Baustellen in Zürich: Auch Tramfahrer ärgern sich

Gedränge, lange Wartezeiten und schlechte Verbindungen. Der tägliche Weg zur Arbeit von der Weinbergstrasse in die Innenstadt verdirbt manchem Tramfahrer die Laune.

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Nicht nur Autofahrer, auch VBZ-Nutzer leiden unter der Baustellenflut in der Stadt Zürich. Zwischen Schaffhauserplatz und Central fährt zurzeit nur eine Tramlinie (11) statt der gewohnten zwei. Dadurch entstehen für die Passagiere längere Wartezeiten. Im Morgenverkehr sind die Trams oft überfüllt: «Früher kämpfte ich um einen Sitzplatz, jetzt muss ich froh sein, einen Stehplatz zu ergattern», beklagt sich ein routinierter Morgenpendler.

Auch die schlechteren Verbindungen sorgen für Unmut. Da die Linie 11 zur Entlastung der Quaibrücke am Schaffhauserplatz über Weinbergstrasse- Central-Limmatquai umgeleitet, und die Linie 7 die Weinbergstrasse nicht mehr bedient, gibt es keine Direktverbindung mehr an die Bahnhofstrasse. Eine junge Verkäuferin, die an der Haltestelle Röslistrasse einsteigt und an der Bahnhofstrasse arbeitet, ist gar nicht erfreut: «Ich muss eine halbe Stunde früher aufstehen, um pünktlich am Arbeitsplatz zu erscheinen.» Noch schwieriger gestaltet sich der Weg zur Arbeit ab dem 6. September. Dann wird die Weinbergstrasse für den Trambetrieb gänzlich gesperrt und teilweise durch Shuttle-Busse ersetzt.

VBZ zeigen Verständnis

Bei den VBZ bedauert man, den gewohnten Komfort nicht bieten zu können: «Die Gleise stammen aus dem Jahr 1967 und müssen dringend ausgewechselt werden. Gleichzeitig werden die beiden Haltestellen Haldenegg und Sonneggstrasse behindertengerecht umgebaut», erklärt Christian Böckmann, zuständig für die Qualitätssicherung im Betrieb. Dass die Tramlinie 15 gänzlich gestrichen wurde, liegt daran, dass man am Limmatquai einen Tramstau verhindern will.

Die Baustelle Weinbergstrasse hat aber auch positive Auswirkungen. Eine Schülerin nimmt das morgendliche Gedränge sportlich und legt neuerdings ihren Schulweg von der Ottikerstrasse zum Schaffhauserplatz zu Fuss zurück. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.08.2008, 12:09 Uhr

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