Das Bikinigirl vor der Polizei

Demonstration der anderen Art: Nebst Politparolen warb am 1. Mai eine junge Frau in pinkfarbenem Bikini für mehr Ferien – eine Guerillaaktion eines Reiseanbieters.

Ein Defilee vor der Polizei in Vollmontur.
Video: ZVG

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«Kein Bock auf den Schwarzen Block?» steht auf dem oberen Teil des Transparents, das die junge Frau, bekleidet mit Kampfstiefeln und einem pinkfarbenen Bikini, in die Luft hält. Darunter die Auflösung: «Sofort Ferien: Lastminute.ch».

Die Frau marschierte vor den verwunderten Blicken der Demonstranten am Sechseläutenplatz vorbei, am Nachmittag vor Polizisten in Kampfmontur, Chaoten und Gaffern beim Helvetiaplatz und wird von unzähligen (Hobby-)Fotografen abgeknipst. Auch 1.-Mai-Redner und SP-Präsident Christian Levrat guckte der jungen Frau lachend hinterher.

«Farbkontrast zum tristen Wetter»

«Es handelt sich um eine Guerilla-Werbeaktion», sagt Kuoni-Sprecher Peter Brun. Lastminute.ch ist ein Unternehmen vom Reiseanbieter Kuoni. Man habe damit für mehr Ferien demonstrieren und einen Gegenpunkt zu den Krawallen setzen wollen. Er bewertet die spontane Aktion als Erfolg, auch wenn gestern nicht gerade Bikiniwetter war: «Wir haben damit zum tristen Wetter einen Farbenkontrast gesetzt.»

Laut Brun gab es keine negativen Reaktionen. Im Gegenteil, der jungen Frau sei applaudiert worden und sie habe bewundernde Pfiffe erhalten. Der «Tages-Anzeiger» hätte gerne mit ihr gesprochen. Doch die Frau hat die Parolen auf ihrem Transparent ernst genommen: Sie ist in den Ferien.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 02.05.2014, 11:59 Uhr)

Bikinigirl irritiert SP-Präsident

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