Demonstranten geben den Paradeplatz frei
Von Jvo Cukas, Felix Schindler. Aktualisiert am 18.10.2011 191 Kommentare
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Die Demonstranten, die im Rahmen der internationalen Protestaktion Occupy Wall Street seit Samstagmorgen 10 Uhr den Zürcher Paradeplatz besetzt hielten, sind am frühen Montagmorgen abgezogen. Bereits um 6.45 Uhr haben Beamte der Stadtpolizei Zürich die Aktivisten «mit Nachdruck» darum gebeten, den Platz zu räumen, wie Polizeisprecher Michael Wirz gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte.
Die Demonstranten haben gemäss Wirz das Ultimatum der Ordnungshüter eingehalten und das Areal verlassen. Eine polizeiliche Verfügung habe es hierzu nicht gebraucht. Der Paradeplatz wurde vorher von den Aktivisten gereinigt. Einige von ihnen sind noch immer vor Ort und verteilen Flyer. Die restlichen Demonstranten sind zum Lindenhof gezogen, wo sie ihre Protestaktion fortführen wollen.
«Die Unterstützung der Menschen war unglaublich»
Ein Mitorganisator der Aktion Occupy Paradeplatz hatte bereits am Sonntagnachmittag erklärt, dass zivile Polizisten mit einzelnen Aktivisten das Gespräch suchten und sie bis 20 Uhr zum Abzug bewegen wollten. Ein Abzug käme aber erst infrage, wenn eine polizeiliche Verfügung vorliege. Eine angekündigte Vollversammlung später am Abend ergab keine Neuerungen.
Die Aktivisten zogen bereits am Sonntag eine positive Bilanz. 50 Leute hätten auf dem Paradeplatz übernachtet, alles sei äusserst friedlich verlaufen. Auch habe man sehr auf die Sauberkeit geachtet: «Ständig liefen Aktivisten herum, die Abfall sammelten.» Selbst eine Toilette hätte ein Aktivist gebaut. «Die Unterstützung von verschiedensten Menschen war einfach unglaublich.»
Unter dem Motto «Rettet Menschen, nicht Banken», demonstrierten gegen 1000 Menschen am Samstag auf dem Paradeplatz. Mit einer farbenfrohen Kundgebung gegen die Grossbanken UBS und Credit Suisse und das Politsystem.
Jean Ziegler: Grussbotschaft aus Paris
Zur Aktion Occupy Paradeplatz hatten unter anderen die Juso und die Jungen Grünen aufgerufen. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der umstrittenen Gruppierung We are change und von «Echte Demokratie jetzt» teil.
In Zürich hätte der ehemalige Genfer SP-Nationalrat und Globalisierungskritiker Jean Ziegler auftreten sollen. Er verpasste aber einen Flug und richtete deshalb von Paris aus eine telefonische Grussbotschaft an die Besetzer. Seiner Meinung nach braucht es die Occupy-Proteste in der Schweiz «unbedingt», wie er im Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte. Sie als Aufstand von Verschwörungstheoretikern zu bezeichnen, ist für Ziegler ein «diffamatorischer Angriff auf die Bürgerbewegung und inakzeptabel». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 17.10.2011, 06:56 Uhr
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191 Kommentare
Herr Rüegg, bei der IV und der AHV (auch ihrer) wurde gespart, bei der Bildung und im Gesundheitswesen wird abgebaut, auf der anderen Seite wollen die Bürgerlichen tiefere Steuern bei Millionären und Milliardären. Da darf man doch den Saumärt besetzen, bei allem Respekt. Antworten
Ich möchte den Leuten danken, welche sich dafür einsetzen! Ganze Länder sind in Geiselhaft dieser Finanzinstitute. Alles dreht sich um Aktienkurse, Börsenindexe, Invest und sogenannte Finanzprodukte. Das einzige für die Gesellschaft nützliche, was die Banken in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht haben sind E-Banking und Geldautomaten. Banken sollen wieder langweilig werden und Kredite vergeben Antworten

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