Die «Seefeldisierung» geht in Wollishofen weiter
Von Denise Marquard. Aktualisiert am 29.07.2010 45 Kommentare
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Freier Blick auf den See, viel Grün, viel Sonne: Der Hügelzug zwischen Enge und Wollishofen ist, was man in Immobilienkreisen gemeinhin als Toplage bezeichnet. Kein Wunder, ist das Bauland heiss begehrt. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg mussten alte Herrschaftsvillen neuen Wohnsiedlungen weichen, nicht kommunen Genossenschaftswohnungen, sondern Mietobjekten für den Mittelstand. Jetzt folgt die zweite Welle: Im Zeitalter des verdichteten Bauens sollen diese Siedlungen wieder abgerissen werden und neuen Objekten Platz machen. An der Scheideggstrasse und am Bellariarain haben solche Abbruchpläne bereits viel Staub aufgewirbelt. Empörte Mieter sprechen von einer «Seefeldisierung von Wollishofen».
Bis 200 Quadratmeter Wohnfläche
Der jüngste Fall betrifft sechs Liegenschaften im Dreieck Etzel-, Staub- und Bellariastrasse. Die aus den 50er-Jahren stammenden Häuser mit relativ kleinen Balkonen, sanierungsbedürftigen Küchen und Bädern sollen 2012 abgerissen werden. Federführend beim Neubau ist die Balintra, ein Immobilienfonds der UBS. «Nach Prüfung verschiedener Optionen haben wir beschlossen, neu zu bauen, damit die Wohnungen heutigen Bedürfnissen genügen», sagt Tatiana Togni, Sprecherin der UBS.
Das Neubauprojekt sieht fünf dreigeschossige Häuser mit je einem Attikageschoss vor. Die 56 Wohnungen haben eine Fläche zwischen 100 und 200 Quadratmetern. Alle werden mit «hochwertigem Wohnkomfort in einer parkähnlichen Hanglage» angepriesen. Wie hoch die Miete in Zukunft sein wird, konnte niemand sagen. Das Projekt hat bereits einen Namen: Crestapark. Ökologisch gesehen soll es keine Wünsche offen lassen. Geplant ist ein 0-Energie-Standard, das heisst, die Energie für Heizung und Warmwasser wird vollständig mit Erdwärme und Solarenergie gedeckt.
Geschockte Mieter
Von der Kündigung sind rund 33 Mieterinnen und Mieter betroffen. Dass eine Sanierung geplant sei, davon hörten diese erstmals vor zwei Jahren. Trotzdem fühlten sie sich total überrumpelt. «Beim Stichwort Sanierung habe ich keinen Moment an Abbruch gedacht», sagt eine Mieterin. Erst im Juni ist sie von zwei Livit-Vertretern über die bevorstehenden Veränderungen informiert worden. Gleichzeitig hätte sie ein Papier zur Kündigung auf den 31. Januar 2012 unterschreiben sollen. Livit ist für die Verwaltung der Häuser zuständig und ebenfalls im Besitz der UBS.
Auch andere Mieter sind geschockt. Dabei haben einige von ihnen heute schon Mieten bis zu 3000 Franken bezahlt. Viele leben schon seit Jahrzehnten in den Häusern. Sie habe jetzt Angst, keinen gleichwertigen Ersatz mehr zu finden, sagt beispielsweise eine Mieterin, die mit ihrem gehbehinderten Mann seit 35 Jahren an der Etzelstrasse wohnt. Für ihre 4-Zimmer-Wohnung zahlt sie weniger als 2000 Franken. Sie habe keine Chance, eine gleichwertige Wohnung in der Nähe zu finden, ist sie überzeugt. Und eine Wohnung im Neubau werde sie sich wohl nie leisten können. «Da ist uns auch nichts angeboten worden», bemerkt sie.
«Luxusmeile» befürchtet
Nicht nur sie, auch andere Mieter stossen sich am Neubauprojekt. Auch die Nachbarn sind teilweise aufgebracht: «Wir sind wegen der sozialen Durchmischung von Zollikon hierhergezogen. Doch jetzt läuft hier das Gleiche ab, wie an der Goldküste.» Auch SP-Gemeinderätin Fiammetta Jahreiss wohnt in der Gegend. Sie ist entrüstet: «Wenn das so weitergeht, wird der ganze Hügelzug zu einer einzigen Luxusmeile, wo der Mittelstand verjagt und die nachbarschaftlichen Strukturen zerstört werden.»
Die Hausverwaltung jedoch betont, dass «niemand im Stich gelassen werde». In einem Brief an die Mieter hält die Livit fest, dass sie alle bei der Wohnungssuche unterstützen werde. Trotzdem gerät die UBS unter Beschuss. Pawel Silberring, Vorstand der SP2, spricht von reinem Renditedenken der Eigentümerin. «Wenn die UBS an die Mieter denken würde, hätte sie die Häuser in Etappen geplant und es hätten nicht alle auf einen Schlag die Kündigung erhalten.» Für Togni ist das Projekt dafür allerdings zu klein. Die Mieterinnen und Mieter werden sich morgen Abend mit den Nachbarn treffen, um das weitere Vorgehen zu beraten. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 07.07.2010, 21:18 Uhr
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45 Kommentare
wir, die MIttelklasse machen das ja alles ohne gross zu murren. Wir halten die WIrtschaft am laufen, wir zahlen die Steuern, wir erziehen unsere Kinder zu wieder braven und fleissigen Mitgliedern der Gesellschaft. Aber wenn man nicht mehr korrekt wohnen kann und sich dann Dinge anhören muss in Richtung "der Mittelstand muss halt die Stadt verlassen" - dann... beginnt es zu nerven.. Antworten
@ R. Auf der Maur. Ich finde es macht wirklich keinen Sinn die Wohnungen an guten Lagen künstlich billig zu machen. Die guten Lagen sind keine Problemzonen. Viel besser wäre es, wenn der Mittelstande die guten Lagen verlässt (Paradeplatz, Seefeld, Enge, etc.) und an "schlechten" Orte zieht, zum Beispiel Schlieren. Dann wird Schlieren endlich durchmischt und aufgewertet. Dies wäre bitter nötig Antworten
Es gibt bereits eine Raumplanung, die funktioniert. Es ist die Planung, die Reiche und (ausländische) Investoren bevorzugt, und die die Mittelschicht und die sozial Schwachen zur Kasse bittet oder verdrängt. Man moniere also nicht, die Raumplanung funktioniere nicht. Sie funktioniert bestens im Sinne jener, denen sie nützt. Antworten
Was mich überrascht bei vielen Kommentaren ist die egoistische Gelassenheit und das schicksalshafte Hinnehmen der Wohnungsknappheit und der Verdrängung der Schweizer plus integrierter Ausländer aus der Stadt Zürich.Dabei sollte man doch wissen, dass die Personenfreizügigkeit der Hauptfaktor für diese Entwicklung ist.Der BR müsste endlich die Ventilklausel, die mit der EU vereinbart ist, anwenden! Antworten
Wunschkatalog geschockter Mieter: Zentrale Lage inmitten Zürich: ja. Verkehrslärm und Umgebung: bitte schön ländlich. Ausbaustandard: top. Miete: am liebsten gratis. Mietdauer: seitens Mieter jederzeit kündbar, seitens Vermieter praktisch unkündbar, immerhin gehört eine Wohnung einem Mieter nach sozialistischer Denkweise. Träumt schön weiter. Ein Mieter. Antworten
@Bruno Meili: Die Verkehrsteilnemer machen sich den Platz jetzt schon gegenseitig streitig. Mit zunehmender Dichte wird sich das Problem erheblich steigern und zu einer Gegenbewegung führen. Alles schon da gewesen samt Immokrise vor 30 Jahren. Das Rad wird eben nicht neu erfunden. Antworten
@Sandro Wolf: Eine Luxuskarre mit einer Wohnung zu vergleichen, zeugt von der Dummheit und Arroganz der jüngeren Generation, die am liebsten hätte, dass Alte, Kranke und weniger Bemittelte abgezockt und entsorgt würden. Und u.a. keinen Gedanken daran verschwendet, dass sie selbst mal alt und hässlich werden. Antworten
Es ist deshalb nötig, dass klar eine "Raumplanung" stattfindet, die für eine gute Durchmischung und dafür sorgt, dass Wohnungen in allen Stadtgebieten auch für den Mittelstand bezahlbar bleibt. Und ich freue mich auf steigende Zinsen und die Immobilienkrise, die dann folgt, weil der Markt - der hier so viel gepriesen wird - dann korrigiert, was durch tiefe Zinsen, Zuwanderung und Gier enstand. Antworten
Das Problem ist, dass der Mittelstand die Wohnungsmieten nicht mehr bezahlen kann. Die Armen kriegen Sozial- & Genossenschaftswohnungen, die Reichen die Neubauten an schöner Lage: aber wo bleibt der Mittelstand? ER ist das Fundament unserer Gesellschaft. Und was ist gerecht daran, an einen Banker der uns abzockt und dank unseren Steuergeldern seine Stelle behält, die Wohnung abtreten zu müssen? Antworten
Ich bin froh, wenn alte Häuser mit zu tiefen Mieten abgerissen werden, denn in diesen Fonds (und nicht die Bank UBS!!!) wird auch mein Pensionskassengeld angelegt. Überlegt mal, wer hat jetzt 30 oder 40 Jahre von den tiefen Mieten profitieren konnten? Die aktuellen Mieter, vermutlich eher ältere mit einem grossen Bankkonto..... Antworten
@ Sandro Wolf: Weil ich lieber 'nen Aston Martin hätt'. Der passt auch viel besser ins "feine" Zürich. Im übrigen sind auch andere Städte teuer. Ich zahle in Luzern, ohne Toplage oder Seesicht, für eine renovierte 200 qm grosse Jugendstilwohnung CHF 4500 und bin damit preislich noch gut bedient, wenn ich mich so umsehe, was es auch noch kosten könnte. Antworten
Der UBS Immobilienfonds will in Wollishofen an der Bellariastrasse eine schöne Wohnsiedlung abbrechen und ersetzen durch Luxuswohnungen. Diese Häuser sind noch in einem sehr gut Zustand. Die Grossbanken UBS und CS, aber auch die Coop Bank und die Zürcher Kantonalbank investieren gerne in Ersatzbauten. Wohnungen in Zürich können noch vermietet werden. In Büroburgen stehen ganze Stockwerke leer. Antworten
Was ich nicht verstehe: weshalb erwarten einige Leute hier eine "gute Durchmischung"? Sagen wir, eine Wohnungsmiete am See ist 2500 wert. Weshalb sollte man (unter dem Deckmantel "sozial") erzwingen, dass ein paar wenige glückliche Familien nur die Hälfte bezahlen? Weshalb klagt ihr nicht auch darüber, dass sich der Durchschnittsbürgen keinen Lamborghini leisten kann? Antworten
Also innen sind sie zum Teil sehr gut erhalten. Ich wohne in einer. Und bloss dass sie für manche von aussen "unansehnlich" sind, dürfte einen Totalabriss wohl nicht rechtfertigen. Toll, dass es Fonds wie den Sima-Fonds gibt, der mit unseren eigenen PK-Geldern solche Projekte durchzieht Antworten
Wenn diese Häuser schon aussen verlottert wirkten, waren die Wohnungen wahrscheinlich noch schlimmer. Mit a.W. Fr. 2000.-- Miete waren zu hoch. Wenn so viele bereit sind, jeden Preis zu zahlen, kann und darf man also bei jeder kleinsten Modernisierung den Mietpreis ohne schlechtes Gewissen anheben. Gut zu wissen. Antworten
@Christian Bretscher: Ob Wohnungen komplett abgerissen oder eine Sanierung reichen würde, hängt von der Bausubstanz, Raumausnützung, etc. ab. Ich kenne die Häuser nicht und kann und will deshalb auch nicht urteilen. Es gibt unzählige Alt-Liegenschaften, die einer sanften Sanierung unterzogen wurden und letztendlich zu tollen, individuellen Schmuckstücken wurden. Antworten
Es ist zum Fürchten: in jeder einigermassen gesunden Stadt das gleiche Gejammer über den City-Druck. Dabei braucht es genau diese Erneuerung, damit sie nicht vergammelt. Und wenn dann der Abbruch und Neubau einer Wohnsiedlung auch noch mit Umsiedlungen totalitärer Regimes gleichgesetzt wird, dann ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Antworten
Nichts gegen den Abriss der Häuser, aber die Livit als Verwalterin und die UBS als Eigentümerin sind doch beide angeblich kundenorientierte Firmen. Sie haben also die Interessen der Kunden zu berücksichtigen, sich danach zu richten und kulant zu sein. Sprich, sie soll die Mieter ohne Mietzinsanhebung in den Neubau einziehen lassen, sowie Übergangswohnungen während der Bauzeit bereitstellen. Antworten
Frau Susanne Beerli: soso, in Marktwirtschaften ist es legitim, ganze Quartiere umzusiedeln, unter Zwang? Wenn das üblicherweise in diktatorischen Regimes geschieht, oder früher in totalitären Regimes des Ostens, gilt es jeweils als Verbrechen einer brutalen und ignoranten Elite. Nur: Wo ist der Unterschied? Ich sehe keinen. Antworten
Immofonds und Pensionskassen brauchen Renditeobjekte! Wie sonst sollen sie den Investoren (t.w. ebenfalls Pensionskassen) Dividenden und Renten ausbezahlen?! Zudem macht es ökologisch Sinn 0-Energie-Häuser zu bauen. In ZH gibt es noch viel zuviele alte Häuser. Es nützt nichts Velo zu fahren und in einem verlottertem Haus zu wohnen. Energiebilanz, unterirdisch! Antworten
In einer Marktwirtschaft ist sowas absolut in Ordnung. Dass langjährige Mieter mit einer Kündigungsfrist von 3-4 Jahren keine Alternative finden sollen ist absurd. "Luxusmeilen" sollte man begrüssen, nicht befürchten, denn die Menschheit ist von Fortschritt und Wohlstand getrieben, nicht von Rückstand und Armut. Antworten
Die Mietpreise werden in der CH allgemein ansteigen, weil die Konkurrenz um Wohnraum wegen der Masseneinwanderung dank Personenfreizügigkeit (Nettoeinwanderung seit Einführung der PFK ohne Kontigente seit 2007 über 250000 Personen, mehr Einwohner als in Basel leben) zunehmen wird. Falls weiterhin 100000 netto pro Jahr einwandern, wird die Bevölkerung in 10 Jahren um 1 Mio zunehmen. Freude herrscht Antworten
Ich denke man muss etwas differenzieren. Klar ist es schade, dass teils sanierungsbedürftige Wohnungen abgerissen werden und weil an guter Lage etwas besser ausgebaut werden. Der Wohnraum ist nunmal begrenzt. Gewisse Kommentatoren lassen glauben, dass die halbe Stadt abgerissen und luxussaniert werden. In einer Stadt mit Weltformat leben auch Leute die sich das leisten können, also wird es gebaut. Antworten
Ich war ebenfalls Mieter einer Wohnung direkt am Zürichsee zu gutem Preise. Wir mussten über eine IG erzwingen, dass wenigstens diejenigen die wollten, nach dem Umbau, wieder in die teilweise doppelt so teuren Wohnungen einziehen konnten. Meine Lehre war nur Eigentum gibt Unabhängigkeit und Sicherheit. Antworten
Schön, kommt etwas Bewegung und Dynamik nach Wollishofen - ein super Stadtkreis mit grossem Potenzial (See, Tram, Autobahn, ...). Gut auch, hier zu verdichten und tolle Wohnungen in Stadtnähe zu bauen, statt auf der grünen Wiese. Billige 50er- und 60er-Jahre-Kästen hat's wahrhaftig genug - auch in Wollishofen. 35 Jahre in derselben Mietwohnung und immer noch am Jammern - echt bedenklich! Antworten
Falsch, Herr Adriano Granello. Es denken nicht alle so wie Sie. Ich kenne Hausbesitzer, die nicht alles bis aufs Letzte herauspressen wollen, weil sie Herz und Gewissen noch nicht wegrationalisiert haben (und auch anständig davon leben). Wir können uns nicht eine gesündere Welt wünschen, aber stets erwarten, dass die anderen damit beginnen. Oder wie Gandhi sagt: be the change, you want to see. Antworten
Wieso kostet die Hütte in Hinterafrika nur $ 5.- pro Monat. Es gibt Studien welche sagen, dass die Miete rund 25 % des Haushaltseinkommens ausmacht, weltweit. Verdient ein Haushalt Fr. 200'000.00 im Jahr (zwei Einkommen) und dies ist in Zürich nicht selten, stehen pro Monat über 4000.00 für Miete bereit. Seefeld, Züriberg uEnge waren schon immer teuerer, auch vor 50 Jahren, in Prozenten wie heute! Antworten
@hans marti Die jüngste Geschichte hat uns ja gezeigt, wo wir hinkommen, wenn unter dem Stichwort "Rendite" alles erlaubt ist. Sie können schon dafür plädieren, die Leute zu verjagen - nebenbei auch Retter der UBS - aber wundern Sie sich dann nicht, wenn so der gesellschaftliche Zusammenhalt vor die Hunde geht und nur noch Zyniker das Bild bestimmen. Antworten
@R.Gebhardt 07:16: In welcher Welt leben Sie? Ihr Kommentar ist ein absoluter Tiefschlag für alle Mieter die Mieten über Fr.2000.- nicht bezahlen können,obwohl die in der Mehrheit sind in der "Weltstadt" Zürich. Aber die kümmern Sie ja wahrscheinlich nicht, nur Fussvolk weg mit ihnen und Platz gemacht für die Luxuspaläste! Antworten
Schön für Zürich, wenn wohnungen im Luxusstil erstellt werden sollten. Doch waas die lieben Vermieter vergessen, Wohnungen müssen auch finanziert werden können. Aber eben die Stadt Zürich war noch nie fürs die gute Mittelschicht, die eine tragende Stütze darstellen könnte. Leerstehende Wohnung im Luxusbereich, könnte ja auch zum nächsten Flop der Wirtschaft führen, und dann? Der Staat richtet es! Antworten
Wenn es in Zürich bald keinen Wohnraum mehr gibt für Studis, Künstler und Menschen die ihren Lebenssinn nicht nur im Geldverdienen sehen, werden die ganz einfach wegziehen. Basel, Bern und Luzern sind auch sehr schöne Städte... Mal schauen wie cool und hip Zürich dann noch ist. Antworten
Pawel Silberring, Vorstand der SP2, spricht von reinem Renditedenken der Eigentümerin. Ein Immobilienfond ist nun mal ein anlagevehikel und keine non-profit organisation. bezahlbarer wohnraum braucht es in einer stadt, aber ich glaube nicht, dass es ein menschenrecht für bezahlbare wohunngen an toplagen mit seesicht gibt Antworten
Ich finde die Haltung der Herren Granello und Gebhardt etwas bedenklich. Nicht alles, was rechtlich erlaubt ist, ist legitim. Und Profitmaximierung um des Profites willen zerstört über kurz oder lang die Wohnqualität unserer Stadt. Es kann und darf nicht sein, dass wir mittelfristig nur noch hochpreisige Wohnungen zur Verfügung haben. Wir benötigen weiterhin einen guten Mix. Und er ist gefährdet. Antworten
Ich wette, dass jede Mieterin und jeder Mieter dieser Siedlung, wäre sie oder er EigentümerIn, genau das tun würde, was die UBS als Eigentümerin tut: Mit dem Grundstück an der Toplage eine angemessene Rendite erwirtschaften. In solchen Fällen quasi von "Gut und Böse" zu reden, ist deshalb müssig. In Zürich-Affoltern beim Katzensee hat es übrigens noch genug Wohnungen im zahlbaren Bereich! Antworten
Hört doch auf zu jammern. Wollt Ihr Zustände wie im Ruhrgebiet oder in Neukölln, wo man Wohnung unter 10'000 Franken kaufen kann? Trotzdem will sie keiner. In Spreitenbach oder Schlieren hats sicher ne Ersatzwohnung für Euch Sparer. Hohe Mieten sind ein Gradmesser für Erfolg. Wer Weltstadt sein will, muss auch Weltstadtmieten in Kauf nehmen. Antworten





alfred bleuler
die UBS hat keine verantwortung für die normalen menschen ----- das einzige von interesse ist der gewinn, welcher in die hohen managerlöhne und boni fliesst ------- da hilft nur eines ----- UBS-aktien verkaufen und konto kündigen Antworten