Der «Strichplan»: Beim Bellevue legal, am Sihlquai nur geduldet
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 23.02.2010 11 Kommentare
Offizieller Strichplan der Stadt Zürich: In den markierten Zonen ist die Strassenprostitution legal. Für mehr Infos auf die Punkte klicken.
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Der Konkurrenzdruck auf dem Strassenstrich ist so gross, dass Prostituierte für ihre Arbeit neue Orte suchen. Nachdem sich die Szene am Sihlquai bis unter die Hardbrücke ausbreitete, entstand auch beim Tiefenbrunnen ein Strassenstrich.
Der Ort am Stadtrand wurde nicht zufällig gewählt. Nachdem sich die Prostituierten am Sihlquai immer mehr Richtung Hauptbahnhof ausgebreitet hatten, verteilte die Stadtpolizei Flyer, auf denen der gesamte «Strichplan» aufgedruckt ist.
Unter Kornhausbrücke nur «geduldet»
Offiziell erlaubt ist gemäss Plan die Strassenprostitution am Sihlquai lediglich zwischen dem Eisenbahnviadukt und dem Escher-Wyss-Platz. Unter der Kornhausbrücke und weiter Richtung Hauptbahnhof wird die Prostitution «lediglich geduldet», wie Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartementes, gegenüber Tagesanzeiger.ch sagt.
Es sei gut möglich, dass sich einige Frauen vom Sihlquai wegen des Flyers mit dem offiziellen «Strichplan» nun einen neuen Standplatz ausgesucht hätten, sagte Casanova gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.
Rämistrasse, Niederdorf und Limmatquai
Weitere neue Orte von Strassenprostitution sind der Stadtpolizei derzeit nicht bekannt, wie diese auf Anfrage sagte. Offiziell erlaubt sind über ein Dutzend weitere Zonen. Im Kreis 1 ist beispielsweise die Tal- und Börsenstrasse bis an den Stadthausquai als «Strichzone» bestimmt. Zudem sind Teile der Rämistrasse und des Niederdorfs sowie das Limmatquai bis zum Bellevue auf dem «Strichplan». Dazu gehört unter anderem auch ein Abschnitt des Hirschengrabens und des Mythenquais.
Der «Strichplan» wird gegenwärtig im Rahmen der Polizeiverordnungs-Revision neu konzipiert. Wann das Ergebnis vorliegt, ist allerdings noch unklar. Casanova rechnet damit, dass es voraussichtlich in diesem Jahr der Fall sein wird. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.02.2010, 13:04 Uhr
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11 Kommentare
Da ja die Stadt generell für viel Kultur Geld zum Fenster raus kübelt, könnte man doch ein altes Fabrik-Gebäude im Kr.5 sanieren. Ein paar Zimmerchen mit Ausguss bauen und die Frauen kostenlos dort ihrer Arbeit nach gehen lassen. für die Unkosten (Reinigung, Heizung, Energie) bezahlt der Freier eine Gebür die die Damen abgeben. Dann sind alle im Trocken, und niemand fühlt sich mehr belästigt. Antworten






