«Der Böögg brennt etwa 12 Minuten»
Interview: Maria Rodriguez. Aktualisiert am 19.04.2010
Zum 45. Mal Böögg-Vater: Heinz Wahrenberger aus Stäfa. (Bild: Esther Michel)
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Heinz Wahrenberger, niemand hat 45 Mal den Böögg gebaut. Inwiefern unterscheidet sich der Rekord-Böögg von seinen Vorfahren?
Optisch gibt es praktisch keine Unterschiede, ausser dass natürlich die Kravatte, die jedes Jahr dem Gastkanton angepasst wird. Akustisch könnte es jedoch Unterschiede geben. Wir mussten nämlich schwächere Knaller anbringen, da wegen des Umbaus der Wiese die Pferde offenbar näher an den Scheiterhaufen kommen.
Ein Böögg «light»?
Nicht wirklich. Das Innenleben ist wie üblich, nur grad die untersten Knaller am Podest sind ein wenig schwächer und weniger. Normalerweise statten wir den Böögg mit 140 Knallern aus, dieses Jahr sind es 130. Die Petarden am Hals sind genau gleichstark wie letztes Jahr. Die Zuschauer sollten keinen Unterschied merken. Brennen sollte er aber wie immer.
Über 50 Stunden haben Sie am Böögg gearbeitet. Nun steht er auf der Sechseläutenwiese. Wie angespannt ist der Böögg-Vater?
Sobald der Böögg nicht mehr im meiner Garage steht, bin ich erleichtert. Seit heute morgen um 7 Uhr ist er befestigt. Es sollte also nichts mehr schiefgehen.
Wo und wie verbringen Sie das Sechseläuten?
Ich bin als Ehrengast in der Zunft Oberstrass eingeladen und nehme auch am Umzug Teil. Ab 17.45 bin ich kommentiere ich die Böögg-Verbrennung auf TeleZüri mit.
Der Sommer könnte wegen der Vulkanasche kühler ausfallen. Wird der Böögg dem entgegenwirken?
Das ist schwierig zu sagen. Rein statistisch gesehen ist der Böögg ja nicht der beste Wetterfrosch.
Überall laufen Wetten bezüglich der Brennzeit des Bööggs. Was ist Ihre persönliche Prognose?
Ich habe es jeweils gern, wenn er ein wenig länger brennt. So kann man den Böögg länger geniessen. Da es trocken und schön ist heute, tippe ich auf 12 Minuten heute. Also etwa gleich lang wie letztes Jahr.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 19.04.2010, 11:22 Uhr






