Zürich

Bürgerliche lassen den Hardturm auf der Abschussliste

Von Stefan Häne. Aktualisiert am 22.02.2011 9 Kommentare

GC und der FCZ rufen um Hilfe, doch die Bürgerlichen bleiben im Budgetstreit hart: Sie haben keinen Antrag gestellt, den Hardturm vom Sparpaket auszunehmen.

Seit Ende 2008 eine Ruine: Das ehemalige Hardturmstadion.

Seit Ende 2008 eine Ruine: Das ehemalige Hardturmstadion.
Bild: Nicola Pitaro

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Hinter verschlossenen Türen brütet die Rechnungsprüfungskommission des Zürcher Gemeinderats derzeit über dem Budget 2011, das der Stadtrat auf Befehl der Sparallianz aus SVP, FDP, GLP, CVP und EVP überarbeitet und um 149 Millionen Franken entschlackt hat. Gestern Montag hat die zweite Lesung stattgefunden. Wie verschiedene Quellen bestätigen, liegt kein Antrag vor, den Planungskredit fürs Hardturmstadion wieder ins Budget aufzunehmen und so die Verzögerung des Architekturwettbewerbs um ein Jahr zu verhindern.

Speziell im Clinch befindet sich Kommissionspräsident Urs Egger, der als Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes kräftig für GC und den FCZ lobbyiert. Letzte Woche hat der Freisinnige vorgeschlagen, die Stadt Zürich solle für die Zeitspanne bis zur Realisierung des neuen Hardturmstadions die Miet- und Sicherheitskosten im Letzigrund deutlich verringern.

30 Anträge von Rot-Grün

In zwei Wochen erfolgt die dritte und letzte Lesung. Ob die Bürgerlichen doch noch einen Antrag zum Hardturm einreichen, ist in der Schwebe. Entsprechende Fragen quittieren ihre Exponenten mit Schweigen. Neue Sparanträge könnten sie imÜbrigen auch noch in der Budgetdebatte am 16. März einbringen – mit entsprechendem Überraschungseffekt.

Sicher ist: Bereits liegen 30 Anträge zum abgespeckten Budget vor. Alle stammen sie von links. Rot-Grün will die Einschnitte beim Personal abwehren und verhindern, dass das städtische Personal auf die Lunch- und Reka-Checks sowie gänzlich auf Lohnerhöhungen verzichten muss. Auch soll nicht jede geplante und vakante Stellen offen bleiben. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.02.2011, 13:33 Uhr

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9 Kommentare

Marc Lehmann

22.02.2011, 13:47 Uhr
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Eine grundsätzliche Frage: Wieso braucht es eigentlich jedesmal einen Architekturwettberb der jedesmal das Rad neu erfindet? Es wurden in den letzten 5 Jahren in unseren Nachbarländern genügend Stadien gebaut, die den Ansprüchen in Zürich genügen würden. Wieso lädt man diese Architekten nicht einfach ein, sich um den Stadionbau zu bewerben? Das spart Kosten bei Projektierung und Bau. Antworten


Herbert Berger

22.02.2011, 15:09 Uhr
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Die Bürgerlichen lassen ihren Club also faktisch fallen. Gut hat die Stadt Zürich auch noch einen Arbeiterclub. Wobei "Arbeiter" eigentlich nur noch auf dem Papier steht. Aber von der Tradition her ist der FCZ natürlich extrem viel näher am waschechten Zürcher Büezer als der noble, abgehobene Bonzenclub GC. Ausgerechnet die Bonzen lassen ihren Club für einen Phyrrussieg fallen. Dumm! Sehr dumm!! Antworten



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