Zürich
Das neue Zürcher Tram ist ein Berner
Von Maria Rodriguez. Aktualisiert am 21.06.2010 25 Kommentare
Facts & Figures zum Combino
Länge: 41,5 Meter
Breite: 2,3 Meter
Höhe: 3,83 Meter
100% Niederfluranteil
Fünf Doppeltüren und zwei Einfachtüren
78 Sitzplätze und 149 Stehplätze
Leergewicht: 49,8 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: 70km/h
Hersteller: Siemens AG
(Quelle: VBZ)
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Auf das gelbe Basler Tango folgt das rote Combino aus Bern. Die VBZ suchen in einem Tramcasting ein neues Fahrzeug.
Ab 2016 wollen die VBZ eine neue Tramgeneration in Betrieb nehmen. Dieses soll das Tram 2000 ersetzen, welches dann 40 Jahre durch Zürichs Strassen kurvt. Die VBZ erweitern die Fahrzeugflotte, weil sie ihre Kapazität steigern wollen. Zum einen, weil die Zahl der Passagiere stetig ansteigt. Zum anderen planen die VBZ mit den Tramlinien Hardbrücke und Rosengarten eine Erweiterung des Netzes. Im Ganzen sollen 60 neue Trams bestellt werden.
Vor genau einem Jahr wurde das gelbe Tango aus Basel getestet. Heute wurde das zweite Probetram erstmals den Medien vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein feuerrotes Modell aus Bern. Combino heisst dieses Versuchstram, welches ab nächsten Freitag bis zum 9. April probeweise auf der Linie 11 verkehrt. Von den mehrwöchigen Probefahrten erhoffen sich die VBZ Erkenntnisse technischer Art, was beispielsweise den Strombedarf betrifft. Sie wollen aber auch den Fahrgastfluss beobachten. Nicht zuletzt will man die Passagierfreundlichkeit testen und ist auf ein Feedback der Kunden gespannt.
Drittes Testtram soll folgen
Die heutige Medienfahrt verlief ohne Probleme. VBZ-Tramchauffeur Leo Nietlispach zeigte sich bereits während der Probefahrt sehr zufrieden: «Es ist immer schön, ein neues Tram zu testen.» Im Gegensatz zum Cobra ist Combino länger und schmaler. Ob sich die VBZ für das Combino-Modell von Siemens entscheiden, bleibt aber offen: «Vermutlich werden wir noch ein drittes Tram, eines der Firma Bombardier, testen», sagt VBZ-Direktor Guido Schoch auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch.
Sollten sich die VBZ für das Berner Modell entscheiden, müssten technische Anpassung vorgenommen werden. Für den Tunnel nach Schwamendingen, beispielsweise, sei Combino zu hoch. Aber auch die Berner Fahrgastinformation sei nicht kompatibel mit dem Zürcher System.
In Bern ist man mit dem «Flaggschiff Combino sehr zufrieden», betonte René Schmied, Direktor von Bernmobil. Das Modell gilt als sehr ruhig. Im Gegensatz zum Cobra-Tram, sind bei Bernmobil betreffend Combino weder Klagen über unangenehme Gerüche noch über zu lautes Quietschen eingegangen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.06.2010, 09:52 Uhr
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25 Kommentare
Die neuen Trams müssen ja nicht unbedingt äusserlich gut aussehen, dafür innen mehr praktisch sein(Kinderwagen, Stehplätze und breite Gänge also Sitzanordung 2:1). Verschiedene längen vom gleichen Tramtyp sollten heutzutage eigentlich kein Problem mehr sein. Und die Lebensdauer von ca. 40 Jahren ohne grosse nachbesserungen sind wohl auch sehr wichtig ! Ob das Cobra auch wirklich 40 Jahre fährt ??? Antworten
Mirage und Tram 2000 - die waren und sind doch perfekt. Eigentlich müsste man nur eine leicht modernere Version dieser Trams herstellen. Insbesondere was die Anordnung der Sitzplätze betrifft (einmal 2Sitze, einmal 1 Sitz). Und übrigens: ausreichend Sitzplätze. Wenn ich stehen muss, nehme ich das Auto. Antworten
@Stephan Bögli: Ich verstehe nicht, warum die Cobras ein u r s p r ü n g l i c h schweizerisches Produkt sein sollten! Die Cobras s i n d ein Schweizerprodukt, durch Bombardier in Villeneuve VD am oberen Teil des Genfersees hergestellt, unweit der Werft von Allinghi! Antworten
Aussehen ist Geschmackssache. Dem einen gefällt dieses, dem anderen das, darüber zu streiten ist müssig. Ich finde das Tango-Tram ganz attraktiv. Wenn Sie, Joe Weiss, bei dessen Anblick ko.... müssen, empfehle ich Ihnen einen Gang zum Arzt. Vielleicht sind Sie krank. Antworten
Von den Beiden wirkt der Tango hochwertiger als der Combino (Basel u. Bern). Zudem ist der Fahrkomfort im Tango deutlich besser, da es kein 100% Niderflur Tram ist. Im Prinzip kann man die gar nicht vergleichen. So oder so sollte man die Gestaltung noch einmal mit Pininfarina (oder ähnl.) anschauen. Ein gutaussehendes Tram von absolut zentraler Bedeutung für das Image von Zürich. Antworten
Schon wieder was Neues? Die Cobra-Trams stinken noch heute, das Fahrwerk weist Mängel auf. Im übrigen kommt es immer wieder zu Touchier-Unfällen zwischen den unterschiedlichen Trams. Ich denke, man sollte das Cobra-Tram überarbeiten und dann damit weiterfahren. Alles andere wird wieder unvorhergesehene massive Kosten bedeuten. Ich habe keine Lust auf laufende Preiserhöhungen. Antworten
Stimme Isabel Wirth zu, den Testkandidaten von Siemens und Stadler fehlt es an Klasse, vor allem beim Interieur, kein Vergleich zu den Cobra Trams. Punkto Design und Ausstattung sehe ich einen klaren Abstieg mit diesen neuen Modellen. Eine (ggf. technisch verbesserte) Cobra Flotte würde in jeder Hinsicht mehr Sinn machen, und zudem den Betrieb mit nur einem Modell vereinfachen. Antworten
@Kurt Brander: Die Cobra Trams, die heute rumfahren sind aber keine Kanadischen Produkte, sondern ursprünglich Schweizerische. Von Schinder Waggon, SIG und ABB. Schindler wurde dann während der Konstruktion zu ABB, ABB mit Daimler-Benz zu Adtranz und SIG zu Fiat. Fiat dann zu Alstom und Adtranz zu Bombardier. Drum inzwischen Bombardier/Alstom. Diese ganzen Fusionen erklären wohl auch das Resultat. Antworten
@Jean Monnet: Genau so unsinnig ist es allerdings, mit einer Monokultur zu fahren. Bei einem systematischen technischen Problem riskiert man so ein Grounding der gesamten Flotte. Zudem liegen zwischen den beiden Beschaffungen fast 20 Jahre, womit man sowieso nicht zwei gleiche Fahrzeuge kriegen kann und aufgrund des technischen Fortschritts auch nicht will. Antworten
Es gibt nur ein Brand fuer Schienenfahrzeuge: Stadler. Alle anderen Fahrzeugtypen wird die VBZ wie mit den Kanadischen Bombardier Trams die heute rumfahren und noch nach Jahren Kinderkrankheiten haben, beschaeftigen. Stadler ist teuer ,eben: Swiss Quality. Ich bin kein Schweizer , Deutscher...........und wir haben in Berlin Stadler Schienenfahrzeuge. Super Qualitaet. Antworten
Ich empfehle die Combinos nicht. VBZ bleib bei deinen Leisten und verwende nur ein Tramsystem auf allen Linien. Dies ist viel preiswerter, als wenn verschiedene Modelle gewartet werden müsste. Die Türen müssten ganz anders sein, damit das Ein- und Aussteigen überall rasch und reibungslos vor sich geht. Die Innengestaltung muss auch besser sein, damit besser zirkuliert und gesessen werden kann. Antworten
Eins muss man dem Cobra-Tram lassen: In Sachen Design – Exterieur wie Interieur – hängt sie alle Konkurrenten um Längen ab. Ich frage mich ob des Anblicks von Tango und Combino, was das für Leute sind, die bei Stadler und Siemens Trams designen. Gibt das Heft wieder Pininfarina in die Hand, denn die Turiner haben zweifelsfrei den nötigen Riecher für schöne Formen, Proportionen und Farben. Antworten
@LIppuner: Da waren die BVB vielleicht einfach unfähig? Hier in Bern fahren die Combino nun doch schon seit einigen Jahren störungsfrei. Ausserdem sind sie mit den breiten Gängen und der Niederflurigkeit sehr kundenfreundlich, auch für Behinderte in Rollstuhl oder Eltern mit Kinderwagen. Ausserdem verursachen sie wirklich sehr wenig Lärm. Nur zu empfehlen! Gruss voh Bern nach Zürich. Antworten
Extrem teuer ist der Betrieb von verschiedenen Fahrzeugen auf dem gleichen Netz. Man sollte lieber mehr Cobras kaufen oder eine verbesserte Cobra-Version. Auf diese Weise lassen sich die Kosten reduzieren. Ein komplett neues System zu beschaffen ist totaler Schwachsinn. Antworten





Adolf Kurt Leemann
und... wie viele Umbauten für Schienen Anpassungen müssen für den Einsatz dieser neuen Generation ausgeführt werden ? Wäre es nicht besser, dieses Transportmittel endlich mit Gummi Rädern auszurüsten, damit das endlose Quetschen in den Kurven und obligate, kostenintensive und verkehrs- hemmende Sanieren der Fahrschienen endlich endgültig der Vergangenheit angehören würde ? Antworten