Zürich

Das grosse Aufräumen nach der Hausbesetzung

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 08.02.2012 30 Kommentare

Rund 30 Personen wollten sich in der besetzten Liegenschaft an der Brandschenkestrasse 60 verbarrikadieren. Die Polizei setzte Gummischrot ein. Nun muss eine grosse Menge Hausrat entsorgt werden.

1/19 Mittwochmorgen an der Brandschenkestrasse: Grossaufgebot der Polizei.
Bild: Leserreporter

   

Artikel zum Thema

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Heute Mittwochmorgen um 8.30 Uhr sind die Beamten der Stadtpolizei Zürich zur Brandschenkestrasse 60 im Kreis 2 ausgerückt, um die besetzte Liegenschaft der Weinhandlung Landolt Weine AG zu räumen.

Sie trafen dort auf rund 30 Personen, wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage sagte. «Diese haben versucht, Barrikaden zu errichten. Deshalb kam es bei der Räumung zu einem kurzen Gummischroteinsatz.» Zu Verhaftungen kam es bisher nicht.

Bis zu 80 Besetzer lebten in dem Haus

Gemäss einem Augenzeugen vor Ort sei der Widerstand der Hausbesetzer nur von kurzer Dauer gewesen. «Nach zwei, drei Minuten war der Spuk vorbei und sie sind über die SZU-Gleise in Richtung Sihlhölzli geflüchtet», schildert er die Geschehnisse gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Das Gebäude war seit Oktober 2011 besetzt. Zwischenzeitlich lebten rund 80 Aktivisten in dem Haus. Die Liegenschaftseigentümerin Agruna hat den Besetzern ein Ultimatum gestellt. Sie wurden aufgefordert, das Gebäude bis zum 8. Februar zu verlassen, weil es danach abgerissen werde.

Räumung «unvermeidlich»

In einer Mitteilung an die Medien lässt die Agruna heute Mittwoch verlauten, dass die Räumung des besetzten Landolt Areals unvermeidlich gewesen sei. Man wolle so schnell wie möglich «mit den komplexen Messungen und dem dazu erforderlichen Abbruch des Gebäudes beginnen».

Die Vorbereitungs- und Abbrucharbeiten würden acht bis zwölf Monate dauern. Auf dem Areal sollen dereinst 60 bis 70 neue Eigentumswohnungen entstehen. Ende Februar will die Agruna die Details des Bauprojektes präsentieren. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2012, 09:02 Uhr

30

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

30 Kommentare

maja naef

08.02.2012, 09:27 Uhr
Melden 47 Empfehlung

Hätten die jetzt nicht warten können bis diese Kältewelle vorbei ist. Antworten


Richard Wolff

08.02.2012, 11:10 Uhr
Melden 32 Empfehlung

Ob es für die Probebohrung wirklich einen Abbruch braucht?
Ob wirklich demnächst abgerissen wird?
Ob es sich nicht doch um einen Abriss auf Vorrat handelt?
Ob die Räumung nicht letztlich doch unnötig war?
Ob intakte Räume nicht doch besser genutzt statt leer gelassen werden sollen?
Antworten



Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.