Der Bahnhof Stadelhofen in neuem Licht
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 18.09.2009 10 Kommentare
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Rund fünf Monate dauerten die Bauarbeiten am Stadelhofen. Am kommenden Montagabend werden die beiden Stadträte Ruth Genner und Andres Türler den neugestalteten Platz einweihen. Dafür wurde gestern Mittwochabend quasi die Krönung des aufpolierten Areals installiert: Die Fassadenbeleuchtung des Bahnhofsgebäudes.
Beleuchtung gehört zum Plan Lumière
Für die Realisierung zuständig waren die Firmen Opticalight und d'lite aus Zürich. Nach Einbruch der Dunkelheit liessen sich deren Mitarbeiter auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes mit einem Kran in die Höhe befördern. An bereits bestehenden Masten befestigten sie drei zylinderförmige Projektoren – die den Bahnhof anschliessend in ein diskret schillerndes Licht hüllten. Die Installation ist ein Bestandteil des Plan Lumière, dem Gesamtkonzept für die Beleuchtung der Stadt. Ab kommendem Montag leuchten die Projektoren täglich bis Mitternacht.
Dem Laien fällt die Wirkung der drei lichtstarken Strahler erst auf, wenn sie ausgeschaltet werden. Dieser Effekt zeigte sich gestern Mittwochabend, nachdem die neuen Geräte zum ersten Mal gemeinsam in Betrieb genommen worden waren. Zuvor stand das Gebäude fahl und profillos in der Nacht.
Sind die Projektoren eingeschaltet, strahlt die Front und setzt sich mit klaren Kontrasten von den Seiten ab. Dabei wird kein Licht an die Umgebung abgestrahlt, auch im Inneren des Gebäudes ist von der Beleuchtung nichts zu sehen.
Kein Wow-Effekt, sondern städtebauliche Inszenierung
Dafür sorgen die Projektoren, die ebenfalls von Opticalight entwickelt wurden und in ihrer Art weltweit einzigartig sind. Die Geräte sind mit Schablonen ausgestattet, die das Licht exakt entlang der Konturen des Gebäudes projizieren. Dabei sind die Lampen extrem lichtstark, können präzise justiert werden und verbrauchen weniger Strom als ein vergleichbarer Strahler mit Led-Leuchtmittel.
«Die Installation am Stadelhofen zielt nicht auf einen Wow-Effekt», sagt Luzius Huber von Opticalight. «Es geht vielmehr um eine städtebauliche Inszenierung des Bahnhofsgebäudes.» Ähnlich wie die Beleuchtung des Grosmünsters soll die Installation die Architektur ins rechte Licht rücken und nicht selbst zum Hauptdarsteller werden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.09.2009, 15:44 Uhr






