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Die Baustellen Zürichs

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 11.01.2012

2012 werden in Zürich wichtige städtische Bauprojekte lanciert, abgeschlossen und Sünden der 1990er-Jahre behoben. Ein Überblick über die zentralen Baustellen in der Stadt.

1/40 Grossbaustelle: Vier von sieben im Jahr 1994 definierten Baumassnahmen für das Stadtspital Triemli sind bisher umgesetzt worden. Derzeit wird am neuen Bettenhaus gebaut, das Ende 2015 eingeweiht wird. «Punkto Einsatz von Steuergeldern ist die Baustelle beim Stadtspital Triemli die grösste der Stadt. Bis Ende 2020 sollten hier sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein», so Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements.
Bild: Hochbaudepartement der Stadt Zürich

   

Interaktive Grafik: Wie Zürich West 2013 aussieht.

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Mehr als 100 Bauprojekte – von Wohnhäusern über Spitäler und Gastrobetriebe bis hin zu WC-Häuschen – werden vom Amt für Hochbauten pro Jahr ausgeführt. 2012 stehen neben dem Hardturm-Stadion, dem Kongress- und Kunsthaus aber insbesondere Bauarbeiten an Schulanlagen im Fokus.

Gleich in mehreren Schulen werden Pavillons aufgestockt oder Module errichtet, um den steigenden Schülerzahlen zu begegnen. So wird beispielsweise im Schulhaus Allenmoos ein heute leerstehender Pavillon zu einem Hort mit 60 bis 100 Plätzen ausgebaut.

«Sünden» der 90er-Jahre aufarbeiten

«Die Stadt investiert kräftig in die Schulhausbauten und Kinderbetreuung», betont Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements. Trotzdem müssten noch immer «Sünden» der 90er-Jahre aufgearbeitet werden. «Damals meinte man ‹sparen› zu müssen und schob die Unterhaltskosten einfach hinaus.»

Verzögerungen bei Bauprojekten in Schulanlagen gibt es auch durch private Rekurse. So hätte bereits im Februar 2011 mit dem Umbau im Schulhaus am Uetliberg begonnen werden sollen. Dort sollen dereinst 150 Betreuungsplätze entstehen. Eine Privatperson hat sich gegen das Projekt gestemmt. Ebenfalls blockiert ist der Hortneubau bei der Schulanlage Ilgen in Hottingen. Das Rechtsverfahren ist hängig, der Baubeginn ist offen.

Über ein städtisches Grossprojekt, das Schulhaus Blumenfeld im Quartier Ruggächer in Affoltern, wird das Stimmvolk im kommenden Jahr entscheiden. Das neue, nur zweigeschossige Gebäude soll dereinst Raum für rund 440 Schüler im Alter von 4 bis 13 Jahren bieten. Es umfasst zudem Betreuungsplätze sowie ein Mehrzwecksaal und eine Dreifachturnhalle, die auch dem Quartier zur Verfügung stehen soll.

Entscheid für Kongresszentrum-Standort in zwei Monaten

Wichtige Entscheide werden in diesem Jahr auch im Bereich Kunst- und Kulturbauten fallen. So wird im November 2012 über die geplante Kunsthauserweiterung abgestimmt. Bald soll auch feststehen, wo dereinst das neue Kongresszentrum errichtet werden soll. Für vier Standorte in Zürich wurde eine Testplanung durchgeführt: Im Bereich des heutigen Carparkplatzes beim Hauptbahnhof, auf einem Areal an der Geroldstrasse, auf dem Kasernenareal und im Gebiet Hafen Enge.

«Derzeit laufen Gespräche mit dem wichtigsten Grundeigentümer des Areals an der Geroldstrasse. Die Standortevaluation für das Kongresshaus kann erst nach dem Ende dieser Gespräche abgeschlossen werden», so Spinner. «Der Stadtrat hofft, dass er in den nächsten zwei Monaten seinen Standortentscheid bekannt geben kann.»

Umbauten und Sanierungen im Wohnbereich

Im Wohnungsbau werden die städtischen Liegenschaften an der Dufour- und Kreuzstrasse umfassend instand gesetzt. Die 18 Wohnungen in den Häusern werden danach dem Opernhaus als Personalwohnraum vermietet. Die Wohnsiedlung Paradies in Wollishofen wird ab April renoviert und erhält neu 220 kleine und mittelgrosse Wohnungen.

An der Nordstrasse in Zürich-Wipkingen schliesslich geht die vierte und letzte Etappe der Sanierungsmassnahmen an den bekannten Schindelhäusern dem Ende entgegen. Gemäss Urs Spinner seien die Bauarbeiten im Sommer 2012 abgeschlossen. «Damit kann die Stadt auch in den kommenden Jahren günstigen Wohnraum an zentraler Lage zur Verfügung stellen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.01.2012, 11:01 Uhr

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