Zürich

Die ETH als Immobilienhändlerin

Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 17.01.2012 6 Kommentare

Die ETH will bis ins Jahr 2025 Platz für Wohnungen schaffen. Bereits stehen vier Häuser fest, die vermietet oder verkauft werden sollen. Doch nur zwei will die ETH jetzt schon bekannt machen.

1/11 Die ETH schafft Wohnraum: Dieses Haus an der Fliederstrasse steht zum Verkauf.
Bild: Jvo Cukas

   

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Bis zu 80 Wohnungen sollen in ehemaligen Bürogebäuden der ETH Zürich bis 2025 entstehen. Den Anfang machen in diesem Jahr zwei Häuser unweit vom ETH Zentrum – beide im Kreis 6.

Einerseits geht es dabei um ein stattliches dreistöckiges Haus an der Fliederstrasse, welches bis anhin Büros des Institutes für Angewandte Mathematik beherbergte. Andererseits handelt es sich um ein Gebäude an der Nelkenstrasse, welches bis vor kurzem der Kinderkrippe von Universität und ETH Platz bot. Die Krippe ist nun näher ans Hochschulgebiet-Zentrum umgezogen, in ein eigens dafür renoviertes Haus an der Clausiusstrasse.

Laut Roman Boutellier, ETH-Vizepräsident für Personal und Ressourcen, wird das Gebäude nun umgebaut. «Es werden Wohnungen für Studierende entstehen», erklärt Boutellier. Das Haus soll der Studentischen Wohngenossenschaft Zürich (Woko) vermietet werden, welche die Wohnungen dann zimmerweise an Studierende weitervermieten werde.

Zwei weitere Immobilien werden verkauft

Anders sieht der Fall an der Fliederstrasse aus: «Das Haus steht zum Verkauf.» Gemäss Boutellier wird der Preis vom Markt bestimmt, da die gesetzliche Vorgabe besteht, an den Höchstbietenden zu verkaufen. Allerdings hätten Stadt und Kanton ein Vorkaufsrecht, sofern sie bereit seien, ebenfalls den Marktpreis zu zahlen. Man warte aber nicht nur auf Interessenten, sondern biete den Hauskauf auch verschiedenen Baugenossenschaften «auf Einladung» an.

Bereits stehen laut Boutellier zwei weitere Immobilien fest, welche die ETH 2013 und 2016 verkaufen will. Wo diese stehen, will er aber nicht bekannt geben. «Zurzeit sind die Häuser von Studierenden bewohnt. Wir wollen diese erst über den geplanten Verkauf informieren.» Zudem wolle man zuwarten, bis man den jetzigen Bewohnern eine passende Alternative bieten könne. Einen Anfang mache hier das Haus an der Nelkenstrasse.

Entscheide für weitere Immobilien stehen aus

Bei allen anderen Immobilien sei noch nicht definitiv entschieden, was in Zukunft passieren werde. «Wir haben zwar eine Liste mit möglichen Verkaufs- oder Umnutzungsobjekten zusammengestellt, Entscheide sind aber noch nicht gefallen», erklärt Boutellier.

Insgesamt will die ETH bis 2025 rund 7600 Quadratmeter Bürofläche für Wohnraum zur Verfügung stellen. Einzelne Immobilien werden dazu verkauft, andere bleiben im Besitz der Hochschule. In der Nähe des Centrals, an der Leonhardstrasse neben dem ETH-Hauptgebäude, entsteht dafür ein zwölfstöckiger Neubau, welcher einem Teil der Büros Platz bieten wird.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.01.2012, 13:38 Uhr

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6 Kommentare

Benedikt Hochstrasser

17.01.2012, 16:57 Uhr
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Wir zahlen jetzt also dreimal - einmal haben wir mit unseren Steuern (1x) geholfen, die Immobilienpreise in unserem eigenen Quartier in die Höhe zu treiben, haben dafür jahrelang überhöhte Mieten (2x) gezahlt, und jetzt zahlen wir gleich nochmal, weil die ETH im Quartier die Preistreiberei gleich ein zweites Mal anheizt. :-( Antworten



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