Begehrtes Wohnquartier bekommt Zuwachs

Riesbach hat nicht mehr viel freies Bauland. Für einige noch grüne Flächen gibt es aber konkrete Projekte. Ausser dem Kinderspital sind alles Wohnbauten.

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1. Die Seefeldstrasse wird fast in ihrer ganzen Länge zur Baustelle: Zwischen Falken- und Ceresstrasse (oder Tramhaltestellen Opernhaus und Fröhlichstrasse) müssen die Tramgleise und Werkleitungen erneuert werden. Gleichzeitig werden die Trottoirs verbreitert und die Tramhaltestellen behindertengerecht ausgebaut. Neu werden Velos auch stadteinwärts bis zum Bellevue fahren können. Zwischen Opernhaus und Kreuzstrasse ist eine Baumallee geplant. In einer der ersten Sitzungen nach den Sommerferien wird der Stadtrat den nötigen Kredit von rund 29 Millionen Franken beraten (siehe auch Nr. 10).

2. An der Zimmergasse 8 entsteht auf dem ehemaligen Areal einer Garage ein Mehrfamilienhaus mit 25 Wohnungen - vom 1-Zimmer-Studio bis zur Attikawohnung mit 117 m2, bezugsbereit im April 2009. Bauherrin ist die Firma des Zolliker Investors Urs Ledermann.

3. Auf dem Areal Seefeldstrasse 48-54/Werkgasse 10 errichtet die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich anstelle der bestehenden Gebäude einen Neubau mit 28 Wohnungen sowie Gewerbe- und Ladenflächen.

4. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Kinos Razzia (Seefeldstrasse 82) und der angebauten Villa Mainau sind im Frühjahr 2007 von Urs Ledermann erworben worden. Was er damit vorhat, ist noch nicht bekannt. Die Villa wird wohl zu Wohnzwecken umgebaut. Der Kinosaal von 1922 könnte für kulturelle und andere Events genutzt werden.

5. Das städtische Altersheim Wildbach an der Inselhofstrasse 4 wird derzeit (und noch bis 2009) renoviert und auf 40 Plätze erweitert.

6. Der Name Patumbah vereinigt zwei getrennte Projekte. Die Stiftung zur Erhaltung des Patumbah-Parks hat 2006 mit Geldmitteln der Stadt die Villa an der Zollikerstrasse übernommen und lässt das denkmalgeschützte Gebäude renovieren. Anschliessend wird der Schweizer Heimatschutz dort ein öffentliches Zentrum für Baukultur einrichten. Die verwilderte Nordhälfte des historischen Parks ist in Privatbesitz. Die Eigentümerin möchte entlang den Parkrändern an der Zolliker- und der Mühlebachstrasse insgesamt 31 Eigentumswohnungen und ein Hamam (Dampfbad) bauen. Die Baurekurskommission hat im Juni einen Rekurs aus der Nachbarschaft abgelehnt. Eine im November 2006 eingereichte Volksinitiative will das Bauprojekt verhindern, um den Park in seiner Gesamtheit zu erhalten. Der Stadtrat ist gegen die Initiative; der Gemeinderat hat sie noch nicht behandelt.

7. Auf der Weinegg am Burghölzlihügel gibt es einen Bauernhof, der seit 1997 von verschiedenen Arbeitsgruppen als Quartierhof Weinegg betrieben wird. Das Land gehört dem Kanton, und der Teil, auf dem die Hofgebäude stehen, liegt in der Bauzone - eine Reserve, die der Kanton gerne nutzen möchte. Im Quartier Riesbach hat sich eine Wohngenossenschaft gebildet, die den Hof retten und mit der Hilfe eines Investors die verfügbare Parzelle übernehmen möchte. Die Verhandlungen sind noch im Gang.

8. Im Winkel zwischen der Münchhalden- und der Wildbachstrasse baut Urs Ledermann die Wohnüberbauung Wildbachgut mit 66 Mietwohnungen «gehobenen Standards». Als Bezugstermin ist der 1. April 2009 vorgesehen.

9. Ein anderes Bauprojekt von Urs Ledermann heisst Münchhaldeneck: Anstelle der Häuser Seefeldstrasse 188 und 190 sowie Münchhaldenstrasse 15 soll bis Frühjahr 2011 ein markant roter Neubau mit 26 Wohnungen (mehrheitlich mit 2 Zimmern) entstehen.

10. Kurz vor dem Bahnhof Tiefenbrunnen, an der Ida-Bindschedler-Strasse, will die Stadt Zürich den Tram- und den Strassenverkehr entflechten. Zudem soll ein Veloweg gebaut werden. Dafür muss die seeseitige Baumreihe fallen - und das hat Rekurse provoziert. Der Plan, Ersatzbäume in der angrenzenden kleinen Grünfläche («Pantheranlage») zu pflanzen, befriedigte die Gegnerschaft nicht.

11. Noch erstreckt sich am Hambergersteig oberhalb der Zollikerstrasse eine grüne Wiese. Doch es ist Bauland. Die Eigentümerschaft möchte darauf 5 Blöcke mit 26 grossen Wohnungen errichten und nachher im Baurecht verkaufen. Das Projekt Hamberg-Park war im Frühjahr 2007 ausgesteckt. Der Baubeginn ist noch ungewiss, da ein Rekursverfahren hängig ist.

12. Das Kinderspital zieht aus Platzgründen von Hottingen nach Riesbach. An der Lenggstrasse, gegenüber der Psychiatrischen Universitätsklinik, ist eine freie Bauparzelle, die jetzt noch abwechselnd als Wiese und Acker genutzt wird. Im Jahr 2011 soll dort mit dem Bau des Kinderspitals begonnen werden. Der Regierungsrat muss noch den Staatsbeitrag von rund 400 Millionen Franken beschliessen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.08.2008, 11:16 Uhr

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