Die Randalierer reisten aus dem ganzen Land an
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Krawall-Tourismus am 1. Mai: Ein grosser Teil der Randalierer, die in Zürich festgenommen wurden, sind offenbar aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland eigens zum Krawall angereist. Am Sonntagvormittag waren noch 14 Personen in Haft.
Insgesamt hat die Polizei 353 Menschen festgenommen, wie sie am Sonntag mitteilte. Die meisten wurden wieder freigelassen, nachdem ihre Personalien festgestellt worden waren.
Hausverbot in kritischen Gebieten
Sie erhielten zudem eine Wegweisungsverfügung in die Hand gedrückt: Darauf ist ein Plan, auf dem eingezeichnet ist, in welchem Gebiet sie sich in den folgenden 24 Stunden nicht aufhalten dürfen.
Insgesamt 83 Krawallmacher müssen mit einer Strafe rechnen. Darunter befinden sich auch solche, die sich bereits wieder auf freiem Fuss befinden. Ihnen werden Delikte wie Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Sachbeschädigung oder Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen werden, wie die Polizei weiter mitteilte.
Von den 353 Festgenommenen sind laut Mitteilung 308 Männer und 45 Frauen. Die allermeisten sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. 16 sind jünger als 15 Jahre, 55 sind unter 18, 79 über 26 Jahre alt. Die meisten sind Schweizer.
Nur jeder Siebte aus Zürich
Nur etwa jeder siebte Festgenommene wohnt in der Stadt Zürich; 121 haben Wohnsitz in einer anderen Zürcher Gemeinde. Zehn Festgenommene wohnen in Deutschland, einer in Italien. Zudem waren Randalierer aus den verschiedensten Kantonen angereist - von St. Gallen bis Genf und von Basel bis Graubünden.
Dem 17-Jährigen, der von einem Stein getroffen und am Kopf verletzt wurde, geht es gemäss Polizeimitteilung wieder besser. Er habe das Spital verlassen können. Auch ein Polizist, der eine leichte Fussverletzung erlitten hatte, sei nicht mehr in Spitalpflege.
Nur wenig Sachschaden
Über Sachschäden konnte die Polizei keine Angaben machen, wie Sprecherin Judith Hödl auf Anfrage sagte. Sie seien aber gering ausgefallen.
Der 1. Mai in der Stadt Zürich wurde am Samstag wie gewohnt von gewalttätigen Auseinandersetzungen überschattet. Mit hartem und konsequentem Durchgreifen vom ersten Moment an konnten Stadt- und Kantonspolizei grössere Ausschreitungen und eine eigentliche Nachdemo verhindern. Es blieb bei stundenlangen Scharmützeln. (oku/sda)
Erstellt: 02.05.2010, 13:06 Uhr






