, die meine Anliegen vertreten: Diejenigen von jungen, aufgeklärten Stadtbewohnern welche sich von der "My Car is my Castle"-Gilde nicht mehr auf die Füsse fahren lassen will. Komm Bas, zeig Stärke und Humor und hol die Trophäe ab! Es hat noch niemand etwas bewegt, ohne vielen anderen gehörig auf die Nerven zu gehen! Antworten
Er mag ja seine Berechtigung haben. Jung, ungestüm, provokativ! Seine Ideale sind nicht in Frage zu stellen. Sind wir aber mal ganz ehrlich, die Rockstar-Leser sprechen mir auch als alter Grün-Sympathisant aus dem Herzen: Nerven tut der Junge ganz gewaltig! Als Girod würd ich mich darüber aber nicht ärgern: Nur keine Presse ist schlechte Presse! Medienwirksam den Pokal abholen und gut ist! Antworten
ja der bastien.. ein lustiges kerlchen, der für die umwelt soviel wert ist wie ein hometrainer im keller für die gute figur. nicht lustig ist leider, das sein idiologisches gedankengut nicht biologisch abbaubar ist. also mich nervt der mensch nicht, ich finde ihn sympathisch, nur seine mission nervt :-) Antworten
Lächerliche Meldung! Bei tausend Stimmen überhaupt einen Award zu verteilen... da reichen natürlich ein paar unerschrockene SUV-Fahrer, die Angst um Ihr liebstes Spielzeug haben. Vielleicht hilft es dem Heft die Auflage zu steigern, immerhin gibts Presse... Antworten
Nerven, naja, er ist einfach etwas schitzo. Zum einen fährt er oft ins Wallis oder nach Bern, macht unsäglich viel km. Wenn andere dann 1 km zurückliegen, pöbelt er diese an. Schade diese Intoleranz. Lasst die Mensche frei sein, sich frei bewegen, dass das ganze einst ohne Benzin geht es so oder so klar. Antworten
Ein "Zürcher"?? Girod ist ein Dahergelaufener, als "Waschechter" kann ich mich nicht entsinnen, dass man so einen Dialekt irgendwo bei uns spricht...! Leider gibt es vie zuviele Politiker die sich für Zürich ins Zeug werfen, Genner, Stappi, und der Walliser Schulmeister Lauber, so wie es sich anhört, ist Frau Mauch SP lerin auch ein AG-Import. Schön, dass alle anderen für uns denken!!! Antworten
Die Rangliste ist gut, das sind wirklich Nervensägen. Allerdings stört mich, dass Herr Girod immer als Zürcher bezeichnet wird, was er ja offensichtlich nicht ist oder gibt es eine neue Zürcher Region wo so ein Dialekt gesprochen wird? Ja, er ist Vertreter jener Zürcher die ihn mal gewählt haben, allerdings fühl ich mich durch ihn nicht besonders gut vertreten, viel Wirbel wenig Wirkung. Antworten
Herr Girot sollte doch einfach Brasilien und Malaysia dazubewegen endlich mit dem abholzen des Regenwaldes aufzuhören, aber es ist eben einfacher hier in der Schweiz auf den SUV Fahrern rumzuhacken, als in diesen Ländern vorstellig zu werden. Das würde der ganzen Welt unendlich mehr nützen, als das wir Schweizer nicht mehr SUV´s fahren dürfrten. Antworten
All die Kommentare hier nerven. Wenn sich jemand wirklich einsetzt und engagiert, sollte man ihm dafür danken. Herr Girod hat es wiederholt geschafft, dass man über wichtige Themen spricht. Die Natur kann sich nicht selber wehren, sie braucht Anwälte! Und diesen Job macht Herr Girod bestens. Neben Doktorarbeit und Parlament noch so viel Zeit für die Umwelt einzusetzen, das verdient grosses Lob! Antworten
Bei aller Vernunft, aber diesen Preis hat er wirklich mehr als verdient. Andere brauchen starke Drogen um als so "abgehoben" wahrgenommen zu werden. Er ist allerdings noch jung. Vielleicht schafft er es ja doch noch etwas mehr Bewusstsein für die Realität zu entwickeln. Ob er vielleicht dann gar etwas die Farbe wechselt? Antworten
Der Bastl nervt manchmal. Aber das tut auch mein Arbeitskollege... Mehr aber nervt mich das RockStar-Heftli, denn mehr als doofe Polls auf Teenager-Niveau haben die Macher bis jetzt leider noch nicht hervorgebracht. Und ich sehe schwarz, dass sich das irgendwann ändert. Kann mir jemand erklären, warum es das RockStar eigentlich noch gibt? Antworten
es ist bescheuert, dass ausgerechnet so ein nerviges heftchen (und hier spricht einer, der musikalisch eigentlich zu deren zielgruppe gehört..) eine solche auszeichnung vergibt. aber dann wiederum sind die vom "rockstar" natürlich experten in sachen "nerven". die wissen wie es geht. der girod kanns schon mal nerven. aber der nervt mich wenigstens auf mehr oder weniger intelligente, sinnvolle weise Antworten
Meine Stimme hätte ganz klar dem anonymen, uneinsichtigen SUV-Fahrer gehört. Denn es ist diese Spezies Mensch (?), die in meinen Augen die Lebensqualität in der Stadt Zürich über Gebühr senkt. Dass Girod den Preis erhält, geht für mich unter die Rubrik "Man schlägt den Boten - und meint die Botschaft". PS: Gesund auszusehen, das ist aber auch wirklich eine Zumutung, was? Antworten
Rockstar? Bis vor fünf Minuten wusst ich nicht mal dass es das gibt... 1000 Teilnehmer? Nicht gerade repräsentativ! Ich bin sehr zufrieden mit Bastien Girod! Offroader gehören in die Berge oder die Wüste, aber bestimmt nicht auf die Zürcher Bahnhofstrasse! Antworten
Ich bin positiv überrascht von "Rockstar". Hätte nicht gedacht, dass sie so nah am Puls sind und mit dem Award das sagen, was viele Leute denken. Ob Herr Girod allerdings etwas daraus lernt, bezweifle ich. Zur Krönung schlage ich Rockstar vor, dass sie für die Uebergabe nun Ueli Giezendanner engagieren. Der übergibt den Award schon mit dem zutreffenden Kommentar! Antworten
Ein seichtes Gratisblatt will sich mit einem Furzaward – der wievielte in dieser awardisierten Welt? – ins Gespräch bringen. Früher hatte Rockstar wenigstens noch die ein oder andere brauchbare Kritik drin. Die sollten mal bei sich anfangen und nicht mit ihrer bescheidenen Leserschaft (gerade mal 1000 Voter!) einem grünen Nationalrat zu noch mehr unnötiger Publicity verhelfen. Antworten
Absolut verdienter Award! Der junge Mann bewegt zwar was, aber bitte Sinnvollere Vorlagen. Nur schon das Aufstellen von PET Recycling boxen neben jedem Mülleimer wäre sinnvoller da die Pet Flasche sonst entweder im See oder im normalen Abfall landet. Nur mal so eine Anregung was sinnvoller wäre als die Leute in ihrer Freiheit einzuschränken. Antworten





Daniel Kaufmann
"ja, diesen award hat der verdient... echt ! 100% einverstanden! " Dem kann ich nur zustimmen! Antworten