Beten gegen das Schwulenfestival Euro-Pride

Von Yvonne Staat. Aktualisiert am 23.02.2009 40 Kommentare

Christlich-konservative Vereine in Zürich rufen zum Gebet auf, um das Festival für Schwule und Lesben doch noch zu verhindern.

Euro- Pride in Madrid 2007.

Euro- Pride in Madrid 2007.
Bild: Keystone

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Im Mai und Juni findet in Zürich die Euro-Pride, das grösste europäische Festival für Schwule und Lesben, statt. Das ist beschlossene Sache – allmählich begreifen das auch religiöse Organisationen wie der Verein Familienlobby. Noch im letzten Sommer hatte dieser, unterstützt von der EDU des Kantons Zürich, eine Petition gegen den Anlass gestartet. Die Chance, dass der Zürcher Stadtrat auf die Petition eingehen werde, sei natürlich null, heisst es inzwischen auf der Homepage der Familienlobby. Und weiter: «Doch bleibt noch das Gebet.» Und so rufen nun verschiedene christlich-konservative Vereine in Zürich zu Gebetstreffen gegen die Euro-Pride auf.

Die City-Church an der Zürcher Ankerstrasse, die zum Bund evangelischer Gemeinden gehört und rund 170 Mitglieder zählt, hat sich dem Aufruf der Familienlobby angeschlossen. Bis Ende April widmet sie ihre regelmässig stattfindenden Gebetsnächte der Euro-Pride. Um diesen Anlass «geistlich zu bekämpfen», wie es auf der Homepage heisst. «Wir sind der Ansicht, dass durch das Festival in Zürich falsche Akzente gesetzt werden, die Gott nicht ehren», sagt Gemeindeleiter Hansjörg Stadelmann.

«Sexuell-strategisches Spinnennetz»

Den Auftakt der Gebetsnächte bildete eine Predigt, die man bis vor kurzem noch im Internet anhören konnte: eine aggressive, tumbe Ansage gegen Schwule im Namen Gottes. So war etwa die Rede von «Unreinheit» und «perversem Denken». Oder von Verschwörungen, in denen die Homosexuellen «ein sexuell-strategisches Spinnennetz über die Welt ausbreiten», und der «Feind» Zürich, Europa, den ganzen Erdball «Stück für Stück einnimmt».

Aufgrund der Recherchen des «Tages-Anzeigers» hat die City-Church die Predigt inzwischen vom Netz genommen. «Offenbar wird sie von einzelnen Personen als schwulenfeindlich verstanden, das war nicht unsere Absicht», so Gemeindeleiter Stadelmann. Es seien auch keine weiteren Predigten dieser Art mehr geplant, versichert er. Aber beten gegen die Euro-Pride – das will man weiterhin. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.02.2009, 22:29 Uhr

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40 Kommentare

Andy Huber

23.02.2009, 22:53 Uhr
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Wir Gays sind wohl viel mehr, und vor allem EHRLICHER, Familie, als so viele religiöse Fanatiker. Ich kennen keinen einzigen Fall in der CH, wo ein Schwuler seinen Lebenspartner mit dem Sturmgewehr niedergestreckt und ermordet hatte. Hetifamilien tun das schon fast mit beängstigter Regelmässigkeit. Kümmert Euch um Eure Probleme und keiner will das IHR Fanatiker dabei seid, wenn wir uns LIEBEN Antworten


Meinrad Stöckli

23.02.2009, 23:01 Uhr
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Ich bete auch zum lieben Gott im Himmel, dass er es an diesen Tagen in Strömen regnen und dazu einen steifen kalten Wind blasen lasse, dass diese Obszönitäten den Gully runterschwemmt werden. Antworten



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