Christoph Mörgeli bewirbt sich als Rektor der Uni Zürich

Wie der SVP-Nationalrat gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, bewirbt er sich für die Stelle des zurücktretenden Rektors Andreas Fischer.

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SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli hat für heute Nachmittag zu einer Medienkonferenz eingeladen. Wie er gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet bestätigt, bewirbt er sich für die Stelle des zurücktretenden Rektors der Universität Zürich, Andreas Fischer. Über seine Beweggründe «und seine Schwerpunkte für eine erfolgreiche Positionierung der in den Rankings absinkenden Universität und eine Stärkung des Bildungsstandorts Zürich» will er heute Auskunft geben.

Christoph Mörgeli schreibt damit ein neues Kapitel in der Geschichte um seine Entlassung als Oberassistent und Kurator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich.

Amtsantritt im August 2014

Die Stelle des Rektors war Anfang Oktober ausgeschrieben worden. Der amtierende Stelleninhaber Andreas Fischer wird aus Altersgründen nicht mehr die volle Amtsdauer von vier Jahren absolvieren. Bei seiner letzten Wahl im Januar 2011 war Fischer bereits 64 Jahre alt. Offizieller Amtsantritt für den Nachfolger oder die Nachfolgerin ist am 1. August 2014.

Mörgeli erfülle das verlangte Anforderungsprofil für die Stelle als Rektor, heisst es in der Einladung zur Medienkonferenz. Er habe alle Stufen des zürcherischen Bildungswesens durchlaufen, kenne die schweizerische Bildungspolitik sowie die Stärken und Schwächen der Universität Zürich seit über 27 Jahren von innen.

Abfindung gefordert

Der Zürcher SVP-Nationalrat gehört zudem der nationalrätlichen Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur an. Der Medizinhistoriker war im September von der Universität Zürich als Leiter des Medizinhistorischen Museums entlassen worden. Als Gründe wurden ungenügende Leistungen und illoyales Verhalten angeführt. Mörgeli sieht sich jedoch als Opfer eines politischen Komplotts.

Gegen die Kündigung hat er Rekurs eingelegt, der noch hängig ist. Für den Fall, dass er nicht mehr an die Uni zurückkehren kann, fordert Mörgeli eine Abfindung von 156'000 Franken. Sein Anwalt verlangt zudem für seinen Mandanten eine Entschädigung in Höhe von sechs Monatslöhnen oder 46'800 Franken.

Zuletzt hatte ein SVP-Politiker im Zürcher Kantonsrat mit einem sehr emotionalen Ausbruch für Aufsehen gesorgt. (mw/sda)

(Erstellt: 15.11.2012, 19:26 Uhr)

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Die Stelle des Rektors war Anfang Oktober ausgeschrieben worden: SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli bringt sich als Nachfolger für Andreas Fischer in Stellung. (Bild: Keystone )

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