Demo gegen Stellenabbau beim Tagi
Von René Staubli. Aktualisiert am 26.05.2009 52 Kommentare
Slogans gegen Massenentlassung
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Die Kundgebung fand über Mittag vor dem Hauptgebäude der Tamedia an der Werdstrasse statt. Schon am Morgen hatten Redaktorinnen und Redaktoren in Zürich Flugblätter mit dem Titel «Tamedia entlässt ein Viertel der TA-Redaktion» an Passanten verteilt. Darin kritisiert die TA-Personalkommission (Peko) die «massive Amputation», welche sich weder mit der allgemeinen Rezession noch mit den Entwicklungen in der Medienbranche begründen lasse. Die Tamedia betreibe «ohne Not einen Stellenabbau auf Vorrat», vergrössere damit lediglich «den Profit ihrer Eigentümer» und setze die Glaubwürdigkeit der Zeitung aufs Spiel.
Am 14. Mai hatte die Tamedia den bevorstehenden Abbau von 50 Vollzeitstellen beim «Tages-Anzeiger» aus wirtschaftlichen Gründen bekannt gegeben. Gleichzeitig begann das bei Massenentlassungen vorgeschriebene Konsultationsverfahren. Die Peko hatte bis gestern Zeit, Vorschläge zur Verhinderung von Kündigungen oder zur Minderung von deren Folgen einzureichen. Über das Ergebnis ist noch nichts bekannt. Die Aufgabe sei massiv erschwert worden, weil man die Anzahl der vom Abbau betroffenen festen und freien Mitarbeitenden nach wie vor nicht kenne, sagte ein Sprecher der Peko. Befürchtet werden bis zu 80 Kündigungen.
Nicht im Hauruckverfahren
Laut Peko darf der «wirtschaftlich bedingte Wandel dieser bedeutenden Tageszeitung nicht im Hauruckverfahren vollzogen werden». Sie verlangt von der Unternehmensleitung, dass sie «für eine angemessene Übergangsfrist von mindestens zwei Jahren» rote Zahlen beim TA in Kauf nimmt, dass sie weniger Leute als geplant entlässt, die Kündigungen gestaffelt ausgesprochen werden und auch Kurzarbeit als Option geprüft wird. Weitere Rednerinnen beklagten, die Redaktion wisse nicht, was Verlag und Chefredaktion mit der Zeitung vorhätten. Eine Delegation der Grünen forderte auf Transparenten «einen besseren Tagi statt mehr gehetzte Schreibe». Die SP der Stadt Zürich verurteilte in einem Communiqué die bevorstehende Massenentlassung als «in hohem Mass unverantwortlich». Dadurch leide «das Ansehen und die moralische Integrität der Marke 'Tages-Anzeiger' enorm». Das Management und die Eigentümerfamilien müssten sich ihrer sozialen Verantwortung stellen.
Laut Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer hat der «Tages-Anzeiger» in den letzten zehn Jahren rund ein Drittel seiner Leserschaft und 40 Prozent der Werbeerträge verloren. In dieser Zeit seien die Redaktionskosten konstant geblieben. Die Zeitung habe «kein konjunkturelles Problem, sondern ein strukturelles»; Kurzarbeit sei deshalb keine Lösung. Der TA werde «2009 und 2010 trotz der Abbaumassnahmen rote Zahlen schreiben». Die Unternehmensleitung lege Wert darauf, dass sich jedes Verlagsprodukt mittelfristig selber finanziere. Was den Sozialplan betreffe, werde ab nächster Woche mit der Peko und den Gewerkschaften verhandelt. Man strebe «eine faire Vereinbarung an».
Gestern wurde auch beim «Bund» demonstriert. Die Tamedia will bei ihrem Berner Tochterblatt 19 der insgesamt 54 Vollzeitstellen streichen. TA und «Bund» sollen künftig enger zusammenarbeiten. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 26.05.2009, 21:37 Uhr
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52 Kommentare
Soll ich nun mein Abo vorzeitig kündigen, um der Geschäftsleitung mein Missfallen auszudrücken, oder soll ich es im Voraus erneuern, um der Redaktion meine Solidarität kundzutun? In beiden Fällen würde ich das Management in der Meinung bestärken, dass ein Abbau erstens nötig und zweitens akzeptabel ist. Antworten
Da stehen mir die Haare zu Berge: Aus unerfindlichen Gründen Stellen abbauen (nur weil so genannte "rote Zahlen" anstehen), auf der anderen Seite für mehrere Millionen andere Verlage (EdiPresse etc.)aufkaufen u/o dementsprechend sinn- und ziellose Neubauten in Planung haben (wer arbeitet darin?). Wenn man dem nicht "paradox" sagt! Abbonnementsabbestellungen wären programmiert! Quo vadis Tagi? Antworten
Meine Prognose: Die Printmedien werden längerfristig durch die Digitalmedien ersetzt. Wenn ich morgens die neuesten News über's Internet lese und tags darauf diese Berichte in den Zeitungen lese, ist es halt schon so, dass dies dann "kalter Kaffee" ist. Ich denke , dass qualitativ hochstehende Printmedien in Zukunft gefragt sind. Antworten
Das können sie gut, Herr Suter und Konsorten: fordern, verlangen, den Arbeitgeber anschwärzen und schlecht machen - und das vermutlich alles während der Arbeitszeit. Es ist an der Zeit, dass diese Art von Journalisten den Tages-Anzeiger verlässt und die Zeitung vom ideell gesteurten Medium zu einer normalen Zeitung wird, die von gesundem Menschenverstand geprägt ist und ausgewogen berichtet. Antworten
Schritt für Schritt nähert sich der Tagi seinem hauseigenen Blatt "20 Minuten". Weniger Personal, weniger hauseigene Beiträge, weniger Charakter. Wie wenn sich diese einst grosse Schweizer Zeitung selber beweisen müsste, dass sie der Medienlandschaft nichts mehr beizutragen hat — ausser täglich vorgekautem Medienfutter. Schade fehlen in schweren Zeiten die grossen und freien Geister. Antworten
Eigentlich müsste ich als Luzerner nicht den Tagi, sondern die "Neue Luzerner Zeitung" lesen. Den Tagi konsumiere ich wegen Eva und dem US Korrespondenten Martin Killian. Im Frühzug nach Zürich bin ich wohl der einzige Tagi Leser, doch halt, ab und zu ist auch ein NZZ Leser in der 2. Klasse anzutreffen. Dass Verleger ins harte Brot beissen müssen, daran zweifle ich. Antworten
Himmeltraurig, wenn die Geschäftsleitung die Redaktion kannibalisiert. Der Tagi ist die letzte grosse, ernstzunehmende Zeitung die nicht die Banken und die Pharma etc. dauernd anschleimt und die lauten aber leeren Parolen von rechts aussen (SVP etc.) als das darstellt was sie sind. Der Tagi kann nur verlieren durch solch einen Abbau und diese Stimme wird in der Schweiz fehlen. Antworten
Der Tagi und alle anderen Bezahlzeitungen werden noch ganz anders bluten. Die eBook Reader sind gross im kommen und das Tablet-Netbook von Appple wird einschlagen wie 'ne Bombe. Rein digitale Zeitungen werden die klassischen Papierausgaben mehr als nur alt aussehen lassen und die Umwelt freuts auch. Über 80% der Stellen im Verlag und Vertrieb werden dann überflüssig. Doch die Zukunft kommt...... Antworten
Es ist ein legitimes Recht,wenn Tagi-Presseleute gegen Massenentlassungen demonstrieren.Immerhin soll es bei TAMEDIA einen Sozialplan geben,was in der reichen Schweiz- mit einem des schlechtesten AN-Schutzes in Europa- gar nicht selbstverständlich ist!Wo können noch AN ohne Sozialplan,od.kurz vor der Pensionierung auf die Strasse gestellt werden?"In der Schweiz! z.B. bei Pro Ciné Colorlabor W.wil Antworten
Tamedia ist eine Firma wie andere. Ziel ist das Überleben nachhaltig zu sichern. Sie ist keine Sozialversicherung, die den Mitarbeitern ein sorgenfreies Leben garantiert (@ F.Brunner). Es ist eine Illusion zu glauben, die Werbeeinnahmen von vor 10 Jahren kehren zurück. Wenn ausnahmsweise die Redaktionen schrumpfen - so ist das halt. Die inneren Dienst von Tamedia machen diese Erfahrung seit langem Antworten
Eine Zeitung machen, genau gleich wie alle andere auch, reicht nicht zum Überleben. Das "kleine Bisschen" mehr würde den Tagi nach vorn bringen. Es ist einfacher zu klagen und zu jammern, und die Schuld nicht beeinflussbaren Umständen und der bösen Unternehmensleitung zuzuschreiben, und jede neue Idee zum Vornherein als nicht realisierbar abzulehnen. Antworten
Bettina Ramseier & Co vielleicht wäre es eine gute Idee, TA wieder mal selbst zu lesen statt Vorurteile zu kultivieren. Der TA ist in letzter Zeit vieles, aber nicht nach rechts gerutscht. Als Abonnent wünschei ch mir mehr Analyse und Inspiration und weniger Simone Meier, Rothen, Küng und ähnlichen Flachsinn. Abonnent bleibe ich nur, wenn der Verlag auch die nötigen Mittel für Qualität stellt. Antworten
Mir ist klar, dass wenn ich als Nicht-Journalist, im Newsnetz drei Artikel massiv kritisieren muss (bin sozial-liberal), dann stimmt die Qualität des Journalismus nicht. Die Konzentratiotion muss her, und beim Tagi, weis man genau, wer die Qualität bietet. Wenn es nicht jetzt passiert, wird es in 5 Jahren alle betreffen, auch wegen dem Onlinebereich, wo man noch die Strategie sucht (ebook z.B,). Antworten
absolute sauerei--firmen sind nicht zur gewinnmaximierung da, sondern menschen arbeit zu geben--damit sie ein gutes einkommen haben für ein würdiges leben, und sich ab und zu was leisten können (ferien, auch mal neues auto oder mindestens fernseher)--das ist doch nicht zuviel verlangt Antworten
Gut, dass die Tagi-Crew endlich eine Manifestation organisierte. Sie kommt allerdings reichlich spät, zu einem früheren Zeitpunkt hätte sie mehr Druck erzeugt und vielleicht das Schlimmste noch verhindern können. Jahrzehntelang war der "Tages-Anzeiger" nicht nur das Flagschiff des Hauses, sondern auch die Cash-Cow. Wie es scheint, hat man das bei der Massenentlassung nicht berücksichtigt. Fair? Antworten
Mich dünkt, da oben wird wieder viel abgesahnt und an da unten wird nicht mehr gedacht. Jeder sich selbst der nächste. Wo soll das noch hinführen? Soziale Ungerechtigkeiten werder langfristig nach hinten losgehen. Jeder Mensch wird in einer funktionierenden Gesellschaft gebraucht. Nicht nur Profit, Profit. Ein Umdenken muss stattfinden! Antworten
Es ist unfair, wenn in dieser Diskussion Print gegen Online ausgespielt wird. Online ist nicht "gratis", sondern muss mittelfristig werbe- und dienstleistungsfinanziert sein. Es gibt einen qualitätsbewussten Online-Journalismus. Ebenso gibt es viele junge Kolleginnen und Kollegen, die sehr gut und engagiert arbeiten, vor allem in der Pendlerpresse. Antworten
Auch ich finde: der Tagi war auch schon fundierter, politischer, tiefgehender. Umso eher ist es ein Schritt in die FALSCHE Richtung, nun ein Viertel des Personals rauszuschmeissen. Die Konzeptlosigkeit schien auch ein wenig von oben geplant. Das wird nun nicht besser! ICH will einen 42 Millionen besseren Tagi - statt Dividenden an die Aktionäre! Drum auf Facebook: Gruppe "Tagi-Kall-Schlag NEIN" Antworten
Liebe Tamedia-Mitarbeitende, seit doch erwachsen genug und tragt die Konsequenzen eures kollektiven Handelns. Eure ideologische Schreibe erhält ihre oekonomische Quittung. Anscheinend sind immer weniger Leser bereit, für eure einseitigen und inszenierten Stories Geld locker zu machen. Der Tagi lebt nicht von Steuergeldern, sondern von Eigenleistungen. Und die sind seit langem ungenügend. Leider. Antworten
Die Tagi-Journalisten informieren als Gewerkschafter in eigener Sache. Wenn es dem Tagi gelingt, sich von einem stramm linken Parteiblatt wieder zu einer unabhängigen Zeitung zu mausern, kommen vielleicht auch die Leser wieder zurück, die das Abo selber zahlen müssen. SVP-Hetze und Papst-Haue genügen nicht. Anscheinend goutieren zu wenig Leser die einseitige tiefrot-grüne Schreibe. Gute Besserung! Antworten
Qualität erfordert auch entsprechende Ressourcen. Der Tagi ist wichtig für die Schweizer Medienlandschaft, für die Meinungsvielfalt und auch für Zürich. Gratiszeitungen können keinen Ersatz sein. Mit diesem Stellenabbau verlieren eifach alle: die Journalisten, die Leser, die qualitativ gut informiert sein wollen, sowie die Tamedia durch Image- und Qualitätsverlust. Schade, einfach nur schade! Antworten
Natürlich ist die Massenentlassung angesichts der nackten Zahlen obszön und für den Verlag schädlich. Als Linker muss ich allerdings auch die Anbiederung an den Billig-Boulevard beklagen, die mit der Multichannel-Strategie verbunden ist. In meinem Umfeld denken immer mehr Leute nach Jahrzehnten über einen Wechsel zur NZZ nach. Für Pendlerzeitung-Journalismus wollen wir nicht bezahlen müssen. Antworten
Wenn Tamedia wirklich sparen will, kann sie am geplanten Glaspalast sparen. Glasgebäude sind teuer, isolieren schlecht, heizen sich unnötig auf und die Arbeit wird durch die starke Spiegelung erschwert. Frage: Was bringt einem Medienunternehmen mehr Prestige, ein teures Spiegelkabinett oder kompetente Angestellte? Antworten
@ Lienhart, Schwendener & Co.: Der Tagi ist linker geworden, sondern beliebiger. Eine vertiefte Beschäftigung z.B. mit lokalen oder kantonalen Themen findet fast nicht mehr statt. Es wird einfach ein wenig an der Oberfläche rumgewabbert. Da lobe ich mir die NZZ. Ich bin zwar als Linker mit ihren Schlussfolgerungen oft nicht einverstanden, aber wenigstens leistet sie Gedankenarbeit. Antworten
Die Tagi-Schreiber haben bis dato nicht realisiert, dass ihr linker Journalismus und ihr SVP-Bashing überhaupt nicht mehr en vogue ist. Und so holt die Realität des Kapitalismus halt auch die Ideologie ein. Zudem hat der Tagi sei Jahren nicht durch gute Recherchen brilliert sondern hat eigentlich nur noch Agenturmeldungen verbreitet. Dass dies irgendwann finanzielle Konsequenzen hat, ist mir klar. Antworten
Tamedia beherrscht einen Grossteil der Schweizer Medienlandschaft. Damit eine solche Machtanballung gesellschaftlich gerechtfertigt ist, sollten die gesteckten Ziele anspruchsvoll sein. Statt die Macht des Stärkeren selbstherrlich durchzusetzen, wäre zumindest eine einleuchtende Argumentation gefragt. Indem man glaubt, die existentiellen Nöte seiner Mitmenschen nicht ernst nehmen zu müssen, verliert man an Würde. Antworten
Seit gut 20 Jahren habe ich ein Abo beim Tagi, weil die Zeitung (meistens) gut informiert, Themen aufgreift und durchaus auch eine Meinung hat. Alles in allem eine gute Zeitung. Ob dies mit 25% weniger Personal weiterhin so bleibt? Wohl kaum. Die Forderungen der Angestellten, scheinen mir jedenfalls fair. Antworten
Ich finde es immer schlimm wenn die Leute Ihren Job verlieren egal wo. Schade eigentlich dass sie fast jeden Tag nur die UBS im Visier haben und nur negatives schreiben (müssen). So geht die Werbung zurück und so wiederum Geld für die Angestellten. Nicht zu vergessen das Management braucht auch viel mehr Lohn und dass muss der Angestellte ausbaden und das egal in welcher Firma sogar beim Bund Antworten
Ob links oder rechts, steht heute nicht zur Diskussion, Herr Lienhart. Es geht um die Persoalpolitik der tamedia. Um Menschen! Menschen, die nicht verstehen, dass oben geklotzt wird, während sie Angst haben, ihren persönlichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Ich bin Teil der Redaktion; wo seit Monaten unter diesem Druck gearbeitet wird. Für eine gute Zeitung, für gute Leser! Antworten
wenn ich das niveau der tagi-journalisten so betrachte und ihre berichte so lese dann nehme ich schwer an, dass diese massenentlassung eine "säuberungs-aktion" in den redaktions-etagen ist.. meine das nicht böse und ich wünsche den entlassenen umgehend einen neuen job. aber der tagi hat schon an glanz verloren mit dem boulevard-niveau,den immer mehr teenie-reporter (früher bei video-gang) brachten Antworten
Die Entlassungen beim Tagi tragen die Handschrift eines Mannes, für den die Mitarbeiter im Hause Tamedia nicht mehr als eine Manövriermasse darstellen: CEO Martin Kall. Nur noch im Bankenwesen gibt es Leute, die mit dem gleichen eisernen Besen agieren, wie er. Wenn einer gehen muss, dann ist es Herr Kall! Und sicher nicht die 50 Redaktoren! Krisen kann man auch mit Pensenreduktionen überstehen. Antworten
Hört auf mit dem Geschwätz von wegen Wirtschaftskrise. Tamedia baut ab, weil die Manager versagt haben. Die Regionalisierungsstrategie war ein Vollflop. Dass die Manager nicht dazu stehen können, ist ein Armutszeugnis und eine intellektuelle Beleidigung für jeden Bürger und auch für jeden Journalisten. Antworten
Eigentlich nur eine logische Folge gegenüber der Qualitätsverschlechterung. Wir bringen in der Schweiz einfach keine qualitativ hochwertigen Artikel mehr zusammen, da es an der fachlich hochstehenden Ausbildung von Journalisten fehlt. Alle Journalisten mit Talent gehen ins Deutschsprachige Ausland wo sie mehr gefördert werden. Ich bleibe auch nicht hier, das Nievau hier ist zu provinziell. Antworten
echt schade das sowas passiert. die forderung über zwei jahre die entlassungen hinzuziehen, geht sicher nicht bei vielen firmen. aber ich denke, beim tagesanzeiger würde die möglichkeit sicher bestehen. also bitte, tagesanzeiger, schau das du die leute nicht entlässt, sondern sie ziehen lässt. schau, das sie einen job haben und dann gegangen werden. seit nicht wie andere, bleibt einzigartig. Antworten
Eine Schande und so kurzsichtig: Je weniger Redaktore eine Zeitung machen, desto schlechter wird sie. Je schlechter, desto weniger Leser hat sie. Die Kannibalisierung mit Gratisprodukten aus dem gleichen Haus geht dann auf. Auf der Strecke bleiben Qualität, Medien- und Meinungsvielfalt - und die Journalisten. Aber für Dividenden langst alleweil... Antworten
Ich kann die Tagi MitarbeiterInnen sehr gut verstehen. Dass in dieser Zeit trotz des riesen Gewinnes Leute entlassen werden ist ein Skandal. Wieso wurden nicht Rückstellungen gemacht, damit die Arbeitsplätze während zweier Jahren gesichert werden können? Auch mit der Hälfte der Dividende wären wohl der grösste Teil der Aktionäre zu frieden gewesen. Zudem nimmt die Qualität der Ztg mit dem Abbau ab Antworten
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Nick Nolde
Tamedia (online): Tages Anzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung, Berner Oberländer, Der Bund, Solothurner Tagblatt, Thuner Tagblatt, Thurgauer Zeitung > alle haben - ausser im Regionalteil - die genau gleichen Inhalte! Alle hatten einst eine eigene "Seele", diese werden nun "verschachert". Die Entlassungen haben wohl weniger mit Not zu tun, als mit der Umsetzung eines "neuen Konzeptes". gfürchig Antworten