Besetzer kämpfen um Haus am Zürichberg
Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 10.03.2010 23 Kommentare
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Vor rund zwei Wochen haben sich 16 Hausbesetzer in einer leerstehenden Liegenschaft an der Sonnenbergstrasse 83 gemütlich eingerichtet. Jetzt will der Besitzer des Hauses sie bereits wieder auf die Strasse stellen. «Bis 14. März sollen wir das Gebäude räumen, sonst würden wir sehen, was wir davon haben», fasst Besetzer Sven das Telefonat mit dem Hausbesitzer zusammen.
Sven und alle anderen Mitbewohner der Sonnenbergstrasse – darunter auch zwei Kinder – sind empört über die Forderung. Die Besetzung sei legal, solange keine Anzeige eingereicht wurde «und es liegt keine Anzeige vor», betont Sven.
«Bis heute kein Spatenstich»
Die Stadtpolizei Zürich bestätigt auf Anfrage, dass noch keine Anzeige eingegangen ist. Eine polizeiliche Räumung steht also nicht bevor. Es sei nicht im Interesse der Polizei, ein besetztes Haus zu räumen, wenn es danach wieder leer steht und neu besetzt werden könnte, sagt Sprecher Michael Wirz gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.
Und genau diese Befürchtung hat Sven. «Wenn die Bagger auffahren würden, wäre das etwas anderes. Aber das Haus steht seit über zwei Jahren leer und es gibt keinerlei Anzeichen für ein Bauvorhaben.» Gemäss seinen Informationen hätten die Bauarbeiten bereits im vergangenen September beginnen und im April die ersten Mieter einziehen solle. «Bis heute ist aber kein Spatenstich passiert.»
Umso ärgerlicher findet er es, dass der Hausbesitzer sie nun ultimativ auf die Strasse stellen will. «Wir wären mitten im Winter obdachlos. So einfach kann er uns nicht rauswerfen.» Ob der Hausbesitzer nun rechtliche Schritte gegen die kämpferischen Besetzer einleiten will, ist derzeit noch unklar. Sein Anwalt war nicht zu erreichen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.03.2010, 14:26 Uhr
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23 Kommentare
@Herrn Zürcher nein sie müssen ihr Hab und Gut nicht verschenken. Es gibt die Möglichkeit eine sinnvolle Zwischennutzung bis Baubeginn zu finden. So könnten auch weniger gut situierte Mitbürger, auf Zeit z.B. zu günstigen Atelierräumen kommen. Leerstand nützt niemandem. @Herr Kleiner ich frage mich woher sie diese Informationen haben. Antworten
@alle befürworter der hausbesetzer bislang wurde jedes in der stadt zürich besetzt gewesene haus mit massiven sachbeschädigungen und verschmutzungen zurückgelassen. meistens werden beschädigungen aus frust kurz vor der räumung begangen. ich denke nicht, dass ihr als eigentümer eines besetzten hauses die gleiche meinung hättet. so ist es einfach pseudosoziale töne zu spucken... Antworten
wieso sollen die besetzerInnen auf die strasse gestellt werden, wenn an der liegenschaft eh nichts gemacht wird? wie schon in anderen fällen, beleben die bewohnerInnen die liegenschaft und sorgen sogar dafür, dass sie nicht noch weiter zerfällt. bravo. dem besitzer ist einfach zu empfehlen, den kontakt zu suchen und sich zu überlegen, ob eine zwischenutzung nicht sinnvoller ist, als ein verfall Antworten
Ich bin der Meinung Du brauchst es nicht, also nehm ich's mir. Schönen Dank an die Hausbesetzer und alle Befürworter, dass Ihr der nächsten Generation das Faustrecht wieder beibringt. Man muss schon eine verquerte Ansicht von Recht haben um so zu argumentieren. @HErr Obi, bewusst leer? Wo steht das? Wenn ich im Moment kein Geld zum renovieren, muss ich dann meinen Besitz verschenken? Antworten
Kriminelle Energie mache ich eher bei denen aus, die in der momentanen Wohnungssituation in der Stadt Wohnraum bewusst leer stehen lassen. Aus was für Gründen auch immer, Eigentumsrecht hin oder her. Das ist einfach nicht anständig. Weniger anständig als die Besetzer, die mit einem gewissen Respekt leerstehende Häuser so lange bewohnen, bis diese tatsächlich abgerissen oder renoviert werden. Antworten
Meiner Meinung nach werden hier die falschen Vergleiche angestellt. Ich finde ein Haus in Zürich ungenutzt verkommen zu lassen ist wie in einer Hungersnot einen Apfel vergammeln zu lassen...klar kann man das machen...moralisch korrekt ist es deswegen nicht..sich dagegen zu wehren unterstütze ich Antworten
Es gibt da nichts zu diskutieren. Diese Besetzer sind schlicht kriminell und nichts anderes. Ich werde doch mit meinem Eigentum noch machen können, was ich will. Es ist eine ungeheure Frechheit, dass Kriminelle noch Forderungen stellen können. Sie gehören eingesperrt. Antworten
Schön, wie hier über den Begriff "Besitz" diskutiert wird....das Haus gehört jemanden, was er damit anstellt, ist seine Sache. "Zeichen setzen gegen die Wohnungsnot"...was für Zeichen werden gesetzte? Dass man sich alles nehmen kann, was im moment nicht benutzt wird? Guter Vergleich mit dem Velo. Antworten
Also, darf ich auch ein Auto benützen, dass seit Wochen einfach so rumsteht (Türe aufbrechen etc). Ich darf einem Reichen einfach die Uhr abnehmen, da er ja sowieso noch ein paar andere zu Hause rumliegen hat....... Man/ Frau gibt es ja dann zurück, wenn er es braucht. Ich sage dem kriminelle Energie. Mich stört es nicht, aber lasst uns nicht den Jäger zum Bock machen. Antworten
wie der Name schon sagt, Ihr seid Besetzter, da kann man z.B. Israel nehmen die Land von Palästinesern besetzten, nur weill das Land nicht genutzt wird. Denen sage ich das gleiche wie Euch, was ich mit meinem Besitz mache ist meine Sache, solange es nicht gegen das Gesetz verstösst. Und wie sehen solche Häuser nach der Besetzung aus? Sicher nicht wie frisch renoviert! Antworten
Frau Regula Steiner, die linke Stadtregierung ist nicht neu. Sie ging einfach noch gestärkt aus den Wahlen am Sonntag hervor. Die Bevölkerung der Stadt Zürich ist sehr zufrieden mit ihrer Regierung. Siehe auch Finanzkrisenbewältigung. Kleine Frage: wohnen Sie überhaupt in der Stadt Zürich? Vermutlich sind Sie auch mehr SVP orientiert, oder? Die würden das sicher noch besser machen. Antworten
Lächerlich! Das Haus steht leer und wie man auf den Fotos gut erkennen kann haben sie nichts beschädigt... und nicht mal unordnung gemacht... Soll er das Haus vermieten/anfangen mit dem Umbau. Dann wird das Haus geräumt... vorher sehe ich keinen Grund dazu. Antworten
Es ist durchaus zu begrüssen, dass es einen gewissen Aktivismus gegen leerstehende Häuser und damit gegen die Verschwendung von extrem knappem Wohnraum in Zürich gibt. Aber dass die Hausbesetzer dann noch Ansprüche stellen ("Wir wären mitten im Winter obdachlos."), ist schon dreist und der Glaubwürdigkeit sicher nicht dienlich. Antworten
Frau Steiner: In einer Stadt, in der massivste Wohnungsnot herrscht, finden Sie es in Ordnung, dass bewohnbare Gebäude jahrelang leer stehen. Würden sich die Besetzer nicht freiwillig beim Besitzer melden, würde der die Besetzung gar nicht bemerken. Es entsteht doch dem Eigentümer faktisch kein Nachteil daraus. Und welcher VorsteherIn des Polizeidepartements Zürich war zuletzt links? Fr. Maurer?? Antworten
Mit der neuen linken Stadtregierung Zuerichs, wird es ein leichteres sein Wohnungen und Haueser in der Stadt Zuerich zu besetzen. Auch das Polizeiamt wird sicher von einem ultra linken neuen Stadtrat besetzt, sodass Raeumungen, wie in anderen europaeischen Staedten nicht mehr vorgenommen werden. Das Eigentum wird in Zuerich mehr und mehr mit Fusstritten getreten. Ob bei unbew. Demos oder sonstwo. Antworten






Vanja Räber
@kurt kleiner: ich wohnte in wipkingen neben einem besetzten haus. die gruppe verliess das haus 1 Woche vor baubeginn leer und BESENREIN... Antworten