Zürich
Chaosgefahr: Stadelhofen wird zur Grossbaustelle
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 14.04.2009 5 Kommentare
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Am Tag nach dem Sechseläuten geht es los: Ab dem 21. April wird der Stadelhoferplatz aufgerissen und neu gestaltet. Die 30 Jahre alten Gleise werden erneuert und rund um die grossen Bäume und den Brunnen wird eine zweite Gleisschlaufe gelegt. Damit werden das Tram und die Forchbahn voneinander getrennt.
Während den Bauarbeiten müssen die Pendler fünf Wochen lang auf das Tram verzichten. Die Linien 2, 4, 11 und 15 werden durch Busse ersetzt. Chaos befürchtet das städtische Tiefbauamt deswegen aber nicht: «Wir werden die Passagiere frühzeitig informieren und die VBZ werden vor Ort mit zusätzlichem Personal präsent sein», sagt Evelyn Richiger vom Tiefbauamt.
Neue Gleise auch im Seefeld
Die 25 Millionen Franken teure Neugestaltung soll dank Schicht- und Nachtarbeit bis Ende September fertig sein. Um den Lärm der Arbeiten möglichst tief zu halten, werden moderne Maschinen eingesetzt. «Und wir sind mit dem Gewerbe im Gespräch, um die zusätzliche Belastung des Quartiers in Grenzen zu halten», sagt Richiger.
Erfreut sind die Anwohner und das Gewerbe nicht. Denn die Gleise werden nicht nur beim Stadelhofen erneuert, sondern weit ins Seefeld hinein bis zur Ceresstrasse. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November.
Bau des Parkhauses dauert zwei Jahre
Damit nicht genug: Mit dem Bau eines neuen Parkhauses zwischen dem Opernhaus und dem Sechseläutenplatz wird das Gebiet während zweier Jahre von Baurbeiten beeinträchtigt. Wann die Arbeiten an der unterirdischen Anlage beginnen, ist offen. Geplant war der Spatenstich im Sommer und die Eröffnung im Jahr 2011. Doch derzeit ist die Baubewilligung noch nicht erteilt, da eine Einsprache hängig ist. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.04.2009, 10:35 Uhr
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5 Kommentare
Sehr geehrter Herr Guido Heller. Sie arbeiten bestimmt in einem warmen Büro, ansonsten würden Sie eine solche Frage kaum stellen. Und zu Herr Vogel, der Platzcharakter wird der Stadelhoferplatz behalten (oder wird etwa der Brunnen abgebrochen oder Bäume gefällt) und wenn kein Tram unterwegs ist darf man übrigens auch mit gesunder Vorsicht auf dem Tramgleis gehen. Antworten
zürich habe ich im sommer mal als sehr angenehm empfunden. seit einigen jahren aber überkommt mich zunehmend ein fluchttrieb, dem sich geschwürartig und beinahe flächendeckend ausbreitenden netz von (gross)baustellen zu entkommen. zusammen mit den unerfreulichen begleierscheinungen der unzähligen sauglattisten-events verkommt zürich zunehmend zu einer stadt in der ich nicht mehr leben möchte. Antworten
was sich die meisten leute aus den plänen nicht vorstellen können ist dass der stadelhoferplatz einmal mehr für die fussgänger kleiner und stromlinienförmiger wird und wegen den neuen hohen perronkanten kaum mehr zu überqueren. die stadt zürich hat ohnehin kaum richtige plätze, sondern eigentlich nur tramkreuzungen, die ständig perfektioniert werden. hat das die denkmalpflege auch erkannt? Antworten
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Thomi Horath
Was ist wohl genau mit dem zauberhaften "Plan Lumière" gemeint? So etwas ähnliches wie in der Bahnhofstrasse an Weihnachten, so dass man getrost über die hohen Bordsteine hüpfen kann, weil man den Abgrund nicht sieht? Antworten