Zürich

«Das Nagelhaus ist keine triste Hütte» – «Schön ist sie also schon gar nicht!»

Die Kontroverse um ein Kunstprojekt am Escher-Wyss-Platz: Der Grüne findet das geplante Nagelhaus eine «sehr, sehr gute Investition» – in den Augen des SVPlers ist sie völlig unnütz.

Sind sich gar nicht einig: Bernhard Piller (links) und Mauro Tuena diskutieren, was für den Escher-Wyss-Platz am besten ist.

Sophie Stieger

So soll es aussehen: das Nagelhaus am Escher-Wyss-Platz.

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Das Zürcher Nagelhaus – Stadtzürcher Abstimmung

Am 26. September entscheiden die Stimmberechtigten der Stadt Zürich, ob unter der Hardbrücke am Escher-Wyss-Platz ein Kunstprojekt realisiert werden soll. Herzstück ist eine Nachbildung des sogenannten Nagelhauses in Chongqing (China). Sein Bild ging 2007 als Symbol des Widerstandes um die Welt; die Besitzerin wollte ihr Haus als Einzige nicht für den Bau eines Shoppingcenters opfern, so ragte es am Ende wie ein Nagel einsam aus der Baugrube. Das Zürcher Projekt stammt von Studio Thomas Demand, Berlin und Caruso St John Architects LLP, London. Es besteht aus zwei Kleinbauten mit Restaurant, Kiosk und Züri-WC. Es kostet 5,9 Millionen Franken. Die SVP hat es mittels Referendum vors Volk gebracht. (jho)

Die Positionen

Bernhard Piller – Befürworter

Der Grüne Bernhard Piller ist Projektleiter bei der Schweizerischen Energiestiftung mit Spezialgebiet Klima und fossile Energien. Er politisiert seit 2004 im Zürcher Stadtparlament.
(jho)

Mauro Tuena – Gegner

Mauro Tuena ist Computertechniker und mit 38 Jahren bereits ein alter Politfuchs – er sitzt seit 1998 für die SVP im Stadtzürcher Gemeinderat und ist seit vier Jahren Präsident der SVP-Fraktion. (jho)

Herr Tuena, Sie müssten Feuer und Flamme für das Nagelhaus sein, denn die Stadt schlägt damit drei Fliegen mit einer Klappe: Es ist ein Restaurant, es ist Kunst, und es erhöht die Sicherheit am Escher-Wyss-Platz. Wirtschaftlicher kann man Steuergelder kaum einsetzen.
Tuena: Wir sprechen von einem Betrag von 5,9 Millionen Franken. Für dieses Geld kann man eine Luxusvilla bauen. Das Restaurant wird von der Stadt massiv subventioniert, und zur Sicherheit trägt das Nagelhaus nichts bei. Man kann mitnichten sagen, es sei ein Glücksfall für den Steuerzahler

Piller: Von den 5,9 Millionen gibt die Stadt aber nur die Hälfte für Kunst aus. Der Rest sind kapitalisierte Kosten, denn die Betreiber von Restaurant, Kiosk und Bancomat zahlen Miete. Sagen wir jetzt Nein zum Nagelhaus, bleibt der Platz über Jahre leer. Wenn die SVP auf ihren Plakaten schreibt, «5,9 Millionen für e Schiissi» frage ich mich, ob ihr in den nächsten Jahren gar kein WC wollt.

Tuena: Das grenzt ja an Erpressung. Wenn ihr Nein sagt, haben wir kein WC. Im Notfall kann man wie am Sihlquai für wenig Geld als Übergangslösung ein mobiles WC hinstellen. Ihr wollt die 5,9 Millionen einfach «ums Verroden» ausgeben. Die Kosten müssen wir schon noch etwas genauer anschauen. Der Bodenpreis ist darin nicht einkalkuliert, der Restaurantpächter wird mit einer nicht marktkonformen Miete subventioniert. Das verzerrt den Wettbewerb!

Ja, schauen wir die Kosten genauer an. Die SVP schreibt auf Plakaten «5,9 Millionen für e Schiissi». Damit führt sie das Volk bewusst in die Irre.
Tuena: Man hat immer davon gesprochen, dass es an diesem Ort ein WC braucht. Deshalb muss alles, was noch hinzukommt, selbsttragend sein. Faktisch geben wir also 5,9 Millionen für ein WC mit etwas Ware drum herum aus.

Weshalb gönnen Sie einem lärmbelasteten Quartier nicht, dass es ein Wahrzeichen bekommt?
Tuena: Das Quartier bekommt mit dem Nagelhaus weder einen Lärmschutz, noch wird es dadurch aufgewertet. Das Nagelhaus ist einfach völlig unnütz! Und das wollen wir in einer Zeit bauen, in der die Stadt weiss Gott kein Geld hat. Ich verstehe nicht, weshalb man die Mittel nicht braucht, um tatsächliche Probleme zu lösen. Die gleiche Stadtregierung, die 5,9 Millionen für ein Nagelhaus ausgeben will, will aus finanziellen Gründen keine zusätzlichen Polizisten einstellen, um die Sicherheit zu erhöhen und ihre Überstunden nicht auszahlen.

Piller: Ich sage einfach: Die 5,9 Millionen sind sehr, sehr gut investiertes Geld. An einem Ort, der sensibel ist, der über Jahre geschunden wurde, will sich die Stadt engagieren und etwas bauen, das den Leuten gefallen wird. Stellen wir uns vor, die Stadt würde nur noch das absolut Notwendige tun und es gäbe gar nichts Besonderes mehr!

Tuena: Aber wie sagt man es der Bevölkerung, dass die Stadt 5,9 Millionen für Kunst ausgeben will, aber keinen Rappen mehr hat, um zusätzliche Polizisten anzustellen?

Wenn das Nagelhaus den Platz auch nachts belebt, braucht es vielleicht weniger Polizisten.
Tuena: Das glauben sie ja selber nicht. Wegen des Nagelhauses braucht die Stadt nicht einen Polizisten weniger.

Herr Piller, das Nagelhaus wirkt wie eine triste Hütte. Ist sie imstande, diesen tristen Platz aufzuwerten?
Piller: Also erstens ist es aus unserer Sicht keine triste Hütte.

Tuena: Schön ist sie also schon gar nicht!

Piller: Es ist eine spannende «Hütte», und vor allem ist es ein Haus, das schief in dieser sonst so akkurat ausgerichteten Betonlandschaft steht. Es ist mutig von der Stadt, dass sie etwas zu bauen wagt, das eine Provokation, ja einen Widerstand in sich trägt, nämlich gegen diese unsinnige Brücke, die das Quartier zerschneidet. Und das alles mit einem Nutzen zu verbinden, mit dem Restaurant, mit dem Kiosk, das finde ich stark.

Tuena: Wenn man diese Brücke weghaben will, dann muss man nicht irgendwelche Nagelhäuser bauen, sondern den Waidhaldentunnel. Dann kann man die Brücke abreissen, und das ist es schliesslich, was die Bevölkerung will.

Herr Piller, weshalb kann die Stadt nicht einfach ein Restaurant, einen Kiosk und ein WC auf den Platz stellen? Muss immer alles gestaltet, immer alles Kunst sein?
Piller: Natürlich muss nicht alles Kunst sein. Aber es gibt eine Regel, nach der 1 Prozent der Bausumme für Kunst eingesetzt werden soll. Nimmt man alles zusammen – Escher-Wyss-Platz, Sanierung Hardbrücke und Tram Zürich-West – dann ist man deutlich unter 1 Prozent.

Ist es nicht zynisch, wenn diereiche Stadt Zürich mit dem Leid einer chinesischen Hausbesitzerin Kunst macht?
Piller: Diesen Schluss kann man nicht ziehen. Das betrifft nur ein Element des Nagelhauses, nämlich den Widerstand einer Restaurantbesitzerin gegen eine Grossüberbauung.

Tuena: Aber was hat das mit Zürich zu tun?

Piller: Es geht nicht nur um Zürich. Das Projekt zeigt, dass wir in einer globalisierten Welt leben, in der Ideen ausgetauscht und miteinander kombiniert werden. Auf diese Weise kann wieder etwas Neues entstehen. Daher finde ich das Nagelhaus ein spannendes Projekt.

Das Nagelhaus, so schwärmenBefürworter, werfe die Frage auf, was zuerst da war: Brücke oder Haus. Das hat etwas Pseudohaftes – im Alltag wollen die Leute einfach rasch von A nach B kommen.
Tuena: Ja, am Anfang wird man ein paar Mal hinschauen, und nachher sind die chinesischen Glaslampen nur noch eine Einladung an die Vandalen zuzuschlagen. Ich möchte ja nicht wissen, wie das Haus nach einem Jahr aussehen würde.

Piller: Das sehe ich anders. Erfahrungen zeigen, dass Städte Vandalismus verhindern können, wenn sie ein Gebiet sorgfältig gestalten und dafür auch Geld in die Hand nehmen. Der Platz wird aber von einer unterschiedlichen Klientel frequentiert: von Pendlerinnen und Pendlern, von Menschen, die in den Ausgang gehen. Auch Touristinnen und Touristen sind eingeladen zu verweilen. Die könnten sich die Frage schon stellen, ob die Brücke oder das Haus zuerst da war.

Tuena: Ist euch das 5,9 Millionen Franken wert?

Piller: Sie beharren sehr auf den 5,9 Millionen. Dabei betreibt die SVP selber eine unglaublich widersprüchliche Politik: Einmal will sie sparen und dann wieder Geld verschleudern. Das zeigt sich schön bei den kommenden Abstimmungsvorlagen. Beim Nagelhaus wollt ihr sparen, dafür befürwortet ihr, dass die Stadt Geld verschleudert, indem sie das Stück Land an der Pfingstweidstrasse viel zu günstig verkauft. Der Investor muss sich nicht einmal verpflichten, günstige Wohnungen zu bauen. Es ist nicht Aufgabe der Stadt, Land zu verscherbeln.

Tuena: Ist es denn Aufgabe der Stadt, auf Kosten der Steuerzahler irgendwelchen Fantasten Gelegenheit zu geben, sich selber zu verwirklichen?

Das Nagelhaus könnte tatsächlich über die Schweiz hinaus ausstrahlen und Touristen anziehen. Darüber wäre das Gewerbe auch nichtunglücklich, Herr Tuena?
Tuena: Ich will dann den Touristen sehen, der wegen dieses Nagelhauses nach Zürich kommt. Bis man die 5,9 Millionen amortisiert hat, müssten Hunderttausende kommen und hier zünftig konsumieren. Die Stadt hat einfach zu viele Ideen, was man noch alles bauen könnte: chinesische Nagelhäuser, Hamburger Hafenkräne – es würde mich nicht wundern, wenn die Tiefbauvorsteherin auch noch eine amerikanische Freiheitsstatue rekonstruieren wollte – alles auf Kosten der Steuerzahler.

Piller: Bereits der Schiffbau strahlt über die Schweiz hinaus. Wenn wir jetzt ein zweites solches Objekt haben, steht dies der Stadt sehr gut an.

Was würden Sie sonst amEscher-Wyss-Platz bauen?
Tuena: Es ist völlig unbestritten, dass der Platz nicht leer bleiben soll. Das verträgt es nicht. Ein Kiosk, ein WC und ein Restaurant, wo man im Sommer auch draussen sitzen und eine Bratwurst essen kann, das genügt. Das kann die Stadt aber viel günstiger haben.

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Erstellt: 04.09.2010, 09:19 Uhr

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28 Kommentare

Jürg Schmid

26.09.2010, 14:48 Uhr
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Grundsätzlich ging es mir nicht ums Geld. Kunst darf durchaus etwas kosten. Leider überzeugt mich das Projekt in architektonischer Hinsicht in keiner Weise. Etwas unausgegorenes dann einfach mit der Etikette "Kunst" zu versehen, ist mir schlicht und einfach zu billig. Ich wünschte mir bei Kunstprojekten in Zürich deutlich mehr Weitsicht und weniger biedere Sachen wie das Nagelhaus. Antworten


Melanie Zgraggen

17.09.2010, 20:11 Uhr
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Charly Büchi: die Hardbrücke wird für die nächsten 50 Jahre fit gemacht. Das wollte der Stimmbürger so. Warum das Nagelhaus aufgrund d. Missbilligung für die Hardbrücke ablehnen, wenn es Ihnen gefällt? Dann wird für (ich nehme mal an nicht viel) weniger Geld ein 08/15 Restaurant-WC-Kiosk-Komplex hingestellt. Wenn das Nagelhaus so gut ist wie das Original, dann überlebt es auch den Abriss der HB! Antworten


charly büchi

06.09.2010, 21:16 Uhr
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eigentlich finde ich das projekt und die idee des nagelhauses ja schon toll (einige bäume dürften auch noch hin). ich befürchte jedoch, dass damit das provisorium hardbrücke endgültig zementiert und somit leider nicht mehr an deren abbruch vom rosengarten bis aufgang hardbrücke gedacht wird. die teure sanierung dieses undings ist ja schon ein zeichen dafür. deshalb werde ich wohl eher nein stimmen Antworten


Peter Rusterholz

06.09.2010, 14:35 Uhr
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5.9 Millionen für ein so kleines Gebäude ausgeben ist eine Veräppelung der Steuerzahler. Da verdienen sich linke Seilschaften wieder einmal eine goldene Nase. Sozial sein zu seinen Kollegen nennt man das. Antworten


Marianne Steiner

06.09.2010, 12:49 Uhr
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@Karl Schreiber. "Herr Piller soll sein Nagelhaus bekommen, wenn er den Betrieb selbst übernimmt oder eine Defizitgarantie für ein paar Jahre abgibt. ". Die Befürworter sollen sich ihre heissgeliebte Kunst etwas kosten lassen, die Defizitgarantie für "alle Zeiten " übernehmen, und den Löwenanteil, mindestens aber 4,5 Mio Franken, selbst aufbringen. Dafür erhalten Sie eine Gedenkplatte am Haus. Antworten


Sorin Gabriel Muncaciu

06.09.2010, 12:10 Uhr
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Nagelhaus am Escher-Wyss? Braucht doch kein Mensch... Das Original im Chinesischen Chongqing hatte einen Symbolcharakter, der Bau am Escher-Wyss ist doch nur eine Möglichkeit Zürcher Grössenwahn zu verwirklichen... Meiner Meinung nach müsste man auf einen leeren Platz nicht ein Gebäude bauen, dass dann wieder leer steht... Schön wäre ein Museum mit der Geschichte der Industrie im Kreis 5... Antworten


Karl Schreiber

06.09.2010, 11:50 Uhr
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Uebernehmen Befürworter eine Haftpflicht für die Verkehrssicherheit, die mit dem Trambetrieb etwa gleich problematisch wie der Paradeplatz sein dürfte? Wo und wie fahren denn die Velos? An diese hat Stadträtin Genner doch sicher auch gedacht. Antworten


Gianin May

06.09.2010, 10:32 Uhr
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Naja man kann dann sagen: CHF 100'000 durch Nagelhaus eingenommen im 2011. Aber man muss nirgends erwähnen, dass es 150'000.-- im 2011 gekostet hat. So läuft das überall, sobald es ein anderes Kässeli ist darf man alle Augen und Ohren zudrücken. Antworten


Edith Habermann

06.09.2010, 09:42 Uhr
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Wenn also nach rot-grüner Logik das Nagelhaus der öffentlichen Sicherheit dient, weil das Restaurant rund um die Uhr offen ist, müsste die rot-grüne Stadtregierung sich für die 24h Tankstellenshops einsetzen und diese subventionieren. Irgendwie geht das nicht auf. Nichts als Steuergeldverschwendung und Profilierungssucht von Ruth Genner und KomplizInnen. Ich stimme Mauro Tuena 100%-ig zu. Antworten


Stefan Kreis

06.09.2010, 09:12 Uhr
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Über den Kunstwert kann man diskutieren. Worüber keiner spricht: Die Kosten sind massiv höher als die 5.9. Mio: Der Betrieb ist ein reines Verlustgeschäft. (vgl. Abstimmungszeitung). Auf zwei Etagen soll je ein Restaurant betrieben werden, das kann nie rentieren. (Zu hoher Personalbedarf, zu kleine Gastflächen). Langjährige Pächter zu finden dürfte schweirig sein. Darüber redet keiner!! Antworten


Gianin May

06.09.2010, 09:11 Uhr
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Es ist krass für diesen Betrag gabe es locker 4 Einfamilienhäuser inkl. Land (oder Hausteile in Mehrfam. Häusern), aber dennoch völlig gschpunnä!! Wenn die Chinesen Ihr Erbe töten wollen, dann sollen sie doch, ist das unser Problem? Antworten


fabian jaggi

06.09.2010, 08:55 Uhr
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armer piller muss einem elefanten kunst erklären. wie würde rom aussehen hätten die baumeister damals mit svp philosophen über den sinn von kunst diskutieren müssen? investitionen welche die städtebaukultur bereichern, man bedenke das die "fantasten" grosse künstler unserer zeit sind, sind elementar und ich hoffe zuversichtlich, dass die zürcher nicht auf populistische argumentation reinfallen! Antworten


Jürg Flückiger

05.09.2010, 18:04 Uhr
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Einst war die Architektur die Mutter der Künste. Für Zürich ist das zuwenig. Da braucht es die unnötige Mixtur von Architektur, Kunst und einer Geschichte. Kurz: Das Nagelhaus trifft dem Nagel der Zeit den Boden raus. Antworten


Thom Küng

05.09.2010, 16:53 Uhr
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Das Nagelhaus bald in Zürich wächst und in mir das Grauen. Die Zürcher stimmen bald darüber ab und werden’s bestimmt versauen. Denk-Mal find ich so ganz gut und auch der Platz ist nicht so schlecht. Nur bauen tut ihr viel zu teuer, es ging günstiger und bliebe dennoch kunstgerecht Und bald wird wieder zu teuer gebaut, die Zürcher puckeln sich dafür krumm Hauptsache das politische Ego wächst... Antworten


Karl Schreiber

05.09.2010, 15:22 Uhr
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Herr Piller soll sein Nagelhaus bekommen, wenn er den Betrieb selbst übernimmt oder eine Defizitgarantie für ein paar Jahre abgibt. Antworten


Nora Martinek

05.09.2010, 14:03 Uhr
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Wenn doch die SP und die Grünen glauben sie hätten recht - sollen sie doch das Nagelhaus selber zahlen und mit Eintritten,Verkaufserlösen usw. abbezahlen. Antworten


Andreas Czank

05.09.2010, 10:00 Uhr
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Wenn Kunst an den Escher-Wyss-Platz soll, dann baut bitte wieder den Brunnen auf, der fürher dort stand. Er ist ein Zeuge des Zeitgeistes, als Fussgänger noch in den Untergrund verbannt wurden. Ansonsten habt den Mut, nicht immer alles gestalten zu wollen. Ein öffentliches WC braucht es, ebeso einen Kiosk, doch Restaurants hat es in der Stadt weiss Gott genung! Antworten


Marianne Steiner

04.09.2010, 23:55 Uhr
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M. Tuena hat recht. Nagelhaus und Hafenkran bringen keine Touristen nach Zürich, 5,9 Mio Fr. ist viel zu teuer, und für die Sicherheit Zürichs wäre es klüger, Polizisten einzustellen und deren Ueberstunden zu bezahlen. Was sagte doch Hr. Waser im Zusammenhang mit dem Hafenkran? 80'000 Fr. - eine knauserige Budgetkürzung! 80'000 Fr. sind für viele Leute sehr viel Geld, was sind da erst 5,9 Mio Fr? Antworten


Leopold Küttel

04.09.2010, 15:33 Uhr
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Über Kunst will ich nicht diskutieren. Ich will sie aber auch nicht noch mehr subventionieren. Die Hardbrücke hätte mit der Beruhigung von West-/Seebahnstrasse abgebrochen werden können, statt 100 Millionen für ein PROVISORIUM zu versanieren. Aber da hat Tuena auch geschwiegen. Ich brauche weder Haus. Brücke, PrimeTower noch einen Hafenkran.Verschandelt diese Stadt nur weiter! Linke und Rechte! Antworten


Walter Huber

04.09.2010, 15:15 Uhr
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Das Nagelhaus bracht es so wenig wie den Hafenkran um Touristen anzuziehen. Diese wollen in Zürich die einzigartige Altstadt sehen, an der Bahnhofstrasse schlendern, die Aussicht von der Quaibrücke auf die Berge geniessen und allenfalls das noch nicht von einem Anbau kaputtgemachte Landesmuseum besuchen. Punkt. Antworten


Arthur Bassi

04.09.2010, 13:25 Uhr
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Eins muss man dem Mauro Tuena lassen: er entwickelt sich langsam aber sicher zum WC Fachmann im öffentlichen Umfeld. Er hat doch, wie TELE ZÜRI eindrücklich dokumentierte, sofort die mobilen WC im Strassenstrichgebiet begutachtet.........So wichtige Aufgaben überlässt er nie den anderen !! Antworten


Irene Häusler

04.09.2010, 13:14 Uhr
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irgend ein Objekt aus China wird als Kunstobjekt ausgesucht, die Künstler interpretieren irgendwelche Ideen hinein, und schon ist das Bauwerk Kunst? Sagen Sie mal liebe Künstler, wollen Sie die Steuerzahler verarschen? Bauen Sie was wo auch der Durchschnittsschweizer etwas darunter versteht und thematisch (historisch) in dieses Gebiet passt (Industriequartier). Aber bitte nicht so teuer! Antworten


Dario Piemontese

04.09.2010, 13:05 Uhr
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Mit Tuena über Kunst und Kultur zu diskutieren sit nun wirklich vergebene Liebesmüh. Er und die seinen vertreten ja die Meinung, dass nichts existieren dürfe, was keinen Profit abwirft. Was für ein trauriges Leben würden wir so alle führen? Das Nagelhaus ist hübsch, praktisch, wertet das Quartier auf und ein wichtiges und mächtiges Symbol. Zürich braucht klar mehr Nagelhäuser und weniger Tuenas. Antworten


Renate Traber

04.09.2010, 11:23 Uhr
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Wieder ein linker Angriff auf Steuergelder. Irgendwelche Pseudokünstler müssen unter dem Deckmantel der "Kunst" durchgefüttert werden. Ein allfälliges Restaurant müsste natürlich selbstragend sein, nicht ein Treffpunkt der linken Schickeria, in dem auf Kosten Dritter getafelt wird. Antworten


Jan Kanderal

04.09.2010, 11:10 Uhr
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Kindergarten... beide beharren auf ihren ideologischen Extremmeinungen. Darum sind für mich solche Parteien nicht wählbar (SVP, SP, Grüne). Die produzieren nur paramentarischen Leerlauf. Antworten


Robert Marek

04.09.2010, 10:10 Uhr
Melden

Hafenkrahn und Nagelhaus. Es muss uns ja wirklich seeehr gut gehen, dass wir uns solches leisten können. Man muss sich nur einmal vorstellen, dass man für diese knapp 6 Millionen etwa 7 Einfamilienhäuser bauen könnte. Antworten


Michael Strässle

04.09.2010, 10:04 Uhr
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Und wer sagt uns, dass der SVP 0815 Bradwurstkiosk so viel günstiger ist? Oder will sie uns einen Baucontainer zumuten? Antworten


Georg Grenzling

04.09.2010, 10:02 Uhr
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Ein Bratwurststand würde genügen, Imbissecke, mit einer einladenden Bestuhlung. Schon allein mit einer gekonnten Aussenanlage z.B. um einen Ess-Kiosk herum könnten attraktiv wirkende künstlerische Elemente eingebracht werden. Eine Brücke zur widerständigen chinesischen Häuschen-Besitzerin zu schlagen, ist wirklich biräweich, sowas müsste den Besuchern auf einer grossen Tafel erst erklärt werden. Antworten



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