Zürich

Der kleine Böögg kommt gross raus

Von Anatol Heib. Aktualisiert am 18.04.2010

Viele feiern im Garten oder am Cheminée bereits das ganz private Sechseläuten - mit dem Verbrennen des «Pocket Böögg».

Für das private Sechseläuten: Bausatz «Pocket Böögg».

Für das private Sechseläuten: Bausatz «Pocket Böögg».

Der «Pocket Böögg» zum Selberbasteln enthält Scheiterhaufen, 40 Zentimeter hoher Böögg mit Besen, Hut und zwei Kracher für den obligaten Knall. Entwickelt wurde die Idee von der Zürcher Hochschule der Künste - in Zusammenarbeit mit der Werkstätte Rauti, eine Institution der RGZ Stiftung zugunsten cerebral gelähmter Menschen.

Die 1000 Exemplare, kurz vor Ostern über die Website Pocket-böögg.ch angeboten wurden, gingen weg wie warme Weggli - für 78 Franken das Stück. «Allein in den ersten zwei Tagen wurden 600 Stück bestellt», erinnert sich Daniel Flüeler, Mediensprecher der Werkstätte Rauti. «Wir hätten nie mit diesem Erfolg gerechnet. Einige haben sogar zwei Bööggs gekauft – einen zum Verbrennen, den anderen als Andenken.» Sogar als Mitbringsel für den Besuch im Ausland ist er gedacht. Besonders bei Jugendlichen habe sich der «Pocket Böögg» zum Kultobjekt entwickelt. Man habe sogar Anfragen für einen Workshop erhalten und einige Firmen würden bereits als Geschenk für kommende Weihnachten vorsehen. Künftig wird sich eine eigene Produktionsabteilung nur um den Böögg kümmern.

Weitere Serie in Arbeit

Zurzeit arbeitet man in der Werkstatt an der Produktion einer weiteren Serie. Wann diese verkaufsbereit ist, ist noch unklar. Die Haupttätigkeit in der Werkstatt sind Arbeiten im Auftrag von Firmen. «Weil natürlich die Auftragslage schwankt, haben wir uns schon länger Gedanken gemacht, was wir produzieren und verkaufen können, um auch in ruhigeren Zeiten gut ausgelastet zu sein», so Flüeler. So kam man auf den «Pocket Böögg». Bis man mit dem Ergebnis des Bausatzes zufrieden gewesen sei, habe man unzählige Böögs verbrannt.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.04.2010, 15:36 Uhr

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