Der Vorbote des Hafenkrans ist jetzt ein Schnabeltier
Von Jürg Roher. Aktualisiert am 07.10.2011 28 Kommentare
Artikel zum Thema
- Er will doch nur spielen!
- «Die Frage ist, ob wir gestaltete Plätze oder trostlose Flächen wollen»
- Todgeweihte leben länger
- «Wie der Hafenkran»
- Hafenkran: «Eiszeit-Klaumauk aus den Achtzigerjahren»
- Der Hafenkran an der Limmat soll trotzdem montiert werden
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Welch Potenzial doch in einem Schiffspoller steckt! Ein paar Pinselstriche in Form eines Auges genügen, und schon wird aus dem Eisenknubbel ein Entenkopf oder ein Schnabeltier – jenes biberartige, eierlegende Säugetier aus Australien, von dem Charles Darwin sagte, es müsse wohl zwei Schöpfer gehabt haben. Wer in Zürich dieses Potenzial entdeckt hat, ist unbekannt. Es könnte jemand sein, der im Sommer am Vieux Port in Marseille war, denn dort stehen auch Poller mit Augen.
Jene Poller werden allerdings tatsächlich zum Vertäuen von Booten benützt, die fünf Poller am Limmatquai sind Kunst – erster Teil der Kunstaktion «Zürich Transit Maritim», die mit dem Hafenkran neben dem Café Rathaus ihren Höhepunkt finden soll. Die Kunstaktion spielt mit der Vorstellung, Zürich sei einst eine Hafenstadt am Meer gewesen.
Was für viele Leute offenbar unerträgliche ist, wird doch der Kran geschmäht, als ob er die ganze Stadt verladen hätte. Im Dezember wird der Gemeinderat mit dem Budget 2012 entscheiden, ob es für die Miete eines Hafenkrans Geld gibt. Mag ja sein, dass der grinsende Poller einige Parlamentarier heiter stimmt. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.10.2011, 16:42 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
28 Kommentare
Wunderschön! Aber die SVP ist dagegen! Diese Kunst ist sehr wahrscheinlich von linken Künstlern. Weil die Künstler sind ja immer links. Genau... wie die Lehrer und die Journalisten. Ui ja... das Schweizer Fernsehen habe ich noch vergessen. Antworten

Bitte warten




