Betreuer im Mordfall von Höngg will sich nicht äussern
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Die Vorwürfe im Fall der vor knapp zwei Wochen ermordeten Swera klingen nicht ab. Der Freund des Mädchens wiederholt im «Blick» seine Vorwürfe gegenüber den Behörden. Er und Swera hatten kurz vor dem Mord einen Termin mit dem Betreuer der Familie. Thema des Treffens sollte die Wohnsituation Sweras sein. Der ägyptische Betreuer sei aber nicht erschienen. «Wir haben ihn bestimmt zehnmal angerufen, doch er hat nicht abgenommen», sagte Sweras Freund.
Der «Blick» konfrontierte den kritisierten Familienbetreuer, der die pakistanische Familie im Auftrag der Stadt begleitete. Er wollte sich zu den Vorwürfen aber nicht äussern. Er dürfe zum Fall nichts sagen. Die Zeitung beschreibt den Mann als gutgekleideten Jaguarfahrer, der mit einer deutschen Adelinge verheiratet sei. Früher habe er Handel mit Textilien, Autos und Liegenschaften getrieben.
Lange Liste von Vorwürfen
Mitte dieser Woche waren aus dem Umfeld der getöteten Swera weitere Vorwürfe laut geworden. Wie die Vormundschaftsbehörde bestätigte, hatte sie von Sweras Schule eine sogenannte «Gefährdungsmeldung» erhalten. Die Behörden seien schon lange darüber informiert gewesen, dass das Mädchen geschlagen wurde, sagten Schüler und Freunde. Sweras Freund kritisierte ausserdem die Polizei und das «Schlupfhuus». Die Polizei habe seine Freundin zu wenig ernst genommen, im «Schlupfhuus» habe sie keine Unterstützung erhalten. Die kritisierten Stellen wiesen die Vorwürfe zurück.
(cim)
Erstellt: 21.05.2010, 08:07 Uhr




