Der Sonnengarten

Beim Triemli baut die Genossenschaft Sonnengarten eine Siedlung mit 200 Wohnungen. Nicht nur die Architektur erregt die Gemüter.

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Derzeit wird bei der Tram- und Bushaltestelle Triemli der Neubau der Genossenschaft Sonnengarten von den Gerüsten befreit. Monate bevor die Siedlung im Herbst bezugsbereit ist, lösen die beiden Gebäude «nur negative Reaktionen aus», wie Quartiervereinspräsident Max Kurzen gegenüber Tagesanzeiger.ch sagt.

Die Nachbarn im Quartier regen sich nicht nur darüber auf, dass die knapp 200 Wohnungen auf sieben Stockwerken gebaut werden und wie ein Riegel wirken. «Vor allem die Farbe kommt sehr negativ an», sagt Kurzen. Sie schwankt je nach Sonneneinstrahlung zwischen Braun und Grau.

Verdecken Wolken die Sonne, gleichen sich die Gebäude farblich dem Triemli-Spital und dem Personalhaus an, welches auf der anderen Strassenseite steht. Ganz anders wird die Siedlung auf der Infotafel vor den Baugerüsten dargestellt: Die Illustration zeigt eine weisse Gebäudehülle; ein parkähnlicher Innenhof scheint dem «Sonnengarten», wie sich die Genossenschaft nennt, zu entsprechen.

«Andere Farbe würde viel verändern»

Auch die Architektur kommt offenbar schlecht an. «Der Bau wird bereits als moderner ostdeutscher Plattenbau bezeichnet», sagt Kurzen. Keine einzige begeisterte Antwort habe er bis heute über die Siedlung gehört. «Dabei würde eine andere Farbe bereits vieles verändern.»

Positive Beispiele sind laut Kurzen die neuen Häuser an der Wasserschöpfi und beim Leonard-Ragaz-Weg. «Dort äussern sich die Nachbarn zwar nicht hell begeistert, aber immerhin auch nicht negativ», sagt Kurzen. Die Gebäude seien lockerer gebaut und sehen viel freundlicher aus. Damit könne man viel besser leben.

Störend findet er auch, dass die Baugenossenschaft den Quartierverein nicht darüber informiert hat, wie der Neubau aussehen werde. Als die Ausschreibung schliesslich vorlag, sah man von Rekursen ab. «Bei privaten Arealüberbauungen hat man keine Chance mit Einsprachen.» Enttäuscht zeigt sich Kurzen über die Stadt, welche einen solchen Neubau bewilligt hat. Der Neubau ersetzt die erste Siedlung der Genossenschaft, die an dieser Stelle 1945 erstellt wurde.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.05.2011, 14:26 Uhr

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